Traditionell gilt der Monat März als der „Josefsmonat“, dessen Festtag die Kirche am 19. März feiert.
Die große hl. Kirchenlehrerin TERESA VON AVILA erwähnt den hl. Josef häufig. Sie trug maßgeblich dazu bei, sein Andenken in der Kirche zu fördern und scheint die Erste gewesen zu sein, die Kirchen zu seiner Ehre erbauen ließ.
Nachdem Teresa mit jungen Jahren in das Karmelkloster in Avila eingetreten war, erkrankte sie an einer schmerzlichen Krankheit, die sie an den Rand des Grabes brachte. Nach mehrtägiger Ohnmacht war Teresa völlig gelähmt und erbat die Feier hl. Messen im Anliegen ihrer Heilung. Mit innigem Gebet wandte sie sich vertrauensvoll an den hl. Pflegevater Jesu. In ihrer Biographie schreibt sie:
„Er ließ seine Macht und Güte hell aufstrahlen. Ihm sei gedankt! Ich fühlte meine Kraft zurückkehren; ich konnte aufstehen und gehen, ich war nicht mehr gelähmt. Seine Hilfe offenbarte sich auf ganz greifbare Weise (...) Um das Glück voll zu machen, erhörte er mich jederzeit und über
alle meine Erwartungen hinaus.“
Später schrieb Teresa: „Schon seit Jahren erbitte ich mir für das Fest des hl. Josef stets eine besondere Gnade, und immer bin ich erhört worden. Ist meine Bitte weniger gut und nicht ganz der Ehre Gottes gemäß, so weiß er in bewundernswerter Weise sie zum Besseren zu lenken und so noch vorteilhafter für mich zu machen.“
Teresa empfiehlt: „Wer einen Führer auf dem Weg zum inneren Gebet und innerlichen Leben braucht, soll den hl. Josef als Führer nehmen, und er wird in ganz kurzer Zeit zum Ziel kommen. Wer immer meinen Worten nicht glauben will, den bitte ich um der Liebe Gottes willen, einen Versuch zu machen; er wird dann erfahren, welch großen Nutzen es bringt, wenn man sich diesem glorreichen Patriarchen empfiehlt und ihn mit Andacht verehrt.“
Im Blick auf den hl. Josef und all das, was sie im Vertrauen auf seine Fürbitte bei Gott erlebte, schreibt Teresa schließlich: „Ich erinnere mich nicht, ihn bis zum heutigen Tag je um etwas gebeten zu haben, das er mir nicht gewährt hätte. Ja, es ist zum Erstaunen, welch große Gnaden mir Gott durch die Vermittlung dieses glückseligen Heiligen verliehen und aus wie vielen Gefahren des Leibes und der Seele er mich durch ihn befreit hat!“
Traditionell ist der Mittwoch der Tag, an dem besonders des hl. Josef gedacht wird. Er wartet nur darauf, dass wir ihn in unser Leben einladen und seine Fürsprache in Anspruch nehmen, zur Ehre Gottes und zum Heil der Seelen. Verehrt den hl. Josef!
(Aus: Isenegger/Holböck, Verehrt den hl. Josef)
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Samstag, 19. März 2016
Dienstag, 8. Juli 2014
1873: Ein Josefswunder in Santa Fé
Welch außerordentliche Früchte das Gebet um die Fürbitte des hl. Josef haben kann, zeigt ein Ereignis aus dem Jahr 1873 in Santa Fé, USA. Schwester M. Florian berichtet.
Unsere Schwestern hatten beschlossen, von mexikanischen Zimmerleuten eine Kapelle nach dem Muster der „Sainte Chapelle“ in Paris bauen zu lassen. Nach den Plänen des Architekten P. Mouly wurde das Gebäude in fünf Jahren errichtet. Die Kapelle war 22,5m lang, 7,5m breit und 25,5m hoch. Als der Bau fast fertig war, bemerkte man mit Erschrecken einen Konstruktionsfehler. Die Kapelle war sehr schön geworden, ebenso auch die Empore an der Rückwand. Doch es gab keinen Weg, um von unten nach oben zu kommen, man hatte den Treppenaufgang vergessen! Verschiedene Fachleute wurden zu Rate gezogen, und von allen kam dieselbe Antwort: „Nichts zu machen! Für eine Treppe reicht der Platz nicht aus. Es gibt nur eine Lösung: entweder eine Leiter benützen oder die ganze Empore neu bauen.“
Man kann sich die Entäuschung und Ratlosigkeit der Schwestern vorstellen. Doch als Frauen mit starkem Glauben beschlossen sie, vorerst nichts zu unternehmen, sondern statt dessen eine Novene zum hl. Josef zu beten und die Hilfe der göttlichen Vorsehung abzuwarten.
Am letzten Tag der Novene klopfte ein Mann mit grauem Haar und einem Esel, der mit einer Werkzeugkiste beladen war, an die Tür und wünschte mit Schwester Magdalena, der damaligen Oberin, zu sprechen. Er wollte sich gern beim Bau der besagten Treppe nützlich machen, worüber die Mutter Oberin geradezu entzückt war. Nach dem Zeugnis mehrerer Schwestern, die ständig beim Bau zugegen waren, benutzte der geheimnisvolle Handwerker für seine Arbeit nur eine Säge, ein Winkelmaß und einen Hammer. Anstelle von Nägeln verwendete er hölzerne Nieten. Sie entsannen sich, auch einige Bottiche gesehen zu haben, in welchen Holzstücke in Wasser eingeweicht lagen.
Als Mutter Magdalena den unbekannten Baumeister nach erfolgreicher Arbeit entlohnen wollte, war dieser nicht mehr aufzufinden. Alle Nachforschungen blieben erfolglos, und im Bauholzlager vor Ort gab es nicht einmal einen Kaufbeleg für das verwendete Holz.
Die Treppe ist eine Konstruktion mit 36 Stufen in zwei Spiralen von genau 360 Grad, ohne jegliche Zentralstütze. Sie läuft von der Empore nach unten auf den Fußboden, und wird nur von diesen gestützt. Man spürt beim Begehen der Treppen eine gewisse Elastizität, was sich in einer leichten vertikalen Schwingung äußert, wie etwa bei einer großen Sprungfeder. Viele Architekten und Konstrukteure aus dem Ausland haben im Laufe der Jahre dieses Meisterwerk der Baukunst besichtigt und untersucht. Sie alle sind erstaunt, dass diese Treppe nicht in sich zusammengestürzt ist. Doch sie steht nach über 100 Jahren täglicher Benutzung immer noch. Das Holz weist eine große Härte auf und stammt mit Sicherheit nicht aus New Mexiko. Seine Herkunft konnte bis heute noch nicht abschließend geklärt werden.
Ist der hl. Josef selbst der Baumeister? Die Schwestern sind davon überzeugt, dass diese Treppe die Antwort auf ihr vertrauensvolles Bitten zum glorreichen Bräutigam der Gottesmutter war. –
Dieser Bericht will uns ermutigen, den hl. Josef in allen Nöten vertrauensvoll anzurufen. Dies empfiehlt auch die Kirchenlehrerin Teresa von Avila (†1582). Wenn auch Sie eine Novene zum hl. Josef beten wollen, finden Sie eine große Auswahl an Gebeten im Buch „Verehrt den hl. Josef“.
Unsere Schwestern hatten beschlossen, von mexikanischen Zimmerleuten eine Kapelle nach dem Muster der „Sainte Chapelle“ in Paris bauen zu lassen. Nach den Plänen des Architekten P. Mouly wurde das Gebäude in fünf Jahren errichtet. Die Kapelle war 22,5m lang, 7,5m breit und 25,5m hoch. Als der Bau fast fertig war, bemerkte man mit Erschrecken einen Konstruktionsfehler. Die Kapelle war sehr schön geworden, ebenso auch die Empore an der Rückwand. Doch es gab keinen Weg, um von unten nach oben zu kommen, man hatte den Treppenaufgang vergessen! Verschiedene Fachleute wurden zu Rate gezogen, und von allen kam dieselbe Antwort: „Nichts zu machen! Für eine Treppe reicht der Platz nicht aus. Es gibt nur eine Lösung: entweder eine Leiter benützen oder die ganze Empore neu bauen.“
Man kann sich die Entäuschung und Ratlosigkeit der Schwestern vorstellen. Doch als Frauen mit starkem Glauben beschlossen sie, vorerst nichts zu unternehmen, sondern statt dessen eine Novene zum hl. Josef zu beten und die Hilfe der göttlichen Vorsehung abzuwarten.
Am letzten Tag der Novene klopfte ein Mann mit grauem Haar und einem Esel, der mit einer Werkzeugkiste beladen war, an die Tür und wünschte mit Schwester Magdalena, der damaligen Oberin, zu sprechen. Er wollte sich gern beim Bau der besagten Treppe nützlich machen, worüber die Mutter Oberin geradezu entzückt war. Nach dem Zeugnis mehrerer Schwestern, die ständig beim Bau zugegen waren, benutzte der geheimnisvolle Handwerker für seine Arbeit nur eine Säge, ein Winkelmaß und einen Hammer. Anstelle von Nägeln verwendete er hölzerne Nieten. Sie entsannen sich, auch einige Bottiche gesehen zu haben, in welchen Holzstücke in Wasser eingeweicht lagen.
Als Mutter Magdalena den unbekannten Baumeister nach erfolgreicher Arbeit entlohnen wollte, war dieser nicht mehr aufzufinden. Alle Nachforschungen blieben erfolglos, und im Bauholzlager vor Ort gab es nicht einmal einen Kaufbeleg für das verwendete Holz.
Die Treppe ist eine Konstruktion mit 36 Stufen in zwei Spiralen von genau 360 Grad, ohne jegliche Zentralstütze. Sie läuft von der Empore nach unten auf den Fußboden, und wird nur von diesen gestützt. Man spürt beim Begehen der Treppen eine gewisse Elastizität, was sich in einer leichten vertikalen Schwingung äußert, wie etwa bei einer großen Sprungfeder. Viele Architekten und Konstrukteure aus dem Ausland haben im Laufe der Jahre dieses Meisterwerk der Baukunst besichtigt und untersucht. Sie alle sind erstaunt, dass diese Treppe nicht in sich zusammengestürzt ist. Doch sie steht nach über 100 Jahren täglicher Benutzung immer noch. Das Holz weist eine große Härte auf und stammt mit Sicherheit nicht aus New Mexiko. Seine Herkunft konnte bis heute noch nicht abschließend geklärt werden.
Ist der hl. Josef selbst der Baumeister? Die Schwestern sind davon überzeugt, dass diese Treppe die Antwort auf ihr vertrauensvolles Bitten zum glorreichen Bräutigam der Gottesmutter war. –
Dieser Bericht will uns ermutigen, den hl. Josef in allen Nöten vertrauensvoll anzurufen. Dies empfiehlt auch die Kirchenlehrerin Teresa von Avila (†1582). Wenn auch Sie eine Novene zum hl. Josef beten wollen, finden Sie eine große Auswahl an Gebeten im Buch „Verehrt den hl. Josef“.
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