Traditionell gilt der Monat März als der „Josefsmonat“, dessen Festtag die Kirche am 19. März feiert.
Die große hl. Kirchenlehrerin TERESA VON AVILA erwähnt den hl. Josef häufig. Sie trug maßgeblich dazu bei, sein Andenken in der Kirche zu fördern und scheint die Erste gewesen zu sein, die Kirchen zu seiner Ehre erbauen ließ.
Nachdem Teresa mit jungen Jahren in das Karmelkloster in Avila eingetreten war, erkrankte sie an einer schmerzlichen Krankheit, die sie an den Rand des Grabes brachte. Nach mehrtägiger Ohnmacht war Teresa völlig gelähmt und erbat die Feier hl. Messen im Anliegen ihrer Heilung. Mit innigem Gebet wandte sie sich vertrauensvoll an den hl. Pflegevater Jesu. In ihrer Biographie schreibt sie:
„Er ließ seine Macht und Güte hell aufstrahlen. Ihm sei gedankt! Ich fühlte meine Kraft zurückkehren; ich konnte aufstehen und gehen, ich war nicht mehr gelähmt. Seine Hilfe offenbarte sich auf ganz greifbare Weise (...) Um das Glück voll zu machen, erhörte er mich jederzeit und über
alle meine Erwartungen hinaus.“
Später schrieb Teresa: „Schon seit Jahren erbitte ich mir für das Fest des hl. Josef stets eine besondere Gnade, und immer bin ich erhört worden. Ist meine Bitte weniger gut und nicht ganz der Ehre Gottes gemäß, so weiß er in bewundernswerter Weise sie zum Besseren zu lenken und so noch vorteilhafter für mich zu machen.“
Teresa empfiehlt: „Wer einen Führer auf dem Weg zum inneren Gebet und innerlichen Leben braucht, soll den hl. Josef als Führer nehmen, und er wird in ganz kurzer Zeit zum Ziel kommen. Wer immer meinen Worten nicht glauben will, den bitte ich um der Liebe Gottes willen, einen Versuch zu machen; er wird dann erfahren, welch großen Nutzen es bringt, wenn man sich diesem glorreichen Patriarchen empfiehlt und ihn mit Andacht verehrt.“
Im Blick auf den hl. Josef und all das, was sie im Vertrauen auf seine Fürbitte bei Gott erlebte, schreibt Teresa schließlich: „Ich erinnere mich nicht, ihn bis zum heutigen Tag je um etwas gebeten zu haben, das er mir nicht gewährt hätte. Ja, es ist zum Erstaunen, welch große Gnaden mir Gott durch die Vermittlung dieses glückseligen Heiligen verliehen und aus wie vielen Gefahren des Leibes und der Seele er mich durch ihn befreit hat!“
Traditionell ist der Mittwoch der Tag, an dem besonders des hl. Josef gedacht wird. Er wartet nur darauf, dass wir ihn in unser Leben einladen und seine Fürsprache in Anspruch nehmen, zur Ehre Gottes und zum Heil der Seelen. Verehrt den hl. Josef!
(Aus: Isenegger/Holböck, Verehrt den hl. Josef)
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Samstag, 19. März 2016
Freitag, 18. September 2015
BETER AM STRASSENRAND
Morgen findet in Berlin
der MARSCH FÜRS LEBEN
statt.
Der New Yorker Priester Monsignore Philip J. Reilly (*1934) hatte fast zwanzig Jahre lang versucht, auf politischer Ebene etwas für den Schutz des menschlichen Lebens zu erreichen, besonders für die Ungeborenen. Am Ende war er völlig mutlos. Als der engagierte Priester nicht mehr weiter wusste, hörte er in seinem Herzen die Stimme Gottes: „Warum versuchst du es nicht mit beten?“ Nach einiger Zeit verstand Mons. Reilly, was Gott damit meinte: Das Gebet sollte an erster Stelle stehen und alles andere daraus erwachsen. So flehte er: „Herr, schenke mir eine Armee von Betern!“ Kurz darauf standen vor seiner Tür: ein Opa, drei Omas und ein Arbeitermädchen. Mit dieser Handvoll Leute, die am Fest Maria vom Sieg (7. Oktober, auch Rosenkranzfest genannt) vor die damals größte Abtreibungsklinik der westlichen Welt zogen, wurde 1989 der Grundstein für die Helfer für Gottes kostbare Kinder gelegt (...)
Innerhalb von elf Jahren verbreitete sich das Apostolat der Helfer auf allen fünf Erdteilen. Die Fakten sind eindeutig: Von zunächst 43 Abtreibungseinrichtungen in der Diözese Brooklyn sind heute nur noch 20 übrig geblieben! War die frühere Pro-Life-Arbeit von Mons. Reilly fruchtlos geblieben, so konnte man jetzt die Erfolge überall dort sehen, wo vor den Abtreibungsstätten gebetet wurde (...) In Deutschland wird in bisher 23 Städten gebetet; an sechs Abtreibungsorten wurde der„Tötungsbetrieb“ eingestellt.
Innerhalb weniger Minuten hatte das Paar sich entschieden, nicht in die Klinik zu gehen. Beim Wegfahren lächelte das Kind auf dem Rücksitz und winkte den Helfern zu. Der Priester und die Nonne beendeten das Befreiungsgebet und standen auf. Nun berichteten ihnen die Helfer voller Freude, was während des Betens geschehen war. Noch lange erinnerte ich mich an das Lächeln des Kindes auf dem Rücksitz – als ob der Junge schon voller Vorfreude auf sein Brüderchen oder
Schwesterchen wäre.
dass er nicht unbedingt „für Abtreibung“, sondern „für die Frau“ sei, obwohl er manchmal Probleme damit hatte, beides miteinander zu vereinbaren: dass er den Frauen half, indem er ihre Kinder tötete. Er sagte, dass er sich bei der D&E-Methode (Erweitern des Muttermunds und Entfernen des Kindes), bei der das Baby buchstäblich auseinandergerissen wird, keine Sorgen darüber machen musste, dass das Baby lebend geboren wird. Bei Abtreibungen durch Salzlösung jedoch konnte es geschehen, dass das Kind lebend geboren wurde und er die winzigen Babys sah, wie sie nach Luft schnappten und mit ihren Füßen um sich traten, bis sie starben.
Beim Anblick dieser winzigen Körper verspürte Dr. Levantino jedes Mal ein plötzliches Unbehagen. Während er täglich etwa zehn solcher Babys „entsorgte“, versuchten er und seine Frau, ein Kind zu adoptieren. Nachdem sie schließlich eines adoptiert hatten, mussten sie den Schmerz erleben, dieses Kind durch einen Verkehrsunfall zu verlieren.
Schließlich konnte er sich der Realität nicht länger verschließen, dass der Körper eines Kindes bei der Abtreibung das „Kind von jemandem“ ist – so wie sein Kind, das er gerade verloren hatte. Ihm wurde bewusst, dass er das Kind von jemandem tötete – wie ein Auftragskiller. Diese Einsicht war der Wendepunkt in seinem Leben. Er erkannte, dass alles Geld der Welt diese Arbeit nicht wert war und veröffentlichte seine Geschichte.
Es gibt in unserer Gesellschaft viele solcher Überlebender, deren Geschwister abgetrieben wurden. Zu meinen Beratungsgesprächen kamen Jugendliche, die mir stockend und verstört von den Abtreibungen ihrer Mütter erzählten und wie sie versuchten, einen Sinn darin zu finden. Einmal erzählte mir eine Jugendliche, ihre Mutter habe ihr gesagt, dass sie eigentlich hätte abgetrieben werden sollen ...“
Es ist wichtig zu begreifen, dass eine Abtreibung sich nicht nur auf die Frau und ihr Kind auswirkt, sondern auch auf ihre engere und weitere Umgebung: auf den Vater, die Großeltern, Tanten und Onkel, da sie alle diesen Verlust spüren; ganz besonders jedoch auf die späteren Kinder.
(Aus: Wanda Skowronska, Beter am Straßenrand
zu beziehen beim Miriam-Verlag)
der MARSCH FÜRS LEBEN
statt.
Der New Yorker Priester Monsignore Philip J. Reilly (*1934) hatte fast zwanzig Jahre lang versucht, auf politischer Ebene etwas für den Schutz des menschlichen Lebens zu erreichen, besonders für die Ungeborenen. Am Ende war er völlig mutlos. Als der engagierte Priester nicht mehr weiter wusste, hörte er in seinem Herzen die Stimme Gottes: „Warum versuchst du es nicht mit beten?“ Nach einiger Zeit verstand Mons. Reilly, was Gott damit meinte: Das Gebet sollte an erster Stelle stehen und alles andere daraus erwachsen. So flehte er: „Herr, schenke mir eine Armee von Betern!“ Kurz darauf standen vor seiner Tür: ein Opa, drei Omas und ein Arbeitermädchen. Mit dieser Handvoll Leute, die am Fest Maria vom Sieg (7. Oktober, auch Rosenkranzfest genannt) vor die damals größte Abtreibungsklinik der westlichen Welt zogen, wurde 1989 der Grundstein für die Helfer für Gottes kostbare Kinder gelegt (...)
Innerhalb von elf Jahren verbreitete sich das Apostolat der Helfer auf allen fünf Erdteilen. Die Fakten sind eindeutig: Von zunächst 43 Abtreibungseinrichtungen in der Diözese Brooklyn sind heute nur noch 20 übrig geblieben! War die frühere Pro-Life-Arbeit von Mons. Reilly fruchtlos geblieben, so konnte man jetzt die Erfolge überall dort sehen, wo vor den Abtreibungsstätten gebetet wurde (...) In Deutschland wird in bisher 23 Städten gebetet; an sechs Abtreibungsorten wurde der„Tötungsbetrieb“ eingestellt.
Berichte der „Beter am Straßenrand“
Ein Priester und eine Ordensschwester hatten an einer Gebetsvigil vor einer Abtreibungsklinik teilgenommen und leise das Befreiungsgebet von Papst Leo XIII. gebetet. Während sie beteten, fuhr ein Paar in einem Auto vor die Klinik, auf dem Rücksitz saß ein Kleinkind. Die Frau auf dem Vordersitz wollte eine Abtreibung vornehmen lassen. Zwei Helfer sprachen durch das Wagenfenster mit dem Paar und bekamen eine nachdenkliche Antwort. Dann wendete das Auto und fuhr von der Kinik weg.Innerhalb weniger Minuten hatte das Paar sich entschieden, nicht in die Klinik zu gehen. Beim Wegfahren lächelte das Kind auf dem Rücksitz und winkte den Helfern zu. Der Priester und die Nonne beendeten das Befreiungsgebet und standen auf. Nun berichteten ihnen die Helfer voller Freude, was während des Betens geschehen war. Noch lange erinnerte ich mich an das Lächeln des Kindes auf dem Rücksitz – als ob der Junge schon voller Vorfreude auf sein Brüderchen oder
Schwesterchen wäre.
Ein Umdenken bei Ärzten
Dr. Levantino machte 1976 seinen Abschluss am Albany Medical Centre in New York und war acht Jahre lang als Abtreibungsarzt beschäftigt, bevor er seine eigene Praxis eröffnete. Er redete sich ein,dass er nicht unbedingt „für Abtreibung“, sondern „für die Frau“ sei, obwohl er manchmal Probleme damit hatte, beides miteinander zu vereinbaren: dass er den Frauen half, indem er ihre Kinder tötete. Er sagte, dass er sich bei der D&E-Methode (Erweitern des Muttermunds und Entfernen des Kindes), bei der das Baby buchstäblich auseinandergerissen wird, keine Sorgen darüber machen musste, dass das Baby lebend geboren wird. Bei Abtreibungen durch Salzlösung jedoch konnte es geschehen, dass das Kind lebend geboren wurde und er die winzigen Babys sah, wie sie nach Luft schnappten und mit ihren Füßen um sich traten, bis sie starben.
Beim Anblick dieser winzigen Körper verspürte Dr. Levantino jedes Mal ein plötzliches Unbehagen. Während er täglich etwa zehn solcher Babys „entsorgte“, versuchten er und seine Frau, ein Kind zu adoptieren. Nachdem sie schließlich eines adoptiert hatten, mussten sie den Schmerz erleben, dieses Kind durch einen Verkehrsunfall zu verlieren.
Schließlich konnte er sich der Realität nicht länger verschließen, dass der Körper eines Kindes bei der Abtreibung das „Kind von jemandem“ ist – so wie sein Kind, das er gerade verloren hatte. Ihm wurde bewusst, dass er das Kind von jemandem tötete – wie ein Auftragskiller. Diese Einsicht war der Wendepunkt in seinem Leben. Er erkannte, dass alles Geld der Welt diese Arbeit nicht wert war und veröffentlichte seine Geschichte.
Das Leiden der „Überlebenden“
Der kanadische Psychiater und Kinderpsychologe Philip Ney weist auf das Leiden derer hin, die direkt oder indirekt „Überlebende“ einer Abtreibung sind. Es sind Menschen, die z.B. nach einer künstlichen Befruchtung im Reagenzglas (IVF) ausgewählt wurden, während viele ihrer Geschwister ausgelöscht wurden. Oder diejenigen, die für einen bestimmten Zweck „erzeugt“ wurden, wie z.B. um ein Geschwister mit Knochenmark zu versorgen. Was wird ein IVF-Kind empfinden, wenn es erfährt, dass es ausgewählt wurde und vielleicht fünf, acht, zwölf oder sogar noch mehrere Geschwister dabei vernichtet wurden? hilip Ney und Marie Peeters zitieren in ihrer Studie über PASS, Überlebende einer Abtreibung, die Worte einer Frau, deren Bruder oder Schwester durch eine Abtreibung getötet wurde: „Ich hatte kein Recht darauf, da zu sein (...) Ich hänge an nichts und hatte auch nie eine verlässliche Beziehung. Ich fühlte mich allein und bedroht. Mein Leben, mein Dasein war in Frage gestellt. Ich hatte irrsinnige Zornesausbrüche und eine unkontrollierbare Wut (...) Erst jetzt, im Alter von 55 Jahren, beginne ich zu verstehen. Vor ein paar Jahren, kurz bevor meine Mutter starb, erzählte sie mir, dass sie vor meiner Geburt eine Abtreibung hatte ...“Es gibt in unserer Gesellschaft viele solcher Überlebender, deren Geschwister abgetrieben wurden. Zu meinen Beratungsgesprächen kamen Jugendliche, die mir stockend und verstört von den Abtreibungen ihrer Mütter erzählten und wie sie versuchten, einen Sinn darin zu finden. Einmal erzählte mir eine Jugendliche, ihre Mutter habe ihr gesagt, dass sie eigentlich hätte abgetrieben werden sollen ...“
Es ist wichtig zu begreifen, dass eine Abtreibung sich nicht nur auf die Frau und ihr Kind auswirkt, sondern auch auf ihre engere und weitere Umgebung: auf den Vater, die Großeltern, Tanten und Onkel, da sie alle diesen Verlust spüren; ganz besonders jedoch auf die späteren Kinder.
(Aus: Wanda Skowronska, Beter am Straßenrand
zu beziehen beim Miriam-Verlag)
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Samstag, 18. Juli 2015
DIE TAUFE
Während in der westlichen Welt die Angst vor Terroristen die Schlagzeilen beherrscht, wirkt Gott in islamischen Ländern in der Verborgenheit. Das Zeugnis ehemaliger Muslime, die zu Christus fanden, beschreibt das Wirken des Heiligen Geistes und zeigt, wie wichtig unser Gebet für all jene ist, die Christus noch nicht kennen.
Papst Franziskus bat kürzlich darum, dass wir Christen unseren Tauftag bewusst feiern bzw. das Datum unserer Taufe nachschlagen sollten. Die Taufe ist ein Geschenk, das viele noch nicht ausreichend zu schätzen gelernt haben. So kann die Erfahrung ehemaliger Muslime, die unter Todesgefahr und ganz bewusst die Taufe empfingen, auch unseren Glauben und unsere Dankbarkeit für dieses grundlegende Sakrament neu entfachen.
Im Folgenden zitieren wir die Erfahrungen der vormals fanatischen ägyptischen Muslimin Nahed bei ihrer Taufe, die am 30. November 1988 im Verborgenen in einer koptischen Kapelle in Ägypten stattfand:
"Ich hatte das Gefühl, durch die Katechese schnell im Glauben zu wachsen und sehnte mich nach der Taufe. Sooft ich Pater Zakaria traf, brachte ich meine Bitte vor: „Ich möchte getauft werden!“ Schließlich stimmte er zu, nahm ein Blatt Papier von seinem Pult und schrieb darauf: „Satan wird dir den Krieg erklären! Höre nicht auf damit, in der Bibel zu lesen und regelmäßig zu beten!“
Die Tage schleppten sich dahin – bis zum Morgen des 30. November. Ich stürmte förmlich aus dem Haus und war gegen 6 Uhr in der Kirche, wo mich meine Patin erwartete. Diesen Tag betrachte ich als meinen eigentlichen Geburtstag. Wir hörten Pater Zakaria kommen, er strahlte über das ganze Gesicht. Wir gingen in die Taufkapelle, wandten uns alle drei gen Westen und sagten uns von Satan los. Dann wandten wir uns gen Osten und ich bekannte mich zu meinem Glauben an meinen Herrn, Gott und Erlöser Jesus Christus.
Der Pater ging hinaus, während ich mein Taufkleid anzog und in das Taufbecken stieg. Es war ein wundervolles Gefühl, als das Wasser meinen Körper berührte. Ich empfand einen Frieden, wie ich ihn zuvor nur während meiner ersten Vision, als ich mich zu Füßen unseres geliebten Herrn sah, verspürt hatte.
Der Pater kam wieder herein und fragte mich, welchen Taufnamen ich mir wünsche. Er fügte hinzu: „Was halten Sie von dem Namen Phoebe?“ Ich erwiderte: „Phoebe! Einverstanden.“ Er legte seine Hand auf meinen Kopf und sprach: „Ich taufe dich, Phoebe, im Namen des Vaters ...“, und gab mir mit einem leichten Druck auf den Kopf zu verstehen, dass ich ins Wasser eintauchen sollte. Ich öffnete dabei meine Augen: Ich fühlte mich wie in einem großen erleuchteten Kristall und hörte vernehmbar einige wundervolle Stimmen.Ich kam wieder hoch, nahm einen tiefen Atemzug, und wieder drückte der Pater gegen meinen Kopf, so dass ich nochmals in das Wasser eintauchte, während er weitersprach: „... und des Sohnes ...“ Dabei sah und hörte ich dasselbe wie zuvor. Ich versuchte, länger eingetaucht zu bleiben, kam wieder hoch – und noch einmal: „... und des Heiligen Geistes.“ Ich erhob mich und der Pater sagte zu mir: „Bitte den Herrn, dir die Gabe des Heiligen Geistes zu schenken.“ Und ich fühlte die Berührung des Herrn.Anschließend salbte der Pater mein Gesicht und meine Handflächen mit Myron-Öl (In der orthodoxen Kirche wird dieses Salböl unter einem besonderen Gebet zubereitet, wobei eine bestimmte Menge frisches Öl dem übrig gebliebenen Öl zugemischt wird, so dass das Salböl sich bis zu dem Öl zurückführen lässt, mit dem Christus nach der Kreuzigung gesalbt wurde). Dann ging er hinaus, während ich mich wieder anzog.
Es war überwältigend! Ich spürte die Stimme des geliebten Herrn zu mir sagen: „Jetzt kannst du offen sprechen!“ Was für eine Erlaubnis!Ich trat aus der Taufkapelle, in der ich mein wahres Leben erhalten hatte, und ging in die Kirche, um an der Kommunion teilzunehmen. Ein wundervoller Traum wurde Wirklichkeit! Ich bekam die Hostie und das kostbare Blut gereicht. Welcher Mund verdient ein solches Privileg!?"
(Aus: N. M. Metwally, Von Allah zu Christus)
Papst Franziskus bat kürzlich darum, dass wir Christen unseren Tauftag bewusst feiern bzw. das Datum unserer Taufe nachschlagen sollten. Die Taufe ist ein Geschenk, das viele noch nicht ausreichend zu schätzen gelernt haben. So kann die Erfahrung ehemaliger Muslime, die unter Todesgefahr und ganz bewusst die Taufe empfingen, auch unseren Glauben und unsere Dankbarkeit für dieses grundlegende Sakrament neu entfachen.
Im Folgenden zitieren wir die Erfahrungen der vormals fanatischen ägyptischen Muslimin Nahed bei ihrer Taufe, die am 30. November 1988 im Verborgenen in einer koptischen Kapelle in Ägypten stattfand:
Wiedergeboren in der Taufe
"Ich hatte das Gefühl, durch die Katechese schnell im Glauben zu wachsen und sehnte mich nach der Taufe. Sooft ich Pater Zakaria traf, brachte ich meine Bitte vor: „Ich möchte getauft werden!“ Schließlich stimmte er zu, nahm ein Blatt Papier von seinem Pult und schrieb darauf: „Satan wird dir den Krieg erklären! Höre nicht auf damit, in der Bibel zu lesen und regelmäßig zu beten!“
Die Tage schleppten sich dahin – bis zum Morgen des 30. November. Ich stürmte förmlich aus dem Haus und war gegen 6 Uhr in der Kirche, wo mich meine Patin erwartete. Diesen Tag betrachte ich als meinen eigentlichen Geburtstag. Wir hörten Pater Zakaria kommen, er strahlte über das ganze Gesicht. Wir gingen in die Taufkapelle, wandten uns alle drei gen Westen und sagten uns von Satan los. Dann wandten wir uns gen Osten und ich bekannte mich zu meinem Glauben an meinen Herrn, Gott und Erlöser Jesus Christus.
Der Pater ging hinaus, während ich mein Taufkleid anzog und in das Taufbecken stieg. Es war ein wundervolles Gefühl, als das Wasser meinen Körper berührte. Ich empfand einen Frieden, wie ich ihn zuvor nur während meiner ersten Vision, als ich mich zu Füßen unseres geliebten Herrn sah, verspürt hatte.
Der Pater kam wieder herein und fragte mich, welchen Taufnamen ich mir wünsche. Er fügte hinzu: „Was halten Sie von dem Namen Phoebe?“ Ich erwiderte: „Phoebe! Einverstanden.“ Er legte seine Hand auf meinen Kopf und sprach: „Ich taufe dich, Phoebe, im Namen des Vaters ...“, und gab mir mit einem leichten Druck auf den Kopf zu verstehen, dass ich ins Wasser eintauchen sollte. Ich öffnete dabei meine Augen: Ich fühlte mich wie in einem großen erleuchteten Kristall und hörte vernehmbar einige wundervolle Stimmen.Ich kam wieder hoch, nahm einen tiefen Atemzug, und wieder drückte der Pater gegen meinen Kopf, so dass ich nochmals in das Wasser eintauchte, während er weitersprach: „... und des Sohnes ...“ Dabei sah und hörte ich dasselbe wie zuvor. Ich versuchte, länger eingetaucht zu bleiben, kam wieder hoch – und noch einmal: „... und des Heiligen Geistes.“ Ich erhob mich und der Pater sagte zu mir: „Bitte den Herrn, dir die Gabe des Heiligen Geistes zu schenken.“ Und ich fühlte die Berührung des Herrn.Anschließend salbte der Pater mein Gesicht und meine Handflächen mit Myron-Öl (In der orthodoxen Kirche wird dieses Salböl unter einem besonderen Gebet zubereitet, wobei eine bestimmte Menge frisches Öl dem übrig gebliebenen Öl zugemischt wird, so dass das Salböl sich bis zu dem Öl zurückführen lässt, mit dem Christus nach der Kreuzigung gesalbt wurde). Dann ging er hinaus, während ich mich wieder anzog.
Es war überwältigend! Ich spürte die Stimme des geliebten Herrn zu mir sagen: „Jetzt kannst du offen sprechen!“ Was für eine Erlaubnis!Ich trat aus der Taufkapelle, in der ich mein wahres Leben erhalten hatte, und ging in die Kirche, um an der Kommunion teilzunehmen. Ein wundervoller Traum wurde Wirklichkeit! Ich bekam die Hostie und das kostbare Blut gereicht. Welcher Mund verdient ein solches Privileg!?"
(Aus: N. M. Metwally, Von Allah zu Christus)
Montag, 10. November 2014
Geistheilung?
Mein Weg aus der Esoterik
Das neue Buch von Martina Schmilewski
Als ihr Sohn erkrankt, sucht sie Hilfe bei alternativen Heilmethoden. Martina pendelt mit dem Rosenkranz, wird zur Geistheilerin ausgebildet und erhält Weisungen eines Engels, der sie immer tiefer in die Welt der Esoterik und des Okkulten hineinzieht... bis die Seifenblase der Täuschung platzt. Bericht einer Esoterik-Aussteigerin, mit Hilfen zur Unterscheidung.Erschienen im November 2014 beim Danielis-Verlag
Zu Beziehen beim Miriam-Verlag
Mittwoch, 20. August 2014
Sie riskieren viel!
Geschichten, die das Leben schrieb, können den Glauben und das, worauf es im Christentum wirklich ankommt, oft besser verdeutlichen als theoretische Abhandlungen. Abbé Pierre Lefèvre stellt uns – im dritten Band von „Kleine Geschichten – große Wahrheiten“ – solche Geschichten vor:
Ein Pfarrer in Paris konnte die letzten Momente im Leben einer Frau aus seiner Pfarrei nicht vergessen. Diese Frau hatte den Sakramentenempfang abgelehnt, doch auf die Bitte ihrer Tochter hin erklärte sie sich schließlich mit einem Besuch des Pfarrers einverstanden. Der Priester merkte schnell, dass die Sterbende verbittert und nicht im Frieden war. Er fragte sie, ob er etwas tun könne, um es ihr leichter zu machen. Sie gab keine Antwort. Er fragte sie, ob es vielleicht jemanden gäbe, dem sie böse wäre. Nach einem Augenblick des Schweigens sagte sie: „Ja, ich bin meinem Bruder böse. Er hat mir meinen Erbteil gestohlen, das werde ich ihm nie verzeihen!“
Der Priester erinnerte sie an die Warnung des Heilands: „Wenn ihr nicht vergebt, wird auch euer himmlischer Vater euch nicht vergeben.“ Die Antwort ließ nicht auf sich warten: „Ich weiß, dass Gott mir nicht vergeben wird, aber das ist mir egal.“ – „Also da riskieren Sie aber viel“, meinte der Priester. Die Frau antwortete kalt: „Ich weiß, dass ich verdammt werde, aber dann kann ich wenigstens die ganze Ewigkeit lang meinen Bruder hassen.“
Der Priester wusste nicht weiter. Er fiel schließlich auf die Knie und betete: „Heilige Maria, Mutter Gottes, jetzt, in der Stunde unseres Todes, bitte für uns!“ Da brach die Frau plötzlich in Tränen aus und rief: „Ich vergebe, ich vergebe! Herr, vergib auch mir!“ Mit einem Lächeln verstarb sie nach wenigen Minuten.
Aus "Kleine Geschichten - Große Wahrheiten (Band 3)" von P. Pierre Levebvre
Freitag, 15. August 2014
Das heilende Sakrament
Der irische Missionar P. Kevin Scallon berichtet von seinem ersten Erlebnis mit der Macht Jesu durch die Krankensalbung:
Mitte der sechziger Jahre weilte ich als junger Priester in Nigeria, wo ich Einkehrtage für die Pfarrei in einer sehr armen Gegend gehalten hatte. Eines Morgens stand ich nach der hl. Messe vor der kleinen Kirche und unterhielt mich mit den Menschen, als ein Mann zu mir trat, der einen in eine Decke gewickelten kleinen Jungen auf dem Arm trug. Der Reaktion der Umstehenden konnte ich entnehmen, dass der Junge sehr krank war, dem Tode nahe. Der Vater legte ihn sanft vor meinen Füßen auf den Boden und sagte: „Pater, bitten Sie doch Gott darum, meinen Sohn zu heilen!“
Noch nie im Leben hatte jemand so etwas zu mir gesagt, und ich wusste wirklich nicht, wie ich reagieren sollte. Plötzlich, wie inspiriert, dachte ich an die Krankensalbung. Ich holte mein Römisches Rituale hervor und begann, die lateinischen Gebete des „Sakraments der Letzten Ölung“ zu beten, wie es damals hieß. Ich salbte die Augen, Ohren, Nase, Lippen, Hände und Füße des Kindes. Als ich fertig war, bat ich die Menschen zu beten; nach einigen Minuten hob der Mann seinen Sohn vom Boden auf und ging heim.
Als an jenem Abend die hl. Messe begann, gab es eine große Aufregung in der Kirche, es wurde geklatscht, Gott gepriesen und die Trommeln geschlagen. Zuerst wusste ich nicht, was geschehen war, dann erkannte ich die Ursache: Derselbe Mann stand vor mir, mit einem großen, breiten Lächeln. Er sagte: „Schauen Sie, Pater, meinem Kind geht es besser. Sie haben meinen Sohn geheilt!“ Er sagte noch mehr, doch ich hörte nichts mehr. Ich war innerlich zutiefst bewegt durch dieses Zeichen, das Jesus diesen armen Menschen und einem jungen irischen Priester, der es so dringend brauchte, geschenkt hatte.
„Ich will selbst kommen und ihn gesund machen“ (Mt 8,7)
Aus dem Buch "Ich will selbst kommen" von P. Kevin Scallon
Donnerstag, 14. August 2014
Kleine Geschichten - Große Wahrheiten
Band 3 der beliebten Kurzgeschichten-Reihe von P. Pierre Lefèvre ist erschienen!
83 Kurzgeschichten, die illustrieren, was es heißt, das Vaterunser und die Sakramente im Alltag zu leben. Heilige wie Kyrill und Methodius oder der selige Frédéric Ozanam gehören ebenso zu den "Helden" der Geschichten wie Menschen aus Europa, Amerika oder Asien, die im Alltag, im Krankenhaus oder am Arbeitsplatz ihren Mann stehen.
210 Seiten, broschiert / Art.Nr.: 1405 / Preis: € 10.00
Mittwoch, 25. Juni 2014
Verborgene Quellen für die Heilung
Sr. Usha SND aus Indien, seit Jahren engagiert im Heilungsdienst, beschrieb, wie der Friede in unsere Beziehungen kommen und verwundete Erinnerungen geheilt werden können. Dabei verknüpft sie Elemente aus der Psychotherapie wirkungsvoll mit den Heilungsgaben des Heiligen Geistes. Inzwischen liegt eine Neuauflage der Kleinschrift "Verborgene Quellen für die Heilung" vor. Eine Leseprobe:
Auf unserem Lebensweg sollten wir vor allem in der Kraft des Heiligen Geistes mit Jesus gehen. Unsere Heimat ist der Himmel, wo nichts Böses existiert. Oft ist unser Weg auf Erden sehr dunkel, und wenn wir durch dieses „finstere Tal“ gehen, stoßen wir zwangsläufig mit anderen zusammen und geraten in Konflikte. Oft werden wir von unserer Umgebung nicht verstanden. Wir geben uns ehrliche Mühe, mit unseren Mitmenschen zu reden, aber unsere sprachlichen und außersprachlichen Bemühungen halten andere auf Abstand. Wir reagieren mit Erstaunen und Verwirrung, und hierdurch wird wiederum die Verständigung gestört. Als Beispiel möchte ich eine persönliche Erfahrung weitergeben:
Eine Schwester sagte etwas, womit ich mich in Gedanken sehr beschäftigte. Ich war mir dessen nicht bewusst, bis jemand anderes mich fragte: „Was ist geschehen? Du siehst so besorgt aus?“ Ich antwortete: „Nein, ich bin überhaupt nicht besorgt.“ Aber der Fragende konnte die Irritation auf meinem Gesicht sehen. Dabei beruhte alles auf einem belanglosen Ereignis:Ich ging gerade durch den Haupteingang meines Konvents hinaus und sah, dass eine andere Schwester hereinkommen wollte. Deshalb ließ ich die Tür für sie offen. Eine andere Schwester hinter mir, die nicht sehen konnte, dass jemand herein wollte, platzte heraus: „Oh, du lässt immer die Tür offen!“ Ich versuchte, ihr den Grund zu erklären, aber sie antwortete schnell: „Das ist nur deine Ausrede!“ Ich erfuhr, dass ich einer einfachen Geste wegen von der einen Person für freundlich und aufmerksam gehalten wurde, von der anderen jedoch für gedankenlos und unverantwortlich. Und dieser Person muss ich vergeben, nur so kann meine Verletzung geheilt werden. Bedingungslos zu vergeben und Vergebung zu empfangen, ist der Schlüssel, der die Tür zum inneren Frieden öffnet.Kehren wir zu der Schwester zurück, die sich über mich geärgert hatte. Sie ist eine Perfektionistin. Für sie ist eine Regel eine Regel, und jede, die sie nicht einhält, ist ungehorsam. An diesem Tag kannte sie den Grund nicht, weshalb ich die Tür offengelassen hatte; sie war in dem Moment auch nicht bereit, meine Erklärung
anzuhören und sich daraufhin mit mir zu versöhnen.
Deshalb ist der beste und schnellste Weg meiner Versöhnung, dass ich mich mit ihr in der Gegenwart des Herrn in meinem Herzen versöhne: Ich beruhige mich, sehe diese Schwester in meiner Vorstellung vor mir und sage zu ihr: „Schwester, ich vergebe dir, dass du so mit mir gesprochen hast. Du hast nicht gesehen, weshalb ich die Tür offen ließ. Deshalb vergebe ich dir.“ Es ist nicht schwierig, sich die Antwort dieser Schwester vorzustellen: „Bitte vergib mir, Sr. Usha, dass ich dich auf diese Weise verletzt habe. Aber aufgrund der Umstände war mir in diesem Moment nicht bewusst, was ich zu dir gesagt habe.“
Als ich auf diese Weise vergeben und Vergebung empfangen hatte, war ich von den negativen Gefühlen befreit. Ich bat Jesus, mich und die andere Schwester mit seinem kostbaren Blut zu heilen und freizusetzen. Durch meinen Glauben weiß ich, dass ich geheilt und freigesetzt bin. Dafür danke ich Jesus!
aus: Sr. Usha: "Verborgene Quellen für die Heilung"
Innere Heilung
Auf unserem Lebensweg sollten wir vor allem in der Kraft des Heiligen Geistes mit Jesus gehen. Unsere Heimat ist der Himmel, wo nichts Böses existiert. Oft ist unser Weg auf Erden sehr dunkel, und wenn wir durch dieses „finstere Tal“ gehen, stoßen wir zwangsläufig mit anderen zusammen und geraten in Konflikte. Oft werden wir von unserer Umgebung nicht verstanden. Wir geben uns ehrliche Mühe, mit unseren Mitmenschen zu reden, aber unsere sprachlichen und außersprachlichen Bemühungen halten andere auf Abstand. Wir reagieren mit Erstaunen und Verwirrung, und hierdurch wird wiederum die Verständigung gestört. Als Beispiel möchte ich eine persönliche Erfahrung weitergeben:
Eine Schwester sagte etwas, womit ich mich in Gedanken sehr beschäftigte. Ich war mir dessen nicht bewusst, bis jemand anderes mich fragte: „Was ist geschehen? Du siehst so besorgt aus?“ Ich antwortete: „Nein, ich bin überhaupt nicht besorgt.“ Aber der Fragende konnte die Irritation auf meinem Gesicht sehen. Dabei beruhte alles auf einem belanglosen Ereignis:Ich ging gerade durch den Haupteingang meines Konvents hinaus und sah, dass eine andere Schwester hereinkommen wollte. Deshalb ließ ich die Tür für sie offen. Eine andere Schwester hinter mir, die nicht sehen konnte, dass jemand herein wollte, platzte heraus: „Oh, du lässt immer die Tür offen!“ Ich versuchte, ihr den Grund zu erklären, aber sie antwortete schnell: „Das ist nur deine Ausrede!“ Ich erfuhr, dass ich einer einfachen Geste wegen von der einen Person für freundlich und aufmerksam gehalten wurde, von der anderen jedoch für gedankenlos und unverantwortlich. Und dieser Person muss ich vergeben, nur so kann meine Verletzung geheilt werden. Bedingungslos zu vergeben und Vergebung zu empfangen, ist der Schlüssel, der die Tür zum inneren Frieden öffnet.Kehren wir zu der Schwester zurück, die sich über mich geärgert hatte. Sie ist eine Perfektionistin. Für sie ist eine Regel eine Regel, und jede, die sie nicht einhält, ist ungehorsam. An diesem Tag kannte sie den Grund nicht, weshalb ich die Tür offengelassen hatte; sie war in dem Moment auch nicht bereit, meine Erklärung
anzuhören und sich daraufhin mit mir zu versöhnen.
Deshalb ist der beste und schnellste Weg meiner Versöhnung, dass ich mich mit ihr in der Gegenwart des Herrn in meinem Herzen versöhne: Ich beruhige mich, sehe diese Schwester in meiner Vorstellung vor mir und sage zu ihr: „Schwester, ich vergebe dir, dass du so mit mir gesprochen hast. Du hast nicht gesehen, weshalb ich die Tür offen ließ. Deshalb vergebe ich dir.“ Es ist nicht schwierig, sich die Antwort dieser Schwester vorzustellen: „Bitte vergib mir, Sr. Usha, dass ich dich auf diese Weise verletzt habe. Aber aufgrund der Umstände war mir in diesem Moment nicht bewusst, was ich zu dir gesagt habe.“
Als ich auf diese Weise vergeben und Vergebung empfangen hatte, war ich von den negativen Gefühlen befreit. Ich bat Jesus, mich und die andere Schwester mit seinem kostbaren Blut zu heilen und freizusetzen. Durch meinen Glauben weiß ich, dass ich geheilt und freigesetzt bin. Dafür danke ich Jesus!
aus: Sr. Usha: "Verborgene Quellen für die Heilung"
Donnerstag, 12. Juni 2014
Leben aus dem Heiligen Geist
Eine „dreifaltige“ Art des Betens
Da ich mit der Zeit viel betete und so viele Gnaden erlebte, dachte ich in meinem schrecklichen Stolz: „Ich weiß alles über das Gebet!“ Doch die Heiligen beschlossen, mir zu zeigen, dass dem nicht so war. Sie zeigten mir, dass es noch viele andere Arten des Betens gibt und dass sie alle beabsichtigten, mich Gott zu öffnen. Unsere heilige Mutter Maria zeigte mir eine „dreifaltige“ Art des Gebets. Sie sagte: „Es gibt noch eine Art zu beten, diese solltest du ausprobieren. Wenn du die Worte deines Gebets sprichst, denke sie gleichzeitig mit. Und während du sie denkst, lässt du sie aus deinem Herzen und deiner Seele aufsteigen.“ Ich versuchte es, aber irgendwie schaffte ich es nicht. Nachdem ich mich sehr bemüht hatte, gelang es mir schließlich, meine Worte und Gedanken zusammenzubekommen. Trotzdem spürte ich nicht dieselbe Freude wie bei anderen Gebeten. Ich konnte einfach nicht mein Herz und meine Seele in mein Gebet legen. Da erklärte mir die Gottesmutter: „Du hast etwas vergessen. Du hast den Heiligen Geist nicht gebeten, dir dabei zu helfen, aus dem Herzen und mit der Seele zu beten.“ Wie dumm ich doch war! Sofort bat ich den Heiligen Geist um Hilfe, und schon bald, mit etwas Ausdauer, gelang es: Beim Beten bildeten meine Worte, meine Gedanken und jeder Herzschlag eine Einheit mit jedem Wort. Während ich ein Wort sprach, dachte ich es auch. Und während ich das Worte dachte, fühlte ich es tief in mir. Plötzlich konnte ich meine Worte, meine Gedanken und jeden Herzschlag in jedes meiner Gebete hineinlegen. Sie wurden eins, ein vollkommener Ausdruck meiner Liebe zu Gott. Mein ganzes Wesen steckte in jedem Wort eines jeden Gebets. Ich spürte, wie die Liebe Gottes mich erfüllte, mich umgab, mich immer näher zu Ihm hinzog und – oh, wie hat Er mich emporgezogen! Es war wundervoll ...
In dieser Weise gab ich mich in jedem Gebet Gott ganz hin – durch Gottes Gnade, weil Er mich liebt und mich Seine Liebe auf neue Art durch das Gebet erfahren lassen wollte. Die Mutter Gottes erklärte: „Nun ist dein Gebet vollständig und du legst dein ganzes Wesen in einer dreifaltigen Weise hinein: physisch, d.h. mit deinen Worten, sowie mit deinem Denken und deiner Seele. Auf diese Weise erhebt deine Seele deine Worte (d.h. dein physisches Wesen) und deine Gedanken zu Gott. Deine Seele ruft die Liebe nach Ihm hinaus, und wenn du in dieser Weise betest, kommt Sein göttlicher Geist tief in dich hinein, weil du jetzt ganz nach Ihm verlangst, dich Ihm im Gebet ganz hingibst, und im Gegenzug gibt Er sich dir."
aus: Alan Ames, Leben aus dem Heiligen Geist
Mittwoch, 11. Juni 2014
Jesus lebt heute
Im Jahr 1998 kam die ursprünglich aus Indien stammende Josefsschwester Margaritha Valappila mit ihrer deutschen Mitschwester Kiliana nach Bad Soden-Salmünster, wo ihr die ehemalige Kurklinik von der Eigentümerin geschenkt wurde. Dieses Haus ist seit über zehn Jahren ein aktives Evangelisationszentrum, in dem monatlich mehr als tausend Menschen an Gebets- und Einkehrtagen oder anderen geistlichen Angeboten teilnehmen. Welche Wunder sie erlebte, schildert die Schwester in ihrem Buch Jesus lebt heute:
Bei dieser Gelegenheit wagte ich die Bemerkung, dass ich nur etwas für seinen vergänglichen Leib getan hätte, nicht aber für seine unsterbliche Seele. Sofort wurde mein Patient böse und wollte mich aus dem Zimmer werfen. Da sagte ich: „Bevor ich gehe, habe ich noch eine Frage. Was hast du gegen Gott und die Kirche?“ Aufgewühlt erzählte er: Als er aus dem Krieg zurückkam, habe er, wie viele andere, vom damaligen Pfarrer ein Grundstück haben wollen, um ein Haus zu bauen. Aber er bekam keines, und in seiner Enttäuschung habe er die Verbindung zur Kirche abgebrochen. Da nahm ich seine Hand und sagte: „Das war sicher vom Pfarrer nicht recht.“ Damit wollte ich ihn trösten. Dann fuhr ich fort: „Du weißt, dass wir alle einmal sterben müssen. Und wenn wir vor Gott stehen, wird er uns nicht fragen: Was haben die anderen gemacht? Gott wird fragen: Wo warst du, was hast du gemacht? Er macht dich nicht für die Taten des Pfarrers verantwortlich, sondern dafür, wie du reagiert hast.“ Da sah er mich mit großen Augen an und sagte ganz leise: „Hol den Pfarrer!“ Dieser kam sofort, und während er beim Kranken war, beteten dessen Frau und ich um die Bekehrung des Kranken. Nach einer Beichte mit großer Reue empfing der Kranke nach vielen Jahren die hl. Kommunion und die Krankensalbung. Am gleichen Tag starb der Mann um im Beisein von uns allen, ganz friedlich und mit Gott versöhnt. preiset den Herrn!
Ein Ausschnitt aus dem Buch "Jesus lebt heute" von Schwester Margaritha Valappila
Offizielle Homepage des Evangelisationszentrums
Bei Dir ist Vergebung
Als ich noch als junge Krankenschwester in einer Gemeinde tätig war, wurde ich zu einem Schwerkranken gerufen. Bevor ich in sein Zimmer ging, informierte mich seine Frau über seine Situation: Er lebte seit über 40 Jahren getrennt von der Kirche. Eine Woche vor meinem Besuch hatte ihn der Ortspfarrer besucht. Kaum hatte dieser das Zimmer betreten, rief ihm der Kranke zu, er wolle ihn nicht sehen, und warf eine Kaffeetasse nach ihm. Seine Frau bete darum, dass ihr betagter Mann vor seinem Tod zu Gott zurückfinden möge. Der Mann war schwach und abgemagert, hatte hohes Fieber und war sterbenskrank. Ich betete in meinem Herzen und gab ihm eine Spritze gegen das Fieber. Nach einer Stunde sah ich wieder nach ihm. Er war froh, dass es ihm etwas besser ging und war schon in der Verfassung, mir Komplimente zu machen.Bei dieser Gelegenheit wagte ich die Bemerkung, dass ich nur etwas für seinen vergänglichen Leib getan hätte, nicht aber für seine unsterbliche Seele. Sofort wurde mein Patient böse und wollte mich aus dem Zimmer werfen. Da sagte ich: „Bevor ich gehe, habe ich noch eine Frage. Was hast du gegen Gott und die Kirche?“ Aufgewühlt erzählte er: Als er aus dem Krieg zurückkam, habe er, wie viele andere, vom damaligen Pfarrer ein Grundstück haben wollen, um ein Haus zu bauen. Aber er bekam keines, und in seiner Enttäuschung habe er die Verbindung zur Kirche abgebrochen. Da nahm ich seine Hand und sagte: „Das war sicher vom Pfarrer nicht recht.“ Damit wollte ich ihn trösten. Dann fuhr ich fort: „Du weißt, dass wir alle einmal sterben müssen. Und wenn wir vor Gott stehen, wird er uns nicht fragen: Was haben die anderen gemacht? Gott wird fragen: Wo warst du, was hast du gemacht? Er macht dich nicht für die Taten des Pfarrers verantwortlich, sondern dafür, wie du reagiert hast.“ Da sah er mich mit großen Augen an und sagte ganz leise: „Hol den Pfarrer!“ Dieser kam sofort, und während er beim Kranken war, beteten dessen Frau und ich um die Bekehrung des Kranken. Nach einer Beichte mit großer Reue empfing der Kranke nach vielen Jahren die hl. Kommunion und die Krankensalbung. Am gleichen Tag starb der Mann um im Beisein von uns allen, ganz friedlich und mit Gott versöhnt. preiset den Herrn!
Ein Ausschnitt aus dem Buch "Jesus lebt heute" von Schwester Margaritha Valappila
Offizielle Homepage des Evangelisationszentrums
Donnerstag, 5. Juni 2014
Eintauchen in die Esoterik
Wieder einmal ein kurzer Auszug aus dem Buch "GEFÄHRLICHE MEDITATION" von Renate Frommeyer
Die Autorin, die 20 Jahre in der Esoterik-Szene gefangen war, berichtet, wie sie durch Yoga zur Transzendentalen Meditation kam, wie sie als Geistheilerin erfolgreich wirkte, wie sie von Gurus und der Götzin Meera abhängig wurde und Gesundheit, Familie und Vermögen aufs Spiel setzte. Ein spannender, informativer und wahrer Insiderbericht, der warnen und Hilfe aufzeigen möchte.
Getrieben von einer tiefen unbewussten Unerfülltheit probierten wir – wie fast alle TM-Praktizierenden – zusätzlich mehr oder weniger intensiv alle möglichen esoterischen und okkulten Praktiken und Heilmethoden aus, z.B. Astrologie, Reiki, Pendeln, Rutengehen, Bach-Blütentropfen, Homöopathie und vieles andere mehr. So legte ich mir vor dem morgentlichen Meditationsprogramm erst einmal die Tarot-Karten und schaute in dem Buch Yì Jīng * nach, was der Tag mir wohl bringen werde. Unter den Meditierenden kursierten auch Namen und Anschriften verschiedener Medien, Wahrsager und Hellseher. Wie fast alle unsere Bekannten aus der Szene fuhren auch wir überall hin. Wir ließen uns beraten, besprechen, „heilen“ sowie die Vergangenheit und die Zukunft weissagen. Sogenannte Hellseher erzählten uns, wer oder was wir in früheren Leben gewesen sein sollten.
Von einem uns bekannten Mädchen wurde behauptet, es sei das Kind gewesen, welches Jesus in die Mitte der Apostel gestellt habe. Ich selbst bildete mir ein, dass ich unter anderem Kleopatra gewesen sei; alle hatten ähnliche kuriose Vorstellungen.
Wenn ich darüber Zeugnis gebe, fällt es vielen Menschen schwer, das zu verstehen. Wir lebten in einer Scheinwelt, einer absolut illusionären Szene. Nach unserer Be-kehrung erkannten wir, dass wir weder mit den Füßen auf dem Boden der Realität, noch mit dem Kopf und der Seele bei Gott waren. Heute wissen wir: Unsere Seele stammt von dem Dreifaltigen Gott, dem Vater, Sohn und Heiligen Geist. Auf ihn hin ist sie für die Ewigkeit ausgerichtet. Sie sehnt sich nach dem einen wahren Gott, deshalb können ihr all die tausenderlei esoterischen Praktiken und Gurus keine Erfüllung bringen. So irrt die Seele immer weiter, auf der Suche nach dem wahren Glück. Auch unser jahrzehntelanger Weg in der Esoterik war eigentlich eine Suche nach Gott.
Während dieser Zeit machten wir erstaunliche und teils gefährliche Erfahrungen. Mehrmals bin ich z.B. aus meinem Körper ausgestiegen. Dies geschah immer, wenn ich an mehrwöchigen Intensivkursen teilnahm. Das erste Mal lag ich nach dem Meditationsprogramm zur Entspannung auf meinem Bett. Auf einmal spürte ich, wie mein Bewusstsein wie ein feiner Faden aus meinem Kopf herausgezogen wurde. Von der Zimmerdecke herab sah ich meinen Körper auf dem Bett liegen. Da meine Kinder während dieses Kurses bei Verwandten untergebracht waren, kam mir der Gedanke, dass ich sie jetzt eigentlich besuchen könnte. In diesem Augenblick überkam mich jedoch Angst bei der Vorstellung, welchen Geistern ich dabei wohl begegnen würde. Im gleichen Moment zog es mich zurück in meinen Körper.
Das zweite Mal machte ich diese Erfahrung während eines mehrwöchigen Kurses, in dem wir durch stundenlanges Meditieren auf die Einweihung in die Flugtechnik vorbereitet wurden. Während ich meditierend auf meinem Bett saß, fühlte ich, dass mein Bewusstsein aus dem Körper gezogen wurde. Ich befand mich weit oben in der Luft, eine unbeschreibliche Leichtigkeit und Freiheit erfüllte mich. Beim Anblick meines Körpers dachte ich: „In diesen Betonklotz gehe ich nie wieder zurück!“ Im gleichen Moment hatte ich den Eindruck, folgende Worte zu hören: „Wo im ganzen Universum willst du dich verstecken, um am Schicksal dieser Erde nicht beteiligt zu sein?“
Da ich zu erkennen glaubte, dass es für mich nirgendwo einen Flucht- oder Rückzugsort geben würde von meiner Erdenaufgabe, unter der ich damals die Verwirklichung der Ziele der TM und ihres Gründers Maharishi verstand, kehrte ich im gleichen Augenblick wieder in meinen Körper zurück. All dies geschieht in Gedankenschnelle. Kaum entsteht ein Impuls, ist er auch schon umgesetzt.
Mein Mann machte ähnliche Erfahrungen. Er fand sich oft im Weltraum wieder, wobei er dieses Losgelöstsein als beglückende Freiheit empfand. Anders als bei Nahtoderfahrungen von Christen kamen wir nicht geläutert oder mit einer tiefen Sehnsucht nach Gott erfüllt zurück. In der TM-Szene ist es vorgekommen, dass Menschen nicht wieder in ihren Körper zurückfanden und starr liegen blieben. In diesem Zustand wurden sie zu MMY in die Schweiz gefahren. Ich weiß nicht, was dort mit diesen Menschen geschah. Da wir ein absolutes Vertrauen zu dem Guru hatten, haben wir niemals nachgefragt.
In dieser Zeit übte ich auch einen Sprachengesang aus, doch betete nicht der Heilige Geist in mir (vgl. Röm 8,26), sondern die Geister der Unterwelt. Nach der Bekehrung schauderte es uns, wenn dieser esoterische Gesang mir noch einmal über die Lippen kam. Auf meine Bitte hin schenkte Gott mir dann ein christliches Sprachengebet, in dem ich ihn als den Schöpfer allen Seins lobe und preise. Wir haben erkannt, dass Satan wirklich der Affe Gottes ist und alles nachzuahmen versucht. Wenn wir ihm nur einen kleinen Spalt unserer Seele öffnen, nimmt er nach und nach immer mehr Raum ein, bis er die Seele ganz besetzt hat.
Ein geflügeltes Wort in der Meditations-Szene lautet: „Wir sind eben offen für alles.“ Und auf diese Offenheit waren wir stolz. Später sagte mir einmal ein Priester: „Wer offen ist für alles, der kann nicht ganz dicht sein!“ Diese Erkenntnis wurde wohl auch dem Akademieleiter zuteil, der als TM-Lehrer viele Menschen in die Praxis der TM eingeführt hatte. Für uns alle ganz überraschend verließ er nach etwa drei Jahren plötzlich die Akademie, um in ein Priesterseminar einzutreten. Heute ist er Priester und ein bekannter christlicher Autor, der eine bestimmte Gebetsweise in Seminaren vermittelt und in vielen christlichen Medien präsent ist.
Die Akademie wurde von der TM-Bewegung übernommen und unter wechselnder Leitung weitergeführt. Man riss alte Gebäude ab, andere wurden umgebaut für weitere Aktivitäten im Geiste der TM. Inzwischen musste Insolvenz angemelden werden.
(...)
*Das Yì Jīng (I Ging) ist der älteste Text der chinesischen Klassik (10. bis 8. Jh. v. Chr., der Kommentar stammt aus dem 4. bis 2. Jh. v. Chr.). Es heißt soviel wie „Buch der Wandlungen“ und enthält Zeichnungen (Hexagramme) und zugeordnete kommentierte Sprüche, die als Orakel dienen.
Auszug aus dem Buch "GEFÄHRLICHE MEDITATION" von Renate Frommeyer, erhältlich beim Miriam Verlag
Die Autorin, die 20 Jahre in der Esoterik-Szene gefangen war, berichtet, wie sie durch Yoga zur Transzendentalen Meditation kam, wie sie als Geistheilerin erfolgreich wirkte, wie sie von Gurus und der Götzin Meera abhängig wurde und Gesundheit, Familie und Vermögen aufs Spiel setzte. Ein spannender, informativer und wahrer Insiderbericht, der warnen und Hilfe aufzeigen möchte.
Getrieben von einer tiefen unbewussten Unerfülltheit probierten wir – wie fast alle TM-Praktizierenden – zusätzlich mehr oder weniger intensiv alle möglichen esoterischen und okkulten Praktiken und Heilmethoden aus, z.B. Astrologie, Reiki, Pendeln, Rutengehen, Bach-Blütentropfen, Homöopathie und vieles andere mehr. So legte ich mir vor dem morgentlichen Meditationsprogramm erst einmal die Tarot-Karten und schaute in dem Buch Yì Jīng * nach, was der Tag mir wohl bringen werde. Unter den Meditierenden kursierten auch Namen und Anschriften verschiedener Medien, Wahrsager und Hellseher. Wie fast alle unsere Bekannten aus der Szene fuhren auch wir überall hin. Wir ließen uns beraten, besprechen, „heilen“ sowie die Vergangenheit und die Zukunft weissagen. Sogenannte Hellseher erzählten uns, wer oder was wir in früheren Leben gewesen sein sollten.
Von einem uns bekannten Mädchen wurde behauptet, es sei das Kind gewesen, welches Jesus in die Mitte der Apostel gestellt habe. Ich selbst bildete mir ein, dass ich unter anderem Kleopatra gewesen sei; alle hatten ähnliche kuriose Vorstellungen.
Wenn ich darüber Zeugnis gebe, fällt es vielen Menschen schwer, das zu verstehen. Wir lebten in einer Scheinwelt, einer absolut illusionären Szene. Nach unserer Be-kehrung erkannten wir, dass wir weder mit den Füßen auf dem Boden der Realität, noch mit dem Kopf und der Seele bei Gott waren. Heute wissen wir: Unsere Seele stammt von dem Dreifaltigen Gott, dem Vater, Sohn und Heiligen Geist. Auf ihn hin ist sie für die Ewigkeit ausgerichtet. Sie sehnt sich nach dem einen wahren Gott, deshalb können ihr all die tausenderlei esoterischen Praktiken und Gurus keine Erfüllung bringen. So irrt die Seele immer weiter, auf der Suche nach dem wahren Glück. Auch unser jahrzehntelanger Weg in der Esoterik war eigentlich eine Suche nach Gott.
Während dieser Zeit machten wir erstaunliche und teils gefährliche Erfahrungen. Mehrmals bin ich z.B. aus meinem Körper ausgestiegen. Dies geschah immer, wenn ich an mehrwöchigen Intensivkursen teilnahm. Das erste Mal lag ich nach dem Meditationsprogramm zur Entspannung auf meinem Bett. Auf einmal spürte ich, wie mein Bewusstsein wie ein feiner Faden aus meinem Kopf herausgezogen wurde. Von der Zimmerdecke herab sah ich meinen Körper auf dem Bett liegen. Da meine Kinder während dieses Kurses bei Verwandten untergebracht waren, kam mir der Gedanke, dass ich sie jetzt eigentlich besuchen könnte. In diesem Augenblick überkam mich jedoch Angst bei der Vorstellung, welchen Geistern ich dabei wohl begegnen würde. Im gleichen Moment zog es mich zurück in meinen Körper.
Das zweite Mal machte ich diese Erfahrung während eines mehrwöchigen Kurses, in dem wir durch stundenlanges Meditieren auf die Einweihung in die Flugtechnik vorbereitet wurden. Während ich meditierend auf meinem Bett saß, fühlte ich, dass mein Bewusstsein aus dem Körper gezogen wurde. Ich befand mich weit oben in der Luft, eine unbeschreibliche Leichtigkeit und Freiheit erfüllte mich. Beim Anblick meines Körpers dachte ich: „In diesen Betonklotz gehe ich nie wieder zurück!“ Im gleichen Moment hatte ich den Eindruck, folgende Worte zu hören: „Wo im ganzen Universum willst du dich verstecken, um am Schicksal dieser Erde nicht beteiligt zu sein?“
Da ich zu erkennen glaubte, dass es für mich nirgendwo einen Flucht- oder Rückzugsort geben würde von meiner Erdenaufgabe, unter der ich damals die Verwirklichung der Ziele der TM und ihres Gründers Maharishi verstand, kehrte ich im gleichen Augenblick wieder in meinen Körper zurück. All dies geschieht in Gedankenschnelle. Kaum entsteht ein Impuls, ist er auch schon umgesetzt.
Mein Mann machte ähnliche Erfahrungen. Er fand sich oft im Weltraum wieder, wobei er dieses Losgelöstsein als beglückende Freiheit empfand. Anders als bei Nahtoderfahrungen von Christen kamen wir nicht geläutert oder mit einer tiefen Sehnsucht nach Gott erfüllt zurück. In der TM-Szene ist es vorgekommen, dass Menschen nicht wieder in ihren Körper zurückfanden und starr liegen blieben. In diesem Zustand wurden sie zu MMY in die Schweiz gefahren. Ich weiß nicht, was dort mit diesen Menschen geschah. Da wir ein absolutes Vertrauen zu dem Guru hatten, haben wir niemals nachgefragt.
In dieser Zeit übte ich auch einen Sprachengesang aus, doch betete nicht der Heilige Geist in mir (vgl. Röm 8,26), sondern die Geister der Unterwelt. Nach der Bekehrung schauderte es uns, wenn dieser esoterische Gesang mir noch einmal über die Lippen kam. Auf meine Bitte hin schenkte Gott mir dann ein christliches Sprachengebet, in dem ich ihn als den Schöpfer allen Seins lobe und preise. Wir haben erkannt, dass Satan wirklich der Affe Gottes ist und alles nachzuahmen versucht. Wenn wir ihm nur einen kleinen Spalt unserer Seele öffnen, nimmt er nach und nach immer mehr Raum ein, bis er die Seele ganz besetzt hat.
Ein geflügeltes Wort in der Meditations-Szene lautet: „Wir sind eben offen für alles.“ Und auf diese Offenheit waren wir stolz. Später sagte mir einmal ein Priester: „Wer offen ist für alles, der kann nicht ganz dicht sein!“ Diese Erkenntnis wurde wohl auch dem Akademieleiter zuteil, der als TM-Lehrer viele Menschen in die Praxis der TM eingeführt hatte. Für uns alle ganz überraschend verließ er nach etwa drei Jahren plötzlich die Akademie, um in ein Priesterseminar einzutreten. Heute ist er Priester und ein bekannter christlicher Autor, der eine bestimmte Gebetsweise in Seminaren vermittelt und in vielen christlichen Medien präsent ist.
Die Akademie wurde von der TM-Bewegung übernommen und unter wechselnder Leitung weitergeführt. Man riss alte Gebäude ab, andere wurden umgebaut für weitere Aktivitäten im Geiste der TM. Inzwischen musste Insolvenz angemelden werden.
(...)
*Das Yì Jīng (I Ging) ist der älteste Text der chinesischen Klassik (10. bis 8. Jh. v. Chr., der Kommentar stammt aus dem 4. bis 2. Jh. v. Chr.). Es heißt soviel wie „Buch der Wandlungen“ und enthält Zeichnungen (Hexagramme) und zugeordnete kommentierte Sprüche, die als Orakel dienen.
Auszug aus dem Buch "GEFÄHRLICHE MEDITATION" von Renate Frommeyer, erhältlich beim Miriam Verlag
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Freitag, 30. Mai 2014
Lebenslinie - Warum ich keine Abtreibungsklinik mehr leite
Buchvorstellung
Die Amerikanerin Abby Johnson (* 1980) studiert noch, als sie auf dem Campus ihrer Universität in Bryan, Texas zum ersten Mal in Kontakt kommt mit Planned Parenthood, der weltweit größten Abtreibungsorganisation. Sie glaubt den falschen Worten einer Planned Parenthood-Vertreterin, die Non-profit-Organisation verfolge das Ziel, Frauen in Not qualifizierte medizinische Hilfe anzubieten und sie umfassend über Empfängnisverhütung zu informieren, um somit die Zahl der Abtreibungen zu verringern. Die hilfsbereite, aber leichtgläubige Abby ist gleich begeistert und lässt sich zunächst als ehrenamtliche Helferin anwerben. Sie begleitet abtreib
ungswillige Frauen auf dem Weg in die Klinik und schützt sie vor aggressiven Abtreibungsgegnern, die sich vor der Klinik positioniert haben. Da Abby sehr engagiert und kompetent ist, macht sie bei Planned Parenthood schnell Karriere. Bereits nach wenigen Jahren übernimmt sie die Leitung der Klinik in Bryan.
Aber plötzlich bekommt sie an ihrer Arbeit und ihrem Arbeitgeber Zweifel. Die Zentrale von Planned Parenthood verlangt von ihr, dass sie die Zahl der Abtreibungen in ihrer Klinik aus wirtschaftlichen Gründen erhöhen müsse. Abby ist entsetzt, laufen doch diese Anweisungen den ethischen Zielen, für die Planned Parenthood zu stehen immer vorgab, zuwider. Endgültig gehen der jungen Klinikleiterin die Augen auf, als sie eines Tages aufgefordert wird, bei einer Abtreibung zu assistieren. Jetzt erkennt sie, was Abtreibung wirklich ist: die Tötung eines unschuldigen Lebewesens. Abby kündigt ihren gutdotierten Job und wechselt die Fronten. Sie sucht jetzt selbst Hilfe bei den Pro-Life Aktivisten, die sie selbst jahrelang bekämpft hatte, die aber immer für ihre Bekehrung gebetet haben. Aber Planned Parenthood gibt nicht so schnell auf. Die mächtige Organisation hat Angst, dass Abby ihre Erfahrungen publik macht und der Pro-choice-Sache schadet und droht, sie und ihre neuen Freunde von der Pro-Life Bewegung mit Klagen zu überziehen.Dieses Buch, geschrieben von einer Planned Parenthood-Insiderin – Abby Johnson wurde noch 2009 als Angestellte des Jahres ausgezeichnet! – ermöglicht einen bisher einmaligen Blick hinter die Kulissen dieser weltweit größten Organisation, die sich für das Recht von Frauen auf Abtreibung einsetzt. Es deckt die Strukturen, Methoden und die wahren Ziele von Planned Parenthood auf, die eben n i c h t in einer Reduzierung der Abtreibungszahlen bestehen. Dabei verzichtet die Autorin auf eine pauschale Verurteilung aller Planned Parenthood – Angestellten. Sie setzt sich vielmehr kritisch mit beiden Lagern – Pro-Choice – Vertretern und Pro-Life – Aktivisten – auseinander, und deckt die Schwächen auf beiden Seiten auf. Radikale, zu Gewalt tendierende Abtreibungsgegner werden bei der Lektüre dieses Buches keinen Rückenwind verspüren. Ebenso findet keine moralisierende Herabsetzung von Frauen statt, die sich für eine Abtreibung entschieden haben. Sehr einfühlsam geht Abby Johnson, die selbst zwei ihrer Kinder abgetrieben hat, mit diesem sensiblen Thema um. – Ein Buch, das trotz der ernsten Thematik unterhält und überzeugend für den Schutz eines jeden Lebens eintritt, ob geboren oder ungeboren! Heute arbeitet Abby Johnson für „Live Action“, einer Pro-Life - Organisation. Ostern 2011 trat sie in die Katholische Kirche ein.
Das Buch können Sie hier beziehen
Mittwoch, 28. Mai 2014
"Unser Leben soll Liebe sein..."
Alan Ames spricht in Ingolstadt
Ein Bericht anlässlich des Gebetstreffens
am 14. Mai 2014
Nach der Hl. Messe freute sich Alan Ames, hervorragend übersetzt von Beatrix Zureich, nach zehn Jahren wieder einmal in St. Josef zu Gast sein zu dürfen und bedankte sich bei Ortspfarrer Dr. Josef Schierl, und dafür, dass "Sie alle gekommen sind". Der gebürtige Engländer und heutige Australier, Vater von zwei Kindern, erzählte kurz seinen persönlichen Werdegang, wie Gott ihn aus einem Leben voller Dunkelheiten in sein wunderbares Licht gerufen habe. Er erklärte, dass die Heilung bereits in der Heiligen Messe beginne, das "allergrößte Heilungsgebet, denn Gott, der Arzt, erfüllt uns mit sich selbst, mit seiner heilenden Liebe". Der Evangelist betonte auch die Wichtigkeit einer guten Beichte, wofür an diesem Abend 7 Priester bereitstanden.
Unser Leben soll Liebe sein
Gern nahmen die Gläubigen den Einzelsegen mit Gebet um Heilung in Anspruch.
Daniela Hieke
(Herzlichen Dank an Frau Hieke für Ihren Gastbeitrag!)
Freitag, 23. Mai 2014
Weg und Ziel der dunklen Mächte
Ausschnitt aus dem Buch GEFÄHRLICHE MEDITATION von Renate Frommeyer
„Gebt Acht, dass euch niemand mit seiner Philosophie und falschen Lehre verführt, die sich nur auf menschliche Überlieferungen stützen und sich auf die Elementarmächte der Welt, nicht auf Christus, berufen. Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes“ (Kol 2,8–9).
Was verbirgt sich hinter der geistigen Idee der Esoterik, des Okkultismus und des Spiritismus? Welches Ziel verfolgen die Mächte, die dazu verleiten, und inwiefern widerspricht diese Idee dem christlichen Glauben und der Lehre der Kirche? Laut Lexikon bedeutet Esoterik „Geheimlehre“, etwas, das nur für Eingeweihte zugänglich ist. Okkultismus heißt ebenfalls: geheim, verborgen. Der Okkultismus ist die Lehre von übersinnlichen Wahrnehmungen übernatürlicher Kräfte und Erscheinungen.
Inzwischen ist dieses sogenannte Geheimgut zum Allgemeingut geworden. Als mein Mann und ich vor etwa 35 Jahren mit der Praxis von Yoga und Meditation begannen, galten wir als Exoten und äußerst verdächtig. Inzwischen ist es fast umgekehrt. Als bekennende Katholiken halten uns die meisten Leute für extrem, fundamentalistisch, zurückgeblieben und im besten Falle für lächerlich. Dagegen ist Esoterik „in“, sie wird in Kindergärten, Schulen, Familienbildungsstätten aller Konfessionen, Arzt- und Massagepraxen, Rehakliniken, Firmen und bis in die christlichen Gemeindezentren und Ordensgemeinschaften hinein praktiziert. Wie tödlicher Nebel durchdringt dieses Gedankengut allmählich beinahe jeden Bereich menschlichen Lebens.
In der heutigen Zeit versucht der Widersacher Gottes, dessen Existenz als Person wir zur Kenntnis nehmen müssen, die vollkommene Herrschaft über die Menschheit anzutreten und Gottes Geist in ihr auszulöschen. Doch er und seine Helfershelfer, all die bösen Geister, können nur eindringen, wenn sie geöffnete Türen vorfinden. Der Böse versteht es sehr gut, mit der Unwissenheit, Ignoranz und Blindheit der Menschen zu spielen, und er weiß, wie er in die Seele, in den Geist eines Menschen oder in eine ganze Gruppe eindringen kann, ohne dass man diese zerstörerische Komplizenschaft gesucht hätte, ja, ohne es überhaupt zu bemerken!
Der Böse sucht in uns als ersten Komplizen den Mangel an geistlicher Kompetenz, diesen Mangel an Liebe zur Wahrheit. Unwissenheit und Blindheit führen oft zu geistlicher Taubheit. Das Ziel des Bösen, ja geradezu seine „Berufung“ ist es zu zerstören, auseinanderzutreiben, zu tiefem Ungleichgewicht zu führen und die Liebesfähigkeit, die Harmonie in der Beziehung zwischen Gott und Mensch sowie zu den Mitmenschen zu zerstören, um Seelen zu gewinnen. Ein vom Bösen infiltrierter Mensch wird nach einiger Zeit ein inneres "Handicap" spüren, oft als Konsequenz bestimmter Praktiken, die dem immer heftigeren Eindringen des Bösen die Tür öffnen und den Menschen zu einem Gefangenen machen. Die Folgen sind ein zunehmendes Sich-Verschließen gegenüber der Außenwelt, innere Ängste oder Verhärtungen.
Alle esoterischen und okkulten Praktiken sowie die dahinterstehenden Ideologien bis hin zum Satanismus sollen zu einem neuen Zeitalter, dem „New Age“, hinführen. Allen diesen Richtungen liegt der Selbsterlösungsgedanke zugrunde. Das angegebene Ziel soll entweder die Auflösung der Individualität in das höhere Selbst oder die Vergöttlichung des Menschen sein. Der Ursprung all dieser Praktiken ist die Rebellion gegen Gott. Gerade in der jetzigen Zeit, in der die feindlichen Mächte und Gewalten uns von dem wahren Gott trennen wollen, sollten wir als Christen ausschließlich auf die einzig sichere Karte setzen: auf das Wort Gottes und den Namen Jesus Christus.
In 1 Tim 4,1–3 lesen wir: „In späteren Zeiten werden manche vom Glauben abfallen. Sie werden sich betrügerischen Geistern und den Lehren von Dämonen zuwenden, getäuscht von heuchlerischen Lügnern, deren Gewissen gebrandmarkt ist.“ Jesus sagte deutlich: „Viele falsche Propheten werden auftreten und sie werden viele irreführen, und weil die Missachtung von Gottes Gesetz überhandnimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten.“
„Wenn dann jemand zu euch sagt: Seht, hier ist der Messias!, oder: Da ist er!, so glaubt es nicht. Denn es wird mancher falsche Messias und mancher falscher Prophet auftreten und sie werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten irrezuführen“ (Mt 24,11–12, 23–24).
Ich selbst kann mich daran erinnern, dass damals in der Esoterikszene weltweit immer wieder bekanntgegeben wurde: „Jetzt taucht der Christus auf “, der auch Maitreya genannt wurde. Einmal sollte dies in London geschehen. Zu der angegebenen Zeit sammelten sich dort Scharen von Reportern und erwartungsvollen Menschen. Das einzige aber, was man zu sehen bekam, war eine Person, die plötzlich von irgendwoher gekommen war, sich schnell wieder entfernte und verschwand. Dies wiederholte sich mehrmals, und wir können daraus erkennen, wie wörtlich Jesu Aussage zu nehmen ist!
In der esoterischen Szene wird viel von Liebe, Frieden und einer zukünftigen paradiesischen Welt gesprochen. Tatsächlich geht es aber immer um das eigene Ego. Ich habe einmal an einem Kurs teilgenommen, der bezeichnenderweise hieß: Me, Myself and I – Ich, Ich und wieder Ich! Viele dieser esoterischen und okkulten Praktiken und Methoden scheinen immer wieder Erfolge sowie Heilungen bis zu scheinbaren Wundern aufzuweisen, wie ich es selbst bei meinen Behandlungen als Geistheilerin erlebt habe. Diese Art von Heilungen sind jedoch nicht von Dauer und verlangen einen hohen Preis. So geheilte Menschen erkranken meist nach kurzer Zeit an anderen Stellen des Körpers. Außerdem werden sie durch diese Art von Behandlung geistig massiv belastet. Satan kann nicht wirklich heilen, so wie er auch kein Leben schaffen kann. Dies kann nur Gott, unser Schöpfer.
Dr. Samuel Pfeifer, Chefarzt einer Psychiatrischen Klinik, schreibt in seinem Buch Gesundheit um jeden Preis: „Unchristlicher Glaube an geistige Kräfte öffnet diesen Tür und Tor. Dann verselbständigen sie sich, so dass sie die Macht über uns übernehmen und uns binden können.“ Geschieht eine Heilung, dann wird behauptet: „Aha, es hat funktioniert, also muss es gut sein und von Gott kommen.“ Oder man segnet esoterische Mittel, z. B. Bach-Blütentropfen, im Namen Jesu und meint, damit wären diese Mittel frei von negativen Wirkungen. Ein Pater meint dazu recht drastisch: „Mist bleibt Mist!“ Pater Clemens Pilar wird in einem Gespräch mit mir noch deutlicher: „Selbst wenn man Porno segnet, bleibt es Porno.“
Die Autorin, die 20 Jahre in der Esoterik-Szene gefangen war, berichtet, wie sie durch Yoga zur Transzendentalen Meditation kam, wie sie als Geistheilerin erfolgreich wirkte, wie sie von Gurus und der Götzin Meera abhängig wurde und Gesundheit, Familie und Vermögen aufs Spiel setzte. Ein spannender, informativer und wahrer Insiderbericht, der warnen und Hilfe aufzeigen möchte.
Das Buch ist beim Miriam-Verlag erhältlich:
GEFÄHRLICHE MEDITATION von Renate Frommeyer
„Gebt Acht, dass euch niemand mit seiner Philosophie und falschen Lehre verführt, die sich nur auf menschliche Überlieferungen stützen und sich auf die Elementarmächte der Welt, nicht auf Christus, berufen. Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes“ (Kol 2,8–9).
Was verbirgt sich hinter der geistigen Idee der Esoterik, des Okkultismus und des Spiritismus? Welches Ziel verfolgen die Mächte, die dazu verleiten, und inwiefern widerspricht diese Idee dem christlichen Glauben und der Lehre der Kirche? Laut Lexikon bedeutet Esoterik „Geheimlehre“, etwas, das nur für Eingeweihte zugänglich ist. Okkultismus heißt ebenfalls: geheim, verborgen. Der Okkultismus ist die Lehre von übersinnlichen Wahrnehmungen übernatürlicher Kräfte und Erscheinungen.
Inzwischen ist dieses sogenannte Geheimgut zum Allgemeingut geworden. Als mein Mann und ich vor etwa 35 Jahren mit der Praxis von Yoga und Meditation begannen, galten wir als Exoten und äußerst verdächtig. Inzwischen ist es fast umgekehrt. Als bekennende Katholiken halten uns die meisten Leute für extrem, fundamentalistisch, zurückgeblieben und im besten Falle für lächerlich. Dagegen ist Esoterik „in“, sie wird in Kindergärten, Schulen, Familienbildungsstätten aller Konfessionen, Arzt- und Massagepraxen, Rehakliniken, Firmen und bis in die christlichen Gemeindezentren und Ordensgemeinschaften hinein praktiziert. Wie tödlicher Nebel durchdringt dieses Gedankengut allmählich beinahe jeden Bereich menschlichen Lebens.
In der heutigen Zeit versucht der Widersacher Gottes, dessen Existenz als Person wir zur Kenntnis nehmen müssen, die vollkommene Herrschaft über die Menschheit anzutreten und Gottes Geist in ihr auszulöschen. Doch er und seine Helfershelfer, all die bösen Geister, können nur eindringen, wenn sie geöffnete Türen vorfinden. Der Böse versteht es sehr gut, mit der Unwissenheit, Ignoranz und Blindheit der Menschen zu spielen, und er weiß, wie er in die Seele, in den Geist eines Menschen oder in eine ganze Gruppe eindringen kann, ohne dass man diese zerstörerische Komplizenschaft gesucht hätte, ja, ohne es überhaupt zu bemerken!
Der Böse sucht in uns als ersten Komplizen den Mangel an geistlicher Kompetenz, diesen Mangel an Liebe zur Wahrheit. Unwissenheit und Blindheit führen oft zu geistlicher Taubheit. Das Ziel des Bösen, ja geradezu seine „Berufung“ ist es zu zerstören, auseinanderzutreiben, zu tiefem Ungleichgewicht zu führen und die Liebesfähigkeit, die Harmonie in der Beziehung zwischen Gott und Mensch sowie zu den Mitmenschen zu zerstören, um Seelen zu gewinnen. Ein vom Bösen infiltrierter Mensch wird nach einiger Zeit ein inneres "Handicap" spüren, oft als Konsequenz bestimmter Praktiken, die dem immer heftigeren Eindringen des Bösen die Tür öffnen und den Menschen zu einem Gefangenen machen. Die Folgen sind ein zunehmendes Sich-Verschließen gegenüber der Außenwelt, innere Ängste oder Verhärtungen.
Alle esoterischen und okkulten Praktiken sowie die dahinterstehenden Ideologien bis hin zum Satanismus sollen zu einem neuen Zeitalter, dem „New Age“, hinführen. Allen diesen Richtungen liegt der Selbsterlösungsgedanke zugrunde. Das angegebene Ziel soll entweder die Auflösung der Individualität in das höhere Selbst oder die Vergöttlichung des Menschen sein. Der Ursprung all dieser Praktiken ist die Rebellion gegen Gott. Gerade in der jetzigen Zeit, in der die feindlichen Mächte und Gewalten uns von dem wahren Gott trennen wollen, sollten wir als Christen ausschließlich auf die einzig sichere Karte setzen: auf das Wort Gottes und den Namen Jesus Christus.
In 1 Tim 4,1–3 lesen wir: „In späteren Zeiten werden manche vom Glauben abfallen. Sie werden sich betrügerischen Geistern und den Lehren von Dämonen zuwenden, getäuscht von heuchlerischen Lügnern, deren Gewissen gebrandmarkt ist.“ Jesus sagte deutlich: „Viele falsche Propheten werden auftreten und sie werden viele irreführen, und weil die Missachtung von Gottes Gesetz überhandnimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten.“
„Wenn dann jemand zu euch sagt: Seht, hier ist der Messias!, oder: Da ist er!, so glaubt es nicht. Denn es wird mancher falsche Messias und mancher falscher Prophet auftreten und sie werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten irrezuführen“ (Mt 24,11–12, 23–24).
Ich selbst kann mich daran erinnern, dass damals in der Esoterikszene weltweit immer wieder bekanntgegeben wurde: „Jetzt taucht der Christus auf “, der auch Maitreya genannt wurde. Einmal sollte dies in London geschehen. Zu der angegebenen Zeit sammelten sich dort Scharen von Reportern und erwartungsvollen Menschen. Das einzige aber, was man zu sehen bekam, war eine Person, die plötzlich von irgendwoher gekommen war, sich schnell wieder entfernte und verschwand. Dies wiederholte sich mehrmals, und wir können daraus erkennen, wie wörtlich Jesu Aussage zu nehmen ist!
In der esoterischen Szene wird viel von Liebe, Frieden und einer zukünftigen paradiesischen Welt gesprochen. Tatsächlich geht es aber immer um das eigene Ego. Ich habe einmal an einem Kurs teilgenommen, der bezeichnenderweise hieß: Me, Myself and I – Ich, Ich und wieder Ich! Viele dieser esoterischen und okkulten Praktiken und Methoden scheinen immer wieder Erfolge sowie Heilungen bis zu scheinbaren Wundern aufzuweisen, wie ich es selbst bei meinen Behandlungen als Geistheilerin erlebt habe. Diese Art von Heilungen sind jedoch nicht von Dauer und verlangen einen hohen Preis. So geheilte Menschen erkranken meist nach kurzer Zeit an anderen Stellen des Körpers. Außerdem werden sie durch diese Art von Behandlung geistig massiv belastet. Satan kann nicht wirklich heilen, so wie er auch kein Leben schaffen kann. Dies kann nur Gott, unser Schöpfer.
Dr. Samuel Pfeifer, Chefarzt einer Psychiatrischen Klinik, schreibt in seinem Buch Gesundheit um jeden Preis: „Unchristlicher Glaube an geistige Kräfte öffnet diesen Tür und Tor. Dann verselbständigen sie sich, so dass sie die Macht über uns übernehmen und uns binden können.“ Geschieht eine Heilung, dann wird behauptet: „Aha, es hat funktioniert, also muss es gut sein und von Gott kommen.“ Oder man segnet esoterische Mittel, z. B. Bach-Blütentropfen, im Namen Jesu und meint, damit wären diese Mittel frei von negativen Wirkungen. Ein Pater meint dazu recht drastisch: „Mist bleibt Mist!“ Pater Clemens Pilar wird in einem Gespräch mit mir noch deutlicher: „Selbst wenn man Porno segnet, bleibt es Porno.“
Die Autorin, die 20 Jahre in der Esoterik-Szene gefangen war, berichtet, wie sie durch Yoga zur Transzendentalen Meditation kam, wie sie als Geistheilerin erfolgreich wirkte, wie sie von Gurus und der Götzin Meera abhängig wurde und Gesundheit, Familie und Vermögen aufs Spiel setzte. Ein spannender, informativer und wahrer Insiderbericht, der warnen und Hilfe aufzeigen möchte.
Das Buch ist beim Miriam-Verlag erhältlich:
GEFÄHRLICHE MEDITATION von Renate Frommeyer
Donnerstag, 22. Mai 2014
Die Engel von Lourdes
Wer sind die Menschen, die sich in Lourdes um die kranken und behinderten Pilger kümmern? Sie gehören zur Hospitalité Notre Dame de Lourdes, einer Erzbruderschaft.
In einem neuen Büchlein wird die Entstehung und Geschichte dieser Bruderschaft, ihr Wirken in Lourdes damals und heute sowie ihre Spiritualität ausführlich vorgestellt. Außerdem wird die Geschichte der Erscheinungen von 1858 wiedergegeben. Viele Fotos zeigen Lourdes und das Wirken der Hospitaliers, im Anhang finden sich ein Gebetsteil sowie Kontaktadressen der Bruderschaft in Frankreich und Deutschland.
Die Engel von Lourdes
Autor: Michael Pies
In einem neuen Büchlein wird die Entstehung und Geschichte dieser Bruderschaft, ihr Wirken in Lourdes damals und heute sowie ihre Spiritualität ausführlich vorgestellt. Außerdem wird die Geschichte der Erscheinungen von 1858 wiedergegeben. Viele Fotos zeigen Lourdes und das Wirken der Hospitaliers, im Anhang finden sich ein Gebetsteil sowie Kontaktadressen der Bruderschaft in Frankreich und Deutschland.
Die Engel von Lourdes
Autor: Michael Pies
Montag, 19. Mai 2014
Alan Ames in Deutschland/Schweiz
Nun sind wir wieder fast am Ende der diesjährige Alan-Tour durch Deutschland und Schweiz angekommen! Heute Abend findet zum Abschluss ein Gebetstag in Neuenkirch (CH) statt...herzliche Einladung dazu!Genauere Informationen finden Sie hier.
Übrigens freuen wir uns über Mails oder Briefe mit Heilungsberichten! Alan, sein Bischof, aber auch die Organisatoren vor Ort werden dadurch ermutigt und bestärkt.
Mit vollem Namen veröffentlichen wir nur die Berichte, für die uns die Erlaubnis der Verfasser vorliegt. Danke an alle, die Zeugnis gegeben haben!
Kontakt
Sämtliche Bücher, Kleinschriften und DVDs von/über Alan Ames in deutscher Sprache sowie den Eucharistischen Rosenkranz finden Sie hier.
Freitag, 9. Mai 2014
Gefährliche Meditation
Als Jugendliche verlor Renate Frommeyer ihren Glauben. Mit ihrem erfolgreichen Ehemann und den vier Kindern führte sie ein konsum-orientiertes Leben. Wie es dazu kam, dass sie tief in die Abgründe der Esoterik und des Okkultismus gerissen wurde, welche Erfahrungen sie mit Transzendentaler Meditation (TM), Geistheilung, Gurus und Götzen machte, beschreibt sie in ihrem neu erschienenen Buch Gefährliche Meditation, aus dem folgende Leseprobe stammt:
Sehr schnell ordnete sich nun unser Leben (…) Auch das Chaos in unserem Haus löste sich auf und immer größere Ordnung trat ein (…) Allerdings gerieten wir nun in ein anderes Extrem. Durch die regelmäßigen Besuche im TM-Zentrum lernten wir viele Menschen kennen. Von ihnen erhielten wir [esoterische] Bücher über fast jeden Bereich des Lebens. Und wir probierten nach und vieles davon aus.
Nachdem wir Alkohol und Zigaretten entsorgt hatten, durften unsere „normalen“ Bekannten unsere Tiefkühlschränke leeren und alle Fleischvorräte mitnehmen. Da ja die Tiere in der östlichen Philosophie als unantastbar und als Wiedergeburten angesehen werden, wurden wir zwangsläufig Vegetarier und verzichteten ebenfalls auf Eier. Als nächstes wurde der Zucker verbannt und wir erwarben eine Getreidemühle. Morgens gab es nun ein Müsli aus geschrotetem Korn mit Früchten und Joghurt. Das Mittagessen bestand aus einem Rohkostsalat und Kartoffeln sowie einem mit Schrot angemachten Gemüse, natürlich alles biologisch (…)
feste Gruppe von Schülern gebildet. Regelmäßig zeigte man uns Videos von dem Gründer Maharishi und gab uns hinduistische Kultbücher wie die Bhagavad Gita sowie Bücher von hinduistischen Mönchen, z. B. von Yogananda, Muktananda, Sivananda und anderen zu lesen. (Nach meiner Umkehr konnte ich eine ganze Aschentonne mit solchen Büchern füllen, die ich auf diesem Weg entsorgt habe!) Nach etwa einem halben Jahr ließen wir auch unsere Kinder, die damals zwischen vier und elf Jahre alt waren, in die TM einführen (…), auch sie erhielten ein Mantra.
Infolge des steten Eintauchens in die hinduistische Philosophie, durch das Lesen von Schriften des östlichen Gedankenguts sowie das Ausüben all der TM-Techniken fand jedoch eine Art Gehirnwäsche statt. Wir verfielen Schritt für Schritt den östlichen Ideologien, später kamen noch Dinge wie Runen-Lesen und indianische Praktiken hinzu (…) Getrieben von einer tiefen unbewussten Unerfülltheit probierten wir – wie fast alle TM-Praktizierenden – zusätzlich mehr oder weniger intensiv alle möglichen esoterischen bzw. okkulten Praktiken und Heilmethoden aus, z. B. Astrologie, Reiki, Pendeln, Rutengehen, Bach-Blütentropfen, Homöopathie und vieles andere mehr. So legte ich mir vor dem morgentlichen Meditationsprogramm erst einmal die Tarot-Karten (…) Die so teuer erkauften Praktiken und Techniken versprachen Harmonie, Frieden, Wohlstand und Erfüllung. Doch tatsächlich blieb sowohl bei uns wie auch bei den meisten anderen Meditierenden kein Stein auf dem anderen. Fast alle Ehen gingen auseinander. Da wir ja weder an einen persönlichen Gott noch an die Erlösung durch Jesus Christus glaubten, musste es jemanden geben, der diese Sehnsucht der Seele stillte. Man konzentrierte sich deshalb ganz auf den Guru (…) Wir waren wie besessen von seinen Ideen und Zielen. Wir lebten in einer spirituellen Luftblase, in der wir zum Spielball der Mächte der Finsternis wurden. Heute kann ich nur davor warnen, auch nur einen kleinen Zeh in diese Mausefalle zu stecken, denn es wird äußerst schwierig sein, sich wieder daraus zu befreien!
Ein Auszug aus dem Buch "Gefährliche Meditation" von Renate Frommeyer
Einstieg in die östliche Meditation
Nachdem mein Mann und ich den Einführungskurs absolviert und jeder sein persönliches Mantra erhalten hatte, begannen wir regelmäßig morgens und abends zu meditieren, d. h. wir wiederholten ständig unser Mantra. Zuvor stimmten wir uns mit bestimmten Übungen (Asanas), auf diese Meditation ein. Von nun an besuchten wir regelmäßig das TM-Zentrum und wurden dort immer mehr mit dem hinduistischen Glauben vertraut gemacht. Um den Meditationslehrer herum hatte sich eineSehr schnell ordnete sich nun unser Leben (…) Auch das Chaos in unserem Haus löste sich auf und immer größere Ordnung trat ein (…) Allerdings gerieten wir nun in ein anderes Extrem. Durch die regelmäßigen Besuche im TM-Zentrum lernten wir viele Menschen kennen. Von ihnen erhielten wir [esoterische] Bücher über fast jeden Bereich des Lebens. Und wir probierten nach und vieles davon aus.
Nachdem wir Alkohol und Zigaretten entsorgt hatten, durften unsere „normalen“ Bekannten unsere Tiefkühlschränke leeren und alle Fleischvorräte mitnehmen. Da ja die Tiere in der östlichen Philosophie als unantastbar und als Wiedergeburten angesehen werden, wurden wir zwangsläufig Vegetarier und verzichteten ebenfalls auf Eier. Als nächstes wurde der Zucker verbannt und wir erwarben eine Getreidemühle. Morgens gab es nun ein Müsli aus geschrotetem Korn mit Früchten und Joghurt. Das Mittagessen bestand aus einem Rohkostsalat und Kartoffeln sowie einem mit Schrot angemachten Gemüse, natürlich alles biologisch (…)
feste Gruppe von Schülern gebildet. Regelmäßig zeigte man uns Videos von dem Gründer Maharishi und gab uns hinduistische Kultbücher wie die Bhagavad Gita sowie Bücher von hinduistischen Mönchen, z. B. von Yogananda, Muktananda, Sivananda und anderen zu lesen. (Nach meiner Umkehr konnte ich eine ganze Aschentonne mit solchen Büchern füllen, die ich auf diesem Weg entsorgt habe!) Nach etwa einem halben Jahr ließen wir auch unsere Kinder, die damals zwischen vier und elf Jahre alt waren, in die TM einführen (…), auch sie erhielten ein Mantra.
Gefangen in einer okkulten Spirale
Das erste Mantra schien nach etwa zwei Jahren seine Aufgabe erfüllt zu haben. Es hatte sozusagen das Bewusstsein genug aufgepflügt, so dass dieses bereit war für ein neues Mantra, d. h. für einen neuen Götzennamen. Dieses neue Mantra sollte uns weiter in Richtung Erleuchtung führen. So wurden wir immer mehr dem Einfluss dämonischer Kräfte ausgeliefert. Im Lauf der folgenden Jahre brachte der Guru Maharishi immer neue, oft spektakuläre Techniken heraus. Diese mussten in Kursen, die oft auch im Ausland stattfanden, teuer erlernt und geübt werden (…) Bald galten wir in der TM-Szene des deutschsprachigen Raumes als die ideale Vorzeigefamilie. In allem folgten wir dem Guru, den wir oft auch privat in seiner Residenz in der Schweiz besuchten (…)Infolge des steten Eintauchens in die hinduistische Philosophie, durch das Lesen von Schriften des östlichen Gedankenguts sowie das Ausüben all der TM-Techniken fand jedoch eine Art Gehirnwäsche statt. Wir verfielen Schritt für Schritt den östlichen Ideologien, später kamen noch Dinge wie Runen-Lesen und indianische Praktiken hinzu (…) Getrieben von einer tiefen unbewussten Unerfülltheit probierten wir – wie fast alle TM-Praktizierenden – zusätzlich mehr oder weniger intensiv alle möglichen esoterischen bzw. okkulten Praktiken und Heilmethoden aus, z. B. Astrologie, Reiki, Pendeln, Rutengehen, Bach-Blütentropfen, Homöopathie und vieles andere mehr. So legte ich mir vor dem morgentlichen Meditationsprogramm erst einmal die Tarot-Karten (…) Die so teuer erkauften Praktiken und Techniken versprachen Harmonie, Frieden, Wohlstand und Erfüllung. Doch tatsächlich blieb sowohl bei uns wie auch bei den meisten anderen Meditierenden kein Stein auf dem anderen. Fast alle Ehen gingen auseinander. Da wir ja weder an einen persönlichen Gott noch an die Erlösung durch Jesus Christus glaubten, musste es jemanden geben, der diese Sehnsucht der Seele stillte. Man konzentrierte sich deshalb ganz auf den Guru (…) Wir waren wie besessen von seinen Ideen und Zielen. Wir lebten in einer spirituellen Luftblase, in der wir zum Spielball der Mächte der Finsternis wurden. Heute kann ich nur davor warnen, auch nur einen kleinen Zeh in diese Mausefalle zu stecken, denn es wird äußerst schwierig sein, sich wieder daraus zu befreien!
Ein Auszug aus dem Buch "Gefährliche Meditation" von Renate Frommeyer
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Dienstag, 6. Mai 2014
Gott erfahren
Wir leben in einer bewegten Zeit, in der die Sünde mächtig, die Gnade jedoch überreich ist (vgl. Röm 5,20). Auf der ganzen Welt geschehen erstaunliche Bekehrungen, so wie die des Australiers Alan Ames (*1953), der seine Umkehr aus spiritueller Perspektive so beschreibt:
Bevor ich Gott kannte, wanderte ich blind durch eine Wüste, die ich mir in meiner Verweigerung gegenüber Gott selbst geschaffen hatte. Ich war allein in meiner Selbstsucht und Sündhaftigkeit und distanzierte mich von Gott und anderen Menschen, indem ich nur an mich dachte und mich nicht um sie kümmerte. Jeder meiner Schritte in dieser Wüste war ein weiterer Schritt weg von der Realität Gottes und tiefer hinein in die Illusion des Ichs. Der Sand, auf dem ich ging, waren die Menschen, auf die ich im Leben trat, indem ich sie be- und ausnutzte. Die immer heißere Sonne war das Inferno der Hölle, das durch meine Sünden in mich eindrang, um meine Seele zu verbrennen. Der sich steigernde Durst waren meine Süchte, die mir mein Leben entzogen. In der Blindheit meines Hochmuts bemerkte ich jedoch die unwirtliche Welt nicht, die ich geschaffen und in der ich gelebt hatte. Erst als eine Oase der Liebe vor mir autauchte und mich zu sich winkte, begann ich die Wahrheit zu erkennen. Als ich die Richtung wechselte und auf die Oase zusteuerte, wurde immer deutlicher, was für eine Welt ich mir selbst in der Sünde erschaffen hatte. An jenem herrlichen Tag, an dem ich die Oase der Liebe erreichte, zögerte ich. Ich war unsicher, ob ich in ihre Fluten steigen sollte, ob die Oase mich willkommen heißen oder ablehnen würde. Zögernd setzte ich einen Fuß ins Wasser, ohne zu wissen, was mich erwartete (...)
Dann tauchte ich ein in das Wasser der Liebe, und mein ganzes Sein wurde erfrischt, erneuert und rein. Als ich durch das Wasser aufschaute, konnte ich eine Quelle sehen, die sich in die Oase ergoss und sie erfüllte. Ich folge der Quelle mit meinem Blick bis zu ihrem Ursprung, und dort war Er, der mich liebt, hoch erhoben am Kreuz mit geöffneten Armen. Aus Seiner Seite, aus Seinem offenen Herzen, sprudelte die Quelle des Wassers. „Vergib mir, Herr!“, rief ich, da ich erkannte, dass Er mich liebt. Er hob Sein Haupt, lächelte mir zu und sagte: „Natürlich vergebe Ich dir, Mein Freund.“ Dann sah ich, dass eine weitere Quelle aus Seiner Seite floss, eine Quelle des Blutes ...
Als mich das Blut überströmte, wusste ich, dass ich Ihn liebe.
Auszug aus dem Buch GOTT ERFAHREN von Alan Ames, übersetzt von Beatrix Zureich
(Zuerst erschienen in Maria - das Zeichen der Zeit)
Alan Ames in Deutschland & Schweiz, Mai 2014 - TERMINE
Bevor ich Gott kannte, wanderte ich blind durch eine Wüste, die ich mir in meiner Verweigerung gegenüber Gott selbst geschaffen hatte. Ich war allein in meiner Selbstsucht und Sündhaftigkeit und distanzierte mich von Gott und anderen Menschen, indem ich nur an mich dachte und mich nicht um sie kümmerte. Jeder meiner Schritte in dieser Wüste war ein weiterer Schritt weg von der Realität Gottes und tiefer hinein in die Illusion des Ichs. Der Sand, auf dem ich ging, waren die Menschen, auf die ich im Leben trat, indem ich sie be- und ausnutzte. Die immer heißere Sonne war das Inferno der Hölle, das durch meine Sünden in mich eindrang, um meine Seele zu verbrennen. Der sich steigernde Durst waren meine Süchte, die mir mein Leben entzogen. In der Blindheit meines Hochmuts bemerkte ich jedoch die unwirtliche Welt nicht, die ich geschaffen und in der ich gelebt hatte. Erst als eine Oase der Liebe vor mir autauchte und mich zu sich winkte, begann ich die Wahrheit zu erkennen. Als ich die Richtung wechselte und auf die Oase zusteuerte, wurde immer deutlicher, was für eine Welt ich mir selbst in der Sünde erschaffen hatte. An jenem herrlichen Tag, an dem ich die Oase der Liebe erreichte, zögerte ich. Ich war unsicher, ob ich in ihre Fluten steigen sollte, ob die Oase mich willkommen heißen oder ablehnen würde. Zögernd setzte ich einen Fuß ins Wasser, ohne zu wissen, was mich erwartete (...)Dann tauchte ich ein in das Wasser der Liebe, und mein ganzes Sein wurde erfrischt, erneuert und rein. Als ich durch das Wasser aufschaute, konnte ich eine Quelle sehen, die sich in die Oase ergoss und sie erfüllte. Ich folge der Quelle mit meinem Blick bis zu ihrem Ursprung, und dort war Er, der mich liebt, hoch erhoben am Kreuz mit geöffneten Armen. Aus Seiner Seite, aus Seinem offenen Herzen, sprudelte die Quelle des Wassers. „Vergib mir, Herr!“, rief ich, da ich erkannte, dass Er mich liebt. Er hob Sein Haupt, lächelte mir zu und sagte: „Natürlich vergebe Ich dir, Mein Freund.“ Dann sah ich, dass eine weitere Quelle aus Seiner Seite floss, eine Quelle des Blutes ...
Als mich das Blut überströmte, wusste ich, dass ich Ihn liebe.
Auszug aus dem Buch GOTT ERFAHREN von Alan Ames, übersetzt von Beatrix Zureich
(Zuerst erschienen in Maria - das Zeichen der Zeit)
Alan Ames in Deutschland & Schweiz, Mai 2014 - TERMINE
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