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Freitag, 18. September 2015

BETER AM STRASSENRAND

Morgen findet in Berlin
der MARSCH FÜRS LEBEN
statt.

Der New Yorker Priester Monsignore Philip J. Reilly (*1934) hatte fast zwanzig Jahre lang versucht, auf politischer Ebene etwas für den Schutz des menschlichen Lebens zu erreichen, besonders für die Ungeborenen. Am Ende war er völlig mutlos. Als der engagierte Priester nicht mehr weiter wusste, hörte er in seinem Herzen die Stimme Gottes: „Warum versuchst du es nicht mit beten?“ Nach einiger Zeit verstand Mons. Reilly, was Gott damit meinte: Das Gebet sollte an erster Stelle stehen und alles andere daraus erwachsen. So flehte er: „Herr, schenke mir eine Armee von Betern!“ Kurz darauf standen vor seiner Tür: ein Opa, drei Omas und ein Arbeitermädchen. Mit dieser Handvoll Leute, die am Fest Maria vom Sieg (7. Oktober, auch Rosenkranzfest genannt) vor die damals größte Abtreibungsklinik der westlichen Welt zogen, wurde 1989 der Grundstein für die Helfer für Gottes kostbare Kinder gelegt (...)

Innerhalb von elf Jahren verbreitete sich das Apostolat der Helfer auf allen fünf Erdteilen. Die Fakten sind eindeutig: Von zunächst 43 Abtreibungseinrichtungen in der Diözese Brooklyn sind heute nur noch 20 übrig geblieben! War die frühere Pro-Life-Arbeit von Mons. Reilly fruchtlos geblieben, so konnte man jetzt die Erfolge überall dort sehen, wo vor den Abtreibungsstätten gebetet wurde (...) In Deutschland wird in bisher 23 Städten gebetet; an sechs Abtreibungsorten wurde der„Tötungsbetrieb“ eingestellt.


Berichte der „Beter am Straßenrand“

Ein Priester und eine Ordensschwester hatten an einer Gebetsvigil vor einer Abtreibungsklinik teilgenommen und leise das Befreiungsgebet von Papst Leo XIII. gebetet. Während sie beteten, fuhr ein Paar in einem Auto vor die Klinik, auf dem Rücksitz saß ein Kleinkind. Die Frau auf dem Vordersitz wollte eine Abtreibung vornehmen lassen. Zwei Helfer sprachen durch das Wagenfenster mit dem Paar und bekamen eine nachdenkliche Antwort. Dann wendete das Auto und fuhr von der Kinik weg.
Innerhalb weniger Minuten hatte das Paar sich entschieden, nicht in die Klinik zu gehen. Beim Wegfahren lächelte das Kind auf dem Rücksitz und winkte den Helfern zu. Der Priester und die Nonne beendeten das Befreiungsgebet und standen auf. Nun berichteten ihnen die Helfer voller Freude, was während des Betens geschehen war. Noch lange erinnerte ich mich an das Lächeln des Kindes auf dem Rücksitz – als ob der Junge schon voller Vorfreude auf sein Brüderchen oder
Schwesterchen wäre.


Ein Umdenken bei Ärzten

Dr. Levantino machte 1976 seinen Abschluss am Albany Medical Centre in New York und war acht Jahre lang als Abtreibungsarzt beschäftigt, bevor er seine eigene Praxis eröffnete. Er redete sich ein,
dass er nicht unbedingt „für Abtreibung“, sondern „für die Frau“ sei, obwohl er manchmal Probleme damit hatte, beides miteinander zu vereinbaren: dass er den Frauen half, indem er ihre Kinder tötete. Er sagte, dass er sich bei der D&E-Methode (Erweitern des Muttermunds und Entfernen des Kindes), bei der das Baby buchstäblich auseinandergerissen wird, keine Sorgen darüber machen musste, dass das Baby lebend geboren wird. Bei Abtreibungen durch Salzlösung jedoch konnte es geschehen, dass das Kind lebend geboren wurde und er die winzigen Babys sah, wie sie nach Luft schnappten und mit ihren Füßen um sich traten, bis sie starben.
Beim Anblick dieser winzigen Körper verspürte Dr. Levantino jedes Mal ein plötzliches Unbehagen. Während er täglich etwa zehn solcher Babys „entsorgte“, versuchten er und seine Frau, ein Kind zu adoptieren. Nachdem sie schließlich eines adoptiert hatten, mussten sie den Schmerz erleben, dieses Kind durch einen Verkehrsunfall zu verlieren.
Schließlich konnte er sich der Realität nicht länger verschließen, dass der Körper eines Kindes bei der Abtreibung das „Kind von jemandem“ ist – so wie sein Kind, das er gerade verloren hatte. Ihm wurde bewusst, dass er das Kind von jemandem tötete – wie ein Auftragskiller. Diese Einsicht war der Wendepunkt in seinem Leben. Er erkannte, dass alles Geld der Welt diese Arbeit nicht wert war und veröffentlichte seine Geschichte.


Das Leiden der „Überlebenden“

Der kanadische Psychiater und Kinderpsychologe Philip Ney weist auf das Leiden derer hin, die direkt oder indirekt „Überlebende“ einer Abtreibung sind. Es sind Menschen, die z.B. nach einer künstlichen Befruchtung im Reagenzglas (IVF) ausgewählt wurden, während viele ihrer Geschwister ausgelöscht wurden. Oder diejenigen, die für einen bestimmten Zweck „erzeugt“ wurden, wie z.B. um ein Geschwister mit Knochenmark zu versorgen. Was wird ein IVF-Kind empfinden, wenn es erfährt, dass es ausgewählt wurde und vielleicht fünf, acht, zwölf oder sogar noch mehrere Geschwister dabei vernichtet wurden? hilip Ney und Marie Peeters zitieren in ihrer Studie über PASS, Überlebende einer Abtreibung, die Worte einer Frau, deren Bruder oder Schwester durch eine Abtreibung getötet wurde: „Ich hatte kein Recht darauf, da zu sein (...) Ich hänge an nichts und hatte auch nie eine verlässliche Beziehung. Ich fühlte mich allein und bedroht. Mein Leben, mein Dasein war in Frage gestellt. Ich hatte irrsinnige Zornesausbrüche und eine unkontrollierbare Wut (...) Erst jetzt, im Alter von 55 Jahren, beginne ich zu verstehen. Vor ein paar Jahren, kurz bevor meine Mutter starb, erzählte sie mir, dass sie vor meiner Geburt eine Abtreibung hatte ...“
Es gibt in unserer Gesellschaft viele solcher Überlebender, deren Geschwister abgetrieben wurden. Zu meinen Beratungsgesprächen kamen Jugendliche, die mir stockend und verstört von den Abtreibungen ihrer Mütter erzählten und wie sie versuchten, einen Sinn darin zu finden. Einmal erzählte mir eine Jugendliche, ihre Mutter habe ihr gesagt, dass sie eigentlich hätte abgetrieben werden sollen ...“

Es ist wichtig zu begreifen, dass eine Abtreibung sich nicht nur auf die Frau und ihr Kind auswirkt, sondern auch auf ihre engere und weitere Umgebung: auf den Vater, die Großeltern, Tanten und Onkel, da sie alle diesen Verlust spüren; ganz besonders jedoch auf die späteren Kinder.

(Aus: Wanda Skowronska, Beter am Straßenrand
zu beziehen beim Miriam-Verlag)

Montag, 17. August 2015

Ein eucharistisches Wunder

Am 21. August 1888, bei der großen französischen Nationalwallfahrt nach Lourdes, hatte es fast keine Heilungen gegeben. Ein Gewitter machte am Abend die Lichterprozession unmöglich. Angesichts der betrübten Pilgerschar kam ein frommer Geistlicher auf den Gedanken, das Allerheiligste Sakrament durch die Reihen der Kranken zu tragen, um dasselbe in vertrauensvollen Anrufungen zu feiern. Gesagt – getan. Bereits tags darauf, am Fest Maria Königin, wurde die erste Krankenprozession mit dem hochwürdigsten Gut gehalten.

Damals ertönten zum ersten Mal die ergreifenden Rufe: „Herr! Wenn du willst, kannst du mich gesund machen!“ – „Jesus, Sohn Davids, erbarme dich unser!“ Und was geschah? Kaum waren diese Flehrufe an den eucharistischen Herrn ergangen, erhoben sich vor der Grotte nicht weniger als acht Kranke, die ihre Gesundheit plötzlich wiedererlangt hatten. Wer kann den Jubel beschreiben, der nun unter Tränen der Dankbarkeit zum Himmel stieg? Ohne Unterlass erschallt seit diesem Tag dieser Jubel der Herzen zu Ehren des Allerheiligsten Altarsakraments in Lourdes weiter.

Dr. Boissarie schrieb darüber: „Im Jahr 1888 begannen wir die Heilungen zu registrieren, die sich während der eucharistischen Prozession ereigneten (...) Sehr oft konnte man bei den Bädern keine Besserung feststellen, während die Heilung plötzlich vor dem Allerheiligsten
geschah ...“

(Aus: Die schönsten eucharistischen Wunder, Heft 1
Zusammengetragen von Pfr. Karl M. Harrer, zu beziehen bei uns im Miriam-Verlag)

Samstag, 4. April 2015

Heiligkeit im Heiligen Land

Der 17. Mai 2015 ist für die Christen in den Ländern des Nahen Ostens ein Freudentag, denn es ist der Tag der Heiligsprechung von Mutter Maria Alphonsine Ghattas vom Rosenkranz sowie der Karmelitin Mirjam von Abellin.

 

Mirjam von Abellin


Mirjam von Abellin, die „kleine Araberin“, wurde am 5. Januar 1846 unweit von Nazaret im Dorf Abellin geboren, von wo aus man eine wundervolle Aussicht auf das Karmelgebirge und das Mittelmeer hat. Ihre armen Eltern hatten schon zwölf Kinder verloren. Mirjam war die Frucht inständigen Gebets und einer Wallfahrt nach Betlehem. Sie war noch keine drei Jahre alt, als ihre Eltern innerhalb weniger Tage starben, und wuchs bei einem Onkel in Ägypten auf. Dort überlebte sie auf wunderbare Weise das Attentat eines fanatischen Muslims, der ihr ihres christlichen Glaubens wegen die Kehle durchgeschnitten hatte.
Gott führte Mirjam schließlich in den Libanon und von dort nach Frankreich, wo sie bei den Josefsschwestern eintrat. Mit 20 Jahren empfing sie die Wundmale Jesu. Vom Josefskloster wechselte sie in den Karmel von Pau, unweit von Lourdes, und erhielt den Namen Sr. Maria von Jesus dem Gekreuzigten.
Ein kurzer Aufenthalt in Indien folgte, danach reiste sie in ihre Heimat, wo sie in Betlehem einen Karmel gründete, wie Gott es ihr in Visionen gezeigt hatte. Kurz vor Vollendung des Baus starb sie am 27. August 1878 mit 33 Jahren im Ruf der Heiligkeit. Ihr Leben war reich an Wundern, an Eingebungen des Heiligen Geistes und übernatürlichen Phänomenen (Ekstasen, Levitationen, Prophezeiungen etc.). Am 13. November 1983 erklärte der hl. Papst Johannes Paul II. sie anlässlich der Seligsprechung zur Friedenspatronin für den Nahen Osten. Sr. Mirjam von Abellin ist eine Art „Vorläuferin“ ihrer hl. Mitschwester Theresia von Lisieux (1873–1897).


Mutter Maria Alphonsine Ghattas


Eine in Europa wenig bekannte Heilige ist die 1843 in Jerusalem geborene Mutter Maria Alphonsine Ghattas vom Rosenkranz. Sie war nur drei Jahre älter als die hl. Mirjam von Abellin und zeichnete sich wie diese von Kindheit an durch ihre Frömmigkeit aus. Beide traten unabhängig von einander zuerst in ein dem hl. Josef geweihtes Kloster ein. Mutter Alphonsine gründete 1880 einen neuen Orden – den einzigen, der im Jerusalemer Patriarchat entstanden ist – die Rosenkranzschwestern. Es ist ein Orden für arabische Frauen, gegründet von einer katholischen Ordensfrau arabischer
Muttersprache.
Bereits zu Lebzeiten geschahen Wunder, so z.B. am 14. April 1886, als die 12-jährige Schülerin Nathira I‘d bei Bauarbeiten für ein Schwesternhaus in die Zisterne fiel und ertrank. Das ganze Dorf war in Aufruhr, doch niemand konnte die Schülerin retten. Nachdem Mutter Alphonsine in der Kapelle den Rosenkranz gebetet und die Gottesmutter um Hilfe angefleht hatte, warf sie ihren großen Rosenkranz ins Wasser. Wenig später tauchte die Schülerin aus der Tiefe auf, den Rosenkranz um den Hals. Sie berichtete, auf den Grund der Zisterne gesunken zu sein, wo sie plötzlich ein helles Licht und eine Leiter sah, die die Form eines Rosenkranzes hatte. Nathira betete fortan täglich den Rosenkranz mit den Schwestern.
Mutter Alphonsine starb am 25. März 1927 beim Rosenkranzgebet im Ruf der Heiligkeit. Erst nach ihrem Tod wurden ihre Visionen und mystischen Erlebnisse bekannt.

Visionen der Mutter M. Alphonsine

Pater Benedikt Stolz OSB (1895–1986) aus Düsseldorf, der selbst zwanzig Jahre in Jerusalem wirkte, lernte die hl. Mutter Alphonsine kurz vor ihrem Tod kennen. In seinem Büchlein "Heiligkeit im Heiligen Lande"gibt er einige ihrer Visionen wider. Eine Vision, in der die Gottesmutter Sr. Alphonsine die Gründung des neuen Ordens zeigte, den Maria wünschte, beschreibt Sr. Alphonsine wie folgt:
"Ich sah dort (im neuen Konvent) einen geschmückten Rosenkranzaltar. Eine Schwester betete kniend den Rosenkranz. Dann kam eine andere, um ihren Platz einzunehmen, Tag und Nacht. Meine Mutter, die Jungfrau, wiederholte immer, wie notwendig es sei, dass der Rosenkranz beständig im Konvent gebetet werde, von den Schwestern und den Mädchen. Ich sah alle Schwestern, wie sie den vollkommenen Gehorsam ausübten zu Ehren der freudenreichen Geheimnisse, eine große Armut zu Ehren der schmerzhaften Geheimnisse und eine reine Keuschheit zu Ehren der glorreichen Geheimnisse. Durch diese drei Tugenden verehren sie Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz. Diese freute sich darüber und schmückte ihre Seelen mit himmlischen Gunsterweisen (...) Jedes Mal, wenn ich die Gelegenheit hatte, sei es bei Tag oder bei Nacht, warf ich mich zu Füßen meiner Mutter Maria nieder und rief aus: „Mutter, Mutter, steh mir bei; lehre mich, wie und was ich tun soll!“ Da kam mir meine Mutter zu Hilfe. Sie erschien mir im Licht, strahlend in unvergleichlicher Schönheit. Sie kam mit dem Rosenkranz in der Hand. Sie gab mir ein, dass der Rosenkranz meine Waffe, meine Stärke und mein Schatz bei Gott sei ..."
(Aus: P. Benedikt Stolz, "Heiligkeit im Heiligen Lande)

Montag, 10. November 2014

Geistheilung?

Mein Weg aus der Esoterik

Das neue Buch von Martina Schmilewski

Als ihr Sohn erkrankt, sucht sie Hilfe bei alternativen Heilmethoden. Martina pendelt mit dem Rosenkranz, wird zur Geistheilerin ausgebildet und erhält Weisungen eines Engels, der sie immer tiefer in die Welt der Esoterik und des Okkulten hineinzieht... bis die Seifenblase der Täuschung platzt. Bericht einer Esoterik-Aussteigerin, mit Hilfen zur Unterscheidung.

Erschienen im November 2014 beim Danielis-Verlag
Zu Beziehen beim Miriam-Verlag

Montag, 20. Oktober 2014

Sohn der Hamas

Seit Jahrzehnten kämpfen Palästinenser und Israelis um das Heilige Land. Es ist ein blutiger Konflikt, der von beiden Seiten mit äußerster Gewalt geführt wird und bislang unzählige Opfer gefordert hat. Ein Ende der Spirale der Gewalt ist trotz aller Friedensbemühungen der internationalen Gemeinschaft nicht abzusehen.

In diesem Kontext wächst der Palästinenser Mosab (* 1978) im israelisch besetzten Westjordanland auf. Er ist aber nicht irgendein Palästinenserjunge, sondern er ist der älteste Sohn von Scheich Hassan Yousef, einem der Gründer und spirituellen Führer der radikal-islamischen Hamas-Bewegung, die die Zerstörung des Staates Israel verfolgt. Mosabs Kindheit und Jugend ist geprägt von dem ständigen Konflikt, in den seine ganze Familie durch die exponierte Stellung seines Vaters involviert ist. Er wird Zeuge von Verhaftungen seines Vaters, Anschlägen auf israelische Siedler und Soldaten und sieht, wie Menschen vor seinen Augen sterben.

Als er eines Tages selbst ins Gefängnis kommt, erlebt er die Brutalität der Auseinandersetzung am eigenen Leib: stundenlange Verhöre und Folter gehören zur Strategie der israelischen Sicherheitspolitik. Um dieser Hölle zu entkommen, beginnt er mit dem israelischen Geheimdienst zu kooperieren. Er kommt auf freien Fuß und liefert dafür den Israelis Informationen über Pläne der Hamas und über die Aufenthaltsorte ihrer Anführer. Mosab sieht sich selbst als Doppelagenten. Er kann einerseits seine Familie, vor allem seinen geliebten Vater, besser schützen. Andererseits hofft er, an Waffen zu kommen, um die Leute vom Geheimdienst töten zu können. Mit der Zeit erkennt Mosab aber, dass er viel Gutes bewirken kann und mehr noch: dass die Leute vom israelischen Geheimdienst, besonders sein Führungsoffizier, gar nicht so schlecht sind, wie er früher in seiner Verblendung dachte. Er gibt schließlich seinen ursprünglichen Plan, alle Israelis grundsätzlich zu bekämpfen, auf und arbeitet freiwillig für den Geheimdienst.

Eine weitere Wende erfährt Mosabs Leben, als er mit dem christlichen Glauben in Berührung kommt. Durch eine Gruppe amerikanischer junger Christen lernt er die Bibel kennen, die er fortan immer bei sich trägt und eifrig studiert. So erkennt Mosab mit der Zeit immer deutlicher die Widersprüchlichkeiten des Koran und dessen Gottesbildes. Er übergibt schließlich sein Leben Jesus, lässt sich taufen und bricht vollkommen mit seinem bisherigen Leben. Er beendet seine Geheimdiensttätigkeit und verlässt Israel. Als er über eine israelische Zeitung seine Konversion zum Christentum bekannt gibt, verstößt ihn seine Familie. – Heute lebt Mosab in den USA und versucht, sich ein neues Leben fernab von Terror und Gewalt, Fundamentalismus und Fanatismus aufzubauen.

Das spannend geschriebene Buch von Mosab Hassan Yousef erlaubt einen Blick in eine Welt, die dem westlichen Betrachter normalerweise verschlossen bleibt: die Welt des organisierten religiösen Fanatismus. Es zeigt den Nahost-Konflikt und speziell das Innenleben der führenden Terrororganisation aus der Perspektive eines Insiders, eines Mannes, der direkten Zugang zum engsten Führungszirkel der Hamas hatte. Es entzaubert den „Mythos Arafat“ und legt offen, wie hinter den Kulissen der beiden großen palästinensischen Widerstandsorganisationen Hamas und PLO um Macht, Geld und Prestige gerungen wird. Darüber hinaus ist der Bestseller ein mutiges Glaubenszeugnis eines jungen Menschen, der für seinen Glauben einen hohen Preis bezahlen muss und der jetzt bemüht ist, aus seinem christlichen Glauben heraus Wege für einen dauerhaften Frieden in seiner Heimat aufzuzeigen.

Sohn der Hamas - Mein Leben als Terrorist
von Mosab Hassan Yousef

272 Seiten, Hardcover
Art.Nr.: 5421
Preis: € 22.95
Auch beim MIRIAM-VERLAG zu beziehen

Mittwoch, 3. September 2014

Maria Bertilla - Helferin der Kranken

Im Jahr 1888 in Brendola nahe Venedig geboren, wuchs Anna Francesca Boscardin als ältestes Kind einer Bauernfamilie auf. Sie besuchte die Schule nur drei Jahre lang und arbeitete hart auf dem Feld. Von klein auf hatte sie eine Vorliebe für Gott und das Gebet, so dass sie – was damals eine große Ausnahme war – bereits mit acht Jahren zur hl. Kommunion zugelassen wurde. Doch ihr Leben war nicht einfach: Ihr Vater Angelo sagte später im Seligsprechungsprozess aus, er sei eifersüchtig, gewalttätig und oft betrunken gewesen. Darunter litt seine Familie sehr. Die kleine Anna, die keine herausragenden Talente zu besitzen schien, stieß trotz ihres friedlichen, ausgeglichenen Wesens sogar in ihrer Umgebung auf Ablehnung. Sie wurde das Ziel so mancher Spöttelei, man rief ihr nach, sie sei eine lahme Gans und dumm.

Mit 16 Jahren erfüllte sich für sie ein großer Traum, als die Dorotheenschwestern sie ins Noviziat aufnahmen. Zur Novizenmeisterin sagte Anna, die nun den Namen Sr. Maria Bertilla angenommen hatte: „Ich kann nichts. Ich bin ein armes Ding, eine Gans. Lehren Sie mich! Ich möchte eine Heilige werden!“

Im Kloster wirkte die Heilige zuerst in der Küche und in der Wäscherei, bis sie zur Krankenschwester ausgebildet wurde. Während des Ersten Weltkriegs zeigte sich die wahre Heiligkeit der einfachen Schwester, die sich sonst stets im Hintergrund hielt und nur durch ihre Frömmigkeit, unendliche Geduld und liebende Güte aufgefallen war. Sie betreute Kinder in der Isolierstation des Spitals, die an Diphterie litten, aber auch TB-Kranke, Kriegsverletzte und viele andere.

Nachdem bei ihr ein Tumor festgestellt worden war, starb sie im Alter von 34 Jahren nach einer Operation und heldenmütig ertragenem Leiden. Nur 42 Jahre später wurde sie von Papst Johannes XXIII. zur Ehre der Altäre erhoben. Auf die Fürbitte der hl. Maria Bertilla geschahen viele Heilungen.

Zeugenberichte über Sr. M. Bertilla

Eine Mitschwester bezeugt: „Während der Kriegszeit war ich mit Sr. Bertilla in einem Lazarett mit 60 Kranken, die ansteckende Krankheiten hatten. Wir waren dort drei Schwestern in der Zeit, als Treviso geräumt werden musste, als die Flugzeuge, das Donnern der Kanonen und das Knattern der Maschinengewehre überall Schrecken verbreiteten und Kugeln Tag und Nacht durch die Fenster flogen. Was aber tat Sr. Bertilla beim ersten Alarmzeichen? Schweigend griff sie zum Rosenkranz und ging ganz bleich durch die Baracken, um die Kranken zu holen.

Die, die nicht gehen konnten, nahm sie auf ihre Arme und trug sie in die Kirche, wobei sie immer wieder sagte: ,Habt keine Furcht, meine Lieben, wir sind bei Jesus.‘ (Die Kirche befand sich im Erdgeschoß, und dorthin trug sie die Kranken aus den oberen Stockwerken.) Nachts überquerte sie unter dem Feuer der Geschütze unerschrocken und voll Vertrauen den Hof. Die Splitter der Granaten schlugen ringsum ein. Wir sagten ihr immer wieder: Genug, Sr. Bertilla, passen Sie auf, dass wir nicht noch im Hof verbrennen! Sie antwortete, sie könne nicht ruhen, bevor sie nicht alle in Sicherheit gebracht habe. Ihre Liebe war heroisch!“

In ihrer freien Zeit versammelte Sr. Bertilla die Kinder um sich, die nicht das Bett zu hüten brauchten, und führte sie in die Kapelle des Hospitals. Dort hieß sie die Kinder entweder an der Kommunionbank oder auf der ersten Stufe des Altars niederknien und betete mit ihnen leichte und kurze Gebete. Die Allerkleinsten hob sie sogar in die Höhe, um ihnen das Türchen des Tabernakels zu zeigen, und belehrte sie, dass der Heiland darinnen sei, der uns so sehr liebt.

Ein Mädchen von acht Jahren brach beim Verlassen des Krankenhauses in bitteres Weinen aus. „Warum weinst du?“, fragten die Ärzte, „freust du dich nicht auf zu Hause?“ Das Kind antwortete: „Ich weine, weil ich die Schwester so lieb habe!“ Sie meinte Sr. Bertilla. Wie oft riefen die Kranken voll Erstaunen: „Diese Schwester verliert nie die Geduld!“ Professor Rubinati, der Chefarzt, sagte über sie: „Welche Ergebenheit bei Zurechtweisung! Nie ein Wort der Rechtfertigung, nie eine Widerrede! ... Sie war eine ideale Schwester, eine Krankenpflegerin ohnegleichen!“

Aus Sr. Maria Bertillas Tagebuch

„Alles für Jesus und seine Liebe; alles sei zur größeren Ehre Jesu!“

„Gehorsam in allem, besonders in den kleinsten Dingen! Ich will mir immer vor Augen halten, dass eine Schwester ohne Gehorsam nichts anderes ist als eine Maske.“

„Ich will die Augen beherrschen, besonders in der Kirche. Ich will nur umherschauen, wenn es notwendig ist ... Wieviel Unheil stiftet die Phantasie an und hat sie schon angestiftet! Heute will ich immer entweder an Jesus denken oder an das, was mein Amt von mir verlangt.“

Heilung auf Fürsprache Sr. Bertillas

Der 15-jährige Ottogrino Grigolato stürzte im Mai 1923 vom Fahrrad und fiel ins Koma. Die Ärzte stellten später eine Gehirnentzündung fest. Nach vier Tagen waren der linke Arm und das linke Bein gelähmt. Kurz darauf wurden ihm die Sterbesakramente gespendet, denn die Ärzte hielten den Fall für verloren. Sie sagten, nur ein Wunder könne noch helfen. Die Krankenschwester riet den verzweifelten Eltern, die wenige Monate zuvor im Ruf der Heiligkeit verstorbene Sr. Maria Bertilla anzurufen. Man begann sofort mit einer Novene, um die Heilung zu erbitten. Am selben Abend trat eine Besserung ein, tags darauf war das Fieber verschwunden. Am dritten Tag der Novene verschwand die Lähmung, am sechsten Tag wurde der Junge von den Ärzten entlassen, da er völlig gesundet war.

Im März 1925 wurde beim Landwirt Sebastian Fasan aus San Martino di Lupari ein bösartiger Tumor am Oberkiefer diagnostiziert. Bald darauf konnte Sebastian nicht mehr schlucken. Die Ärzte rechneten mit seinem Tod innerhalb einer Woche. Eine Krankenschwester gab ihm ein Bild der Sr. Bertilla, das er mit nach Hause nahm. Am selben Abend betete seine Familie mit den Nachbarn die ersten Gebete einer Novene zu Sr. Bertilla. Am Schluss der Gebete fühlte der Kranke ein Nervenzucken, und es schien ihm, als ob sich etwas entspanne. Er bat um Wasser und konnte es schlucken. Danach konnte er sogar Suppe zu sich nehmen. Er hatte keine Schmerzen mehr. Am folgenden Tag aß er mit seiner Familie ohne irgend eine Schwierigkeit: Er war geheilt.

Aus: P. Benedikt Stolz OSB, "Maria Bertilla"

Freitag, 29. August 2014

"Reicht das so?"

Geschichten, die das Leben schrieb, können den Glauben und das, worauf es im Christentum wirklich ankommt, oft besser verdeutlichen als theoretische Abhandlungen. Abbé Pierre Lefèvre stellt uns – im dritten Band von „Kleine Geschichten – große Wahrheiten“ – solche Geschichten vor:

Wenn man auf den Bus warten muss, hat man oft das Gefühl, Zeit zu verlieren. Aber nicht immer ist es verlorene Zeit. Eine Frau aus Deutschland erzählt:

Vor drei Jahren wartete ich in einer Großstadt auf den Bus. Er kam und kam nicht. Da näherte sich eine Prostituierte. Als sie versuchte, sich an die Männer in unserer Nähe heranzumachen, rief ich innerlich zu Jesus: „Du bist der Retter, rette sie!“ Als die Frau bei den Männern keinen Erfolg hatte, kam sie auf mich zu. Ich wischte sorgfältig die Regentropfen vom Sitzplatz neben mir weg. Sie staunte über meine Geste und fragte, weshalb ich das tue. – „Ich möchte verhindern, dass Sie sich schmutzig machen.“ Sie steht staunend da und sagt: „Das ist aber nicht gerade häufig, diese Aufmerksamkeit für andere.“ – „Das stimmt, und deshalb ist man ja auch oft allein.“ Sie stößt einen tiefen Seufzer aus und sagt: „Einsamkeit, das kenne ich!“ – Ich entscheide mich, sie zu duzen, und wage den ersten Schritt: „Du kennst die Einsamkeit, aber kennst du auch Jesus?“ Sie überlegt. „Ist das der, den sie Christus nennen?“ – „Ja, er ist dein Retter.“ – „Er kann mich retten? Wann?“ – „Ich weiß es nicht, bitte ihn darum. Er kommt und rettet dich.“
Sie steht auf, faltet die Hände, schließt die Augen und fleht laut: „Jesus, rette mich!“ Dann wendet sie sich wie ein kleines Mädchen, das sein Bestes versucht hat, an mich und fragt: „Reicht das so?“ „Ja, das reicht. Mach das oft so, dann wird er dich retten.“ Da gerade der Bus kam, kritzelte ich schnell meine Telefonnummer auf einen Zettel und gab ihn ihr.
Mehrere Monate vergingen. Eines Abends rief sie mich an und bat darum, mich mit ihr zu treffen. Sie fügte hinzu, sie sei nicht allein. In der Tat, als ich ankam, waren da fünf Prostituierte. Sie erzählten mir, jeden Tag träfen sie sich, um eine halbe Stunde lang zu wiederholen: „Jesus, du bist der Retter. Komm und rette uns!“ Sie luden mich ein, mich ihnen anzuschließen, wenn ich könnte.
In den folgenden Monaten wuchs die Gruppe. Schließlich waren es 27 Personen. Manchmal versuchte ich, ihnen eine kleine Katechese zu halten, doch sie antworteten mir: „Das wissen wir schon. Jesus hat es uns gelehrt!“
Heute, nach zwei Jahren, haben diese Prostituierten im Sakrament der Versöhnung eine Antwort auf ihr Beten empfangen und beschlossen, ihr Leben radikal zu ändern. Oft haben sie auf ganz unerwartete Weise Arbeit gefunden, viele haben kirchlich geheiratet, Kinder bekommen und führen ein Familienleben in Treue und im Gebet. Einige machen sogar eine Katechetenausbildung, um dann Zeugnis zu geben von der wunderbaren Begegnung, die ihr Leben verändert hat. Für Gott ist nichts unmöglich!

Aus "Kleine Geschichten - Große Wahrheiten (Band 3)" von P. Pierre Levebvre

Freitag, 22. August 2014

Maria Magdalena


Aus den Erlebnissen mit Resl von Konnersreuth

Rund 30 Jahre lang war Anni Spiegl eine Freundin der Familie Neumann und besonders der stigmatisierten Resl († 1962). Ein Jahr nach dem frühen Tod der Mystikerin veröffentlichte sie ihre Erinnerungen, in denen sie die gemeinsamen Unternehmungen, den Widerstand gegen die Nazis, die Wohltätigkeit der Familie Neumann gegenüber Armen und Verfolgten sowie viele Visionen und übernatürliche Erlebnisse Resls beschreibt. Am 13. Februar 2005 leitete der damalige Regensburger Bischof Gerhard L. Müller ihren Seligsprechungsprozess ein. Im Folgenden zitieren wir aus Anni Spiegls Aufzeichnungen:

Die hl. Maria Magdalena

Resl hegte eine besondere Liebe zur hl. Maria Magdalena. Sie muss sehr schön gewesen sein. Resl begegnete ihr in mehreren Visionen. Nach Resls Erzählung ist sie die Schwester von Martha und Lazarus. Sie ließ sich ihr Erbteil auszahlen und nahm Wohnung auf ihrem Gut Magdala, wo sie ein sehr leichtes Leben führte. Magdalena war schön gekleidet und geschmückt. Die Fußkettchen klirrten leise beim Gehen. Bei ihrer ersten Begegnung mit Jesus wollte sie nur den schönen, interessanten Mann sehen, von dem die ganze Stadt sprach. Bei Magdalena war es keine plötzliche Bekehrung wie bei Paulus. Bei ihr war es Liebe, die erst geläutert werden musste.

Magdalena merkte bald, dass Jesus anders war als die anderen, sie suchte seine Nähe. Ihre Bekehrung war endgültig, als er im Haus des Simon zu ihr sagte: „Deine Sünden sind dir vergeben, geh hin in Frieden!“ Nun gab es für sie keine Furcht und kein Zurück mehr.

Resl sah Magdalena unter dem Kreuz, von Blut benetzt, und am Ostermorgen als Erste zum Grab eilen. Sie ist gelaufen. Ihr schönes, volles Haar fiel ihr ins Gesicht, so dass sie es immer wieder hinausstrich. Auch Resl machte die gleiche Bewegung mit (als sie die Vision schaute). Maria kam als Erste zum Grab, während die anderen Frauen in einiger Entfernung stehenblieben. Sie fand das Grab leer und lief suchend durch den Garten. Da sah sie einen Mann vor sich, den sie für den Gärtner hielt. Ihn fragte sie: „Wo habt ihr ihn hingelegt?“ Dann die Antwort: „Myriam!“ Da erkannte auch Resl den Heiland. Ihr Gesicht strahlte (...)

Aus: Anni Spiegl, Leben und Sterben der Therese Neumann von Konnersreuth

Mittwoch, 20. August 2014

Sie riskieren viel!


Geschichten, die das Leben schrieb, können den Glauben und das, worauf es im Christentum wirklich ankommt, oft besser verdeutlichen als theoretische Abhandlungen. Abbé Pierre Lefèvre stellt uns – im dritten Band von „Kleine Geschichten – große Wahrheiten“ – solche Geschichten vor:

Ein Pfarrer in Paris konnte die letzten Momente im Leben einer Frau aus seiner Pfarrei nicht vergessen. Diese Frau hatte den Sakramentenempfang abgelehnt, doch auf die Bitte ihrer Tochter hin erklärte sie sich schließlich mit einem Besuch des Pfarrers einverstanden. Der Priester merkte schnell, dass die Sterbende verbittert und nicht im Frieden war. Er fragte sie, ob er etwas tun könne, um es ihr leichter zu machen. Sie gab keine Antwort. Er fragte sie, ob es vielleicht jemanden gäbe, dem sie böse wäre. Nach einem Augenblick des Schweigens sagte sie: „Ja, ich bin meinem Bruder böse. Er hat mir meinen Erbteil gestohlen, das werde ich ihm nie verzeihen!“
Der Priester erinnerte sie an die Warnung des Heilands: „Wenn ihr nicht vergebt, wird auch euer himmlischer Vater euch nicht vergeben.“ Die Antwort ließ nicht auf sich warten: „Ich weiß, dass Gott mir nicht vergeben wird, aber das ist mir egal.“ – „Also da riskieren Sie aber viel“, meinte der Priester. Die Frau antwortete kalt: „Ich weiß, dass ich verdammt werde, aber dann kann ich wenigstens die ganze Ewigkeit lang meinen Bruder hassen.“
Der Priester wusste nicht weiter. Er fiel schließlich auf die Knie und betete: „Heilige Maria, Mutter Gottes, jetzt, in der Stunde unseres Todes, bitte für uns!“ Da brach die Frau plötzlich in Tränen aus und rief: „Ich vergebe, ich vergebe! Herr, vergib auch mir!“ Mit einem Lächeln verstarb sie nach wenigen Minuten.


Aus "Kleine Geschichten - Große Wahrheiten (Band 3)" von P. Pierre Levebvre

Freitag, 15. August 2014

Das heilende Sakrament


Der irische Missionar P. Kevin Scallon berichtet von seinem ersten Erlebnis mit der Macht Jesu durch die Krankensalbung:

Mitte der sechziger Jahre weilte ich als junger Priester in Nigeria, wo ich Einkehrtage für die Pfarrei in einer sehr armen Gegend gehalten hatte. Eines Morgens stand ich nach der hl. Messe vor der kleinen Kirche und unterhielt mich mit den Menschen, als ein Mann zu mir trat, der einen in eine Decke gewickelten kleinen Jungen auf dem Arm trug. Der Reaktion der Umstehenden konnte ich entnehmen, dass der Junge sehr krank war, dem Tode nahe. Der Vater legte ihn sanft vor meinen Füßen auf den Boden und sagte: „Pater, bitten Sie doch Gott darum, meinen Sohn zu heilen!“
Noch nie im Leben hatte jemand so etwas zu mir gesagt, und ich wusste wirklich nicht, wie ich reagieren sollte. Plötzlich, wie inspiriert, dachte ich an die Krankensalbung. Ich holte mein Römisches Rituale hervor und begann, die lateinischen Gebete des „Sakraments der Letzten Ölung“ zu beten, wie es damals hieß. Ich salbte die Augen, Ohren, Nase, Lippen, Hände und Füße des Kindes. Als ich fertig war, bat ich die Menschen zu beten; nach einigen Minuten hob der Mann seinen Sohn vom Boden auf und ging heim.
Als an jenem Abend die hl. Messe begann, gab es eine große Aufregung in der Kirche, es wurde geklatscht, Gott gepriesen und die Trommeln geschlagen. Zuerst wusste ich nicht, was geschehen war, dann erkannte ich die Ursache: Derselbe Mann stand vor mir, mit einem großen, breiten Lächeln. Er sagte: „Schauen Sie, Pater, meinem Kind geht es besser. Sie haben meinen Sohn geheilt!“ Er sagte noch mehr, doch ich hörte nichts mehr. Ich war innerlich zutiefst bewegt durch dieses Zeichen, das Jesus diesen armen Menschen und einem jungen irischen Priester, der es so dringend brauchte, geschenkt hatte.
„Ich will selbst kommen und ihn gesund machen“ (Mt 8,7)

Aus dem Buch "Ich will selbst kommen" von P. Kevin Scallon

Donnerstag, 14. August 2014

Kleine Geschichten - Große Wahrheiten

Band 3 der beliebten Kurzgeschichten-Reihe von P. Pierre Lefèvre ist erschienen!

83 Kurzgeschichten, die illustrieren, was es heißt, das Vaterunser und die Sakramente im Alltag zu leben. Heilige wie Kyrill und Methodius oder der selige Frédéric Ozanam gehören ebenso zu den "Helden" der Geschichten wie Menschen aus Europa, Amerika oder Asien, die im Alltag, im Krankenhaus oder am Arbeitsplatz ihren Mann stehen. 
210 Seiten, broschiert / Art.Nr.: 1405 / Preis: € 10.00

Mittwoch, 13. August 2014

Der fliegende Heilige

Zu den faszinierendsten Heiligen gehört der Franziskanerpater Josef Maria von Copertino (1603 - 1663) aus der Provinz Apulien in Süditalien. In einem Stall geboren, erlebte er schon in jungen Jahren Armut, Krankheit und Ablehnung. Der Schüler aber konnte auch in tiefes Staunen versinken – beim Klang der Orgel, bei der Erwähnung des Namens Jesus ... Fasziniert vom Leben des hl. Franziskus wollte er diesem nachfolgen. Doch sein Weg ins Kloster war dornig, mehrfach wurde er „wegen Unfähigkeit“ abgewiesen, bis er endlich Franziskanerminorit werden durfte. Er schien zwei linke Hände zu haben, tat sich schwer beim Lernen und schien oft geistesabwesend zu sein. Mit äußerster Mühe, durch viel Gebet und die Hilfe der Mutter Gottes schaffte er das Priesterstudium schließlich doch.
Bald merkten die Menschen nun, wie hoch er, der „Unfähige“, begnadet war: Unzählige Male schwebte er verzückt in der Luft, er hatte Visionen über die Zukunft, besaß die Gabe der Heilung und der Herzensschau. Seine charismatischen Gaben waren dermaßen spektakulär, dass viele ihn aufsuchten, einfaches Volk wie Gelehrte und Adlige. Doch der Heilige litt auch unter Verdächtigungen und Unverständnis und wurde, um dem Ansturm der Massen zu begegnen, von Kloster zu Kloster geschickt und immer mehr vor der Öffentlichkeit abgeschottet. Noch heute erfährt der hl. Josef von Copertino vor allem in seiner Heimat eine große Verehrung. Eine Kurzbiographie mit Novene und Gebeten, aus der die folgende Leseprobe stammt, möchte ihn auch hierzulande bekanntmachen.

Die letzten Jahre

Auf Bitten seiner Mitbrüder wird Pater Josef im Jahr 1657 in dem Kloster der Franziskaner-Konventualen in Osimo aufgenommen, das in der Mark Ancona liegt. Bereits bei seiner Ankunft sieht er über der Basilika von Loreto die Engel auf- und niedersteigen. Bei diesem Anblick gerät er in Ekstase und fliegt hinauf zum Giebel einer Scheune – zum heillosen Entsetzen der mitreisenden Brüder. Obwohl er auch dort ein Gefangener seiner Zelle ist, weiß er dennoch um die Gebetsanliegen, die an die Gemeinschaft herangetragen werden, um sich den Beistand des berühmten Heiligen und Wundertäters zu sichern. Br. Josef versöhnt Zerstrittene, heilt Kranke, spricht Prophezeiungen aus, hebt immer wieder in Verzückung ab, tanzt mit einer Nachbildung des Jesuskindes in seinen Armen und singt dabei vor Glück. Er hört nicht auf, für die Anliegen seiner Mitmenschen zu beten und zu opfern.

Nach monatelangem Fieber stirbt Josef Maria von Copertino am 18. September 1663 in Osimo im Kreis seiner Mitbrüder. Ein sanftes Lächeln umspielt seine Lippen. Plötzlich wird sein Haupt von einem hellen Licht umstrahlt. Friedlich und entspannt ruht sein Leib, wie im Schlaf, ohne eine Spur des Leidens oder eines Todeskampfes. Pater Josef hat seine Seele dem Schöpfer zurückgegeben.

Die Verehrung des Heiligen

Schon bald kommt es am Grab von Pater Josef in der Klosterkirche von Osimo zu auffälligen Gebetserhörungen und Wundern. Das einfache Volk verehrt den, der im Ruf der Heiligkeit starb, als einen mächtigen Fürsprecher. Auch die Kirche bestätigt sein heiligmäßiges Leben: Im Jahr 1753 wird Josef Maria von Copertino von Papst Clemens XIII. selig- und vierzehn Jahre später heiliggesprochen. Besonders in seiner süditalienischen Heimat erfreut sich der „fliegende Heilige“ bis heute großer Popularität. Er ist ein Patron der Schüler und Studenten, die ihn bei Prüfungen um Hilfe anrufen. Auch die Piloten, vor allem der (argentinischen) Luftwaffe, wenden sich an ihn als ihren Schutzpatron. Im Jahr 1963 wird er schließlich zum Schutzpatron der Weltraumfahrer ernannt. Josef von Copertino gilt als einer der bemerkenswertesten Heiligen der christlichen Mystik, doch auch zu den am wenigsten verstandenen. Er wollte nur das Eine: den Willen Gottes erfüllen. Ja, er war geradezu verrückt nach Gott. Diese Verrücktheit erfasste nicht nur seine Seele, sondern auch den ganzen Leib, der buchstäblich hinaufgezogen wurde zu Gott. Unzählige Gläubige aller Stände suchten ihn auf. Aufgrund seiner Gabe der Herzensschau wurde er vor allem von dem einfachen Volk verehrt, das seine Nähe suchte und seinen Rat annahm. Seine von Gott eingegossene Wissenschaft setzte selbst gelehrte Theologen immer wieder ins Staunen. Die Zeit seiner Isolation nutzte P. Josef zu Gebet, Gesang und Dichtung. So ist von ihm eine umfangreiche geistliche Spruchsammlung erhalten.

Aus: Gottfried Egger, Heiliger Josef von Copertino – Patron der Studenten

Montag, 11. August 2014

Heiliger Josef von Copertino - Patron der Studenten

Aktuell ist ein neues Büchlein im Miriam-Verlag erschienen, in dem Pater Gottfried Egger aus dem Leben des Heiligen Josef von Copertino erzählt.


Der aus dem süditalienischen Apulien stammende Franziskaner führte ein sehr bewegtes Leben. Besondere Bekanntheit erlangte er durch seine außergewöhnlichen Charismen: er besaß die Gabe der Herzensschau, der Prophetie, der Heilung und der Levitation (Schweben). Letzteres brachte ihm den Namen "Heiliger der Flüge" ein. Der vor allem in Italien sehr verehrte Josef von Copertino ist der Patron der Schüler und Studenten und wird auch in schweren Anliegen um Fürbitte angerufen.

Zu beziehen beim Miriam-Verlag

48 Seiten, geheftet / Artikelnummer: 1404 / ISBN 978-3874494045 / Preis: € 2.00

Sonntag, 29. Juni 2014

Der Tag des Herrn

Manchmal sagt eine wahre Geschichte mehr aus als lange Abhandlungen. Aus dieser Überzeugung heraus sammelte der französische Priester Pierre Lefèvre Dutzende Geschichten, die er in zwei Bänden publizierte: Kleine Geschichten – Große Wahrheiten. Diese richten sich an Jugendliche und Erwachsene und zeigen vor allem, welche Bedeutung die Zehn Gebote im Leben haben.

Ich laufe nicht!

Der junge Schotte Eric H. Liddell (1902–1945) war Meister im Sprint und gewann 1923 den 100-Meter-Lauf als bester englischer Athlet. Folglich wurde er 1924 ausgewählt, England bei der Olympiade in Paris zu vertreten. Doch der Wettkampf fiel auf einen Sonntag. Nach der Gewohnheit vieler Christen jener Zeit trieb Eric am Sonntag keinen Sport. Er verzichtete also auch auf den Olympiastart, um den Tag des Herrn zu ehren.

Seine Freunde konnten sich darüber nicht beruhigen. Da jedoch der 400-Meter-Lauf während der Woche stattfand, wurde Eric angeboten, daran teilzunehmen. Bevor er das Hotel verließ, um den Bus zum Stadion zu nehmen, gab ihm sein Masseur einen Zettel mit den Worten, er solle ihn direkt vor dem Lauf lesen. Als Eric im Stadion ankam, fühlten sich seine Füße an wie Blei. Er dachte: „Ich bin
zwar im 100-Meter-Lauf der Beste, vierhundert Meter sind jedoch viel zu viel für mich!“ Dann zog er das Papier aus der Tasche und las: „Im Alten Testament steht geschrieben: ,Wer mich ehrt, den werde auch ich ehren‘ (1 Sam 2, 30).“ Das machte ihm Mut, und er beschloss, sein Bestes zu geben. Vor dem Start gab er den Konkurrenten die Hand. Sein Masseur sagte: „Mit diesem Händedruck verabschiedete er sich buchstäblich von seinen Konkurrenten! Und tatsächlich, er lief derart schnell, dass keiner ihn einholen konnte. Er gewann die Goldmedaille.“
Versuchen auch wir, den Tag des Herrn in Ehren zu halten, dann wird Gott unsere ganze Woche segnen. Der Katechismus (2195) sagt: „Jeder Christ soll sich hüten, ohne Notwendigkeit andere zu etwas zu verpflichten, das sie hindern würde, den Tag des Herrn zu halten.“

Mittwoch, 25. Juni 2014

Verborgene Quellen für die Heilung

Sr. Usha SND aus Indien, seit Jahren engagiert im Heilungsdienst, beschrieb, wie der Friede in unsere Beziehungen kommen und verwundete Erinnerungen geheilt werden können. Dabei verknüpft sie Elemente aus der Psychotherapie wirkungsvoll mit den Heilungsgaben des Heiligen Geistes. Inzwischen liegt eine Neuauflage der Kleinschrift "Verborgene Quellen für die Heilung" vor. Eine Leseprobe:

Innere Heilung


Auf unserem Lebensweg sollten wir vor allem in der Kraft des Heiligen Geistes mit Jesus gehen. Unsere Heimat ist der Himmel, wo nichts Böses existiert. Oft ist unser Weg auf Erden sehr dunkel, und wenn wir durch dieses „finstere Tal“ gehen, stoßen wir zwangsläufig mit anderen zusammen und geraten in Konflikte. Oft werden wir von unserer Umgebung nicht verstanden. Wir geben uns ehrliche Mühe, mit unseren Mitmenschen zu reden, aber unsere sprachlichen und außersprachlichen Bemühungen halten andere auf Abstand. Wir reagieren mit Erstaunen und Verwirrung, und hierdurch wird wiederum die Verständigung gestört. Als Beispiel möchte ich eine persönliche Erfahrung weitergeben:
Eine Schwester sagte etwas, womit ich mich in Gedanken sehr beschäftigte. Ich war mir dessen nicht bewusst, bis jemand anderes mich fragte: „Was ist geschehen? Du siehst so besorgt aus?“ Ich antwortete: „Nein, ich bin überhaupt nicht besorgt.“ Aber der Fragende konnte die Irritation auf meinem Gesicht sehen. Dabei beruhte alles auf einem belanglosen Ereignis:Ich ging gerade durch den Haupteingang meines Konvents hinaus und sah, dass eine andere Schwester hereinkommen wollte. Deshalb ließ ich die Tür für sie offen. Eine andere Schwester hinter mir, die nicht sehen konnte, dass jemand herein wollte, platzte heraus: „Oh, du lässt immer die Tür offen!“ Ich versuchte, ihr den Grund zu erklären, aber sie antwortete schnell: „Das ist nur deine Ausrede!“ Ich erfuhr, dass ich einer einfachen Geste wegen von der einen Person für freundlich und aufmerksam gehalten wurde, von der anderen jedoch für gedankenlos und unverantwortlich. Und dieser Person muss ich vergeben, nur so kann meine Verletzung geheilt werden. Bedingungslos zu vergeben und Vergebung zu empfangen, ist der Schlüssel, der die Tür zum inneren Frieden öffnet.Kehren wir zu der Schwester zurück, die sich über mich geärgert hatte. Sie ist eine Perfektionistin. Für sie ist eine Regel eine Regel, und jede, die sie nicht einhält, ist ungehorsam. An diesem Tag kannte sie den Grund nicht, weshalb ich die Tür offengelassen hatte; sie war in dem Moment auch nicht bereit, meine Erklärung
anzuhören und sich daraufhin mit mir zu versöhnen.
Deshalb ist der beste und schnellste Weg meiner Versöhnung, dass ich mich mit ihr in der Gegenwart des Herrn in meinem Herzen versöhne: Ich beruhige mich, sehe diese Schwester in meiner Vorstellung vor mir und sage zu ihr: „Schwester, ich vergebe dir, dass du so mit mir gesprochen hast. Du hast nicht gesehen, weshalb ich die Tür offen ließ. Deshalb vergebe ich dir.“ Es ist nicht schwierig, sich die Antwort dieser Schwester vorzustellen: „Bitte vergib mir, Sr. Usha, dass ich dich auf diese Weise verletzt habe. Aber aufgrund der Umstände war mir in diesem Moment nicht bewusst, was ich zu dir gesagt habe.“
Als ich auf diese Weise vergeben und Vergebung empfangen hatte, war ich von den negativen Gefühlen befreit. Ich bat Jesus, mich und die andere Schwester mit seinem kostbaren Blut zu heilen und freizusetzen. Durch meinen Glauben weiß ich, dass ich geheilt und freigesetzt bin. Dafür danke ich Jesus!

aus: Sr. Usha: "Verborgene Quellen für die Heilung"

Freitag, 30. Mai 2014

Lebenslinie - Warum ich keine Abtreibungsklinik mehr leite

Buchvorstellung 


Die Amerikanerin Abby Johnson (* 1980) studiert noch, als sie auf dem Campus ihrer Universität in Bryan, Texas zum ersten Mal in Kontakt kommt mit Planned Parenthood, der weltweit größten Abtreibungsorganisation. Sie glaubt den falschen Worten einer Planned Parenthood-Vertreterin, die Non-profit-Organisation verfolge das Ziel, Frauen in Not qualifizierte medizinische Hilfe anzubieten und sie umfassend über Empfängnisverhütung zu informieren, um somit die Zahl der Abtreibungen zu verringern. Die hilfsbereite, aber leichtgläubige Abby ist gleich begeistert und lässt sich zunächst als ehrenamtliche Helferin anwerben. Sie begleitet abtreib
ungswillige Frauen auf dem Weg in die Klinik und schützt sie vor aggressiven Abtreibungsgegnern, die sich vor der Klinik positioniert haben. Da Abby sehr engagiert und kompetent ist, macht sie bei Planned Parenthood schnell Karriere. Bereits nach wenigen Jahren übernimmt sie die Leitung der Klinik in Bryan.


Aber plötzlich bekommt sie an ihrer Arbeit und ihrem Arbeitgeber Zweifel. Die Zentrale von Planned Parenthood verlangt von ihr, dass sie die Zahl der Abtreibungen in ihrer Klinik aus wirtschaftlichen Gründen erhöhen müsse. Abby ist entsetzt, laufen doch diese Anweisungen den ethischen Zielen, für die Planned Parenthood zu stehen immer vorgab, zuwider. Endgültig gehen der jungen Klinikleiterin die Augen auf, als sie eines Tages aufgefordert wird, bei einer Abtreibung zu assistieren. Jetzt erkennt sie, was Abtreibung wirklich ist: die Tötung eines unschuldigen Lebewesens. Abby kündigt ihren gutdotierten Job und wechselt die Fronten. Sie sucht jetzt selbst Hilfe bei den Pro-Life Aktivisten, die sie selbst jahrelang bekämpft hatte, die aber immer für ihre Bekehrung gebetet haben. Aber Planned Parenthood gibt nicht so schnell auf. Die mächtige Organisation hat Angst, dass Abby ihre Erfahrungen publik macht und der Pro-choice-Sache schadet und droht, sie und ihre neuen Freunde von der Pro-Life Bewegung mit Klagen zu überziehen.

Dieses Buch, geschrieben von einer Planned Parenthood-Insiderin – Abby Johnson wurde noch 2009 als Angestellte des Jahres ausgezeichnet! – ermöglicht einen bisher einmaligen Blick hinter die Kulissen dieser weltweit größten Organisation, die sich für das Recht von Frauen auf Abtreibung einsetzt. Es deckt die Strukturen, Methoden und die wahren Ziele von Planned Parenthood auf, die eben n i c h t in einer Reduzierung der Abtreibungszahlen bestehen. Dabei verzichtet die Autorin auf eine pauschale Verurteilung aller Planned Parenthood – Angestellten. Sie setzt sich vielmehr kritisch mit beiden Lagern – Pro-Choice – Vertretern und Pro-Life – Aktivisten – auseinander, und deckt die Schwächen auf beiden Seiten auf. Radikale, zu Gewalt tendierende Abtreibungsgegner werden bei der Lektüre dieses Buches keinen Rückenwind verspüren. Ebenso findet keine moralisierende Herabsetzung von Frauen statt, die sich für eine Abtreibung entschieden haben. Sehr einfühlsam geht Abby Johnson, die selbst zwei ihrer Kinder abgetrieben hat, mit diesem sensiblen Thema um. – Ein Buch, das trotz der ernsten Thematik unterhält und überzeugend für den Schutz eines jeden Lebens eintritt, ob geboren oder ungeboren! Heute arbeitet Abby Johnson für „Live Action“, einer Pro-Life - Organisation. Ostern 2011 trat sie in die Katholische Kirche ein.

Das Buch können Sie hier beziehen