Am 21. August 1888, bei der großen französischen Nationalwallfahrt nach Lourdes, hatte es fast keine Heilungen gegeben. Ein Gewitter machte am Abend die Lichterprozession unmöglich. Angesichts der betrübten Pilgerschar kam ein frommer Geistlicher auf den Gedanken, das Allerheiligste Sakrament durch die Reihen der Kranken zu tragen, um dasselbe in vertrauensvollen Anrufungen zu feiern. Gesagt – getan. Bereits tags darauf, am Fest Maria Königin, wurde die erste Krankenprozession mit dem hochwürdigsten Gut gehalten.
Damals ertönten zum ersten Mal die ergreifenden Rufe: „Herr! Wenn du willst, kannst du mich gesund machen!“ – „Jesus, Sohn Davids, erbarme dich unser!“ Und was geschah? Kaum waren diese Flehrufe an den eucharistischen Herrn ergangen, erhoben sich vor der Grotte nicht weniger als acht Kranke, die ihre Gesundheit plötzlich wiedererlangt hatten. Wer kann den Jubel beschreiben, der nun unter Tränen der Dankbarkeit zum Himmel stieg? Ohne Unterlass erschallt seit diesem Tag dieser Jubel der Herzen zu Ehren des Allerheiligsten Altarsakraments in Lourdes weiter.
Dr. Boissarie schrieb darüber: „Im Jahr 1888 begannen wir die Heilungen zu registrieren, die sich während der eucharistischen Prozession ereigneten (...) Sehr oft konnte man bei den Bädern keine Besserung feststellen, während die Heilung plötzlich vor dem Allerheiligsten
geschah ...“
(Aus: Die schönsten eucharistischen Wunder, Heft 1
Zusammengetragen von Pfr. Karl M. Harrer, zu beziehen bei uns im Miriam-Verlag)
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Montag, 17. August 2015
Mittwoch, 20. August 2014
Sie riskieren viel!
Geschichten, die das Leben schrieb, können den Glauben und das, worauf es im Christentum wirklich ankommt, oft besser verdeutlichen als theoretische Abhandlungen. Abbé Pierre Lefèvre stellt uns – im dritten Band von „Kleine Geschichten – große Wahrheiten“ – solche Geschichten vor:
Ein Pfarrer in Paris konnte die letzten Momente im Leben einer Frau aus seiner Pfarrei nicht vergessen. Diese Frau hatte den Sakramentenempfang abgelehnt, doch auf die Bitte ihrer Tochter hin erklärte sie sich schließlich mit einem Besuch des Pfarrers einverstanden. Der Priester merkte schnell, dass die Sterbende verbittert und nicht im Frieden war. Er fragte sie, ob er etwas tun könne, um es ihr leichter zu machen. Sie gab keine Antwort. Er fragte sie, ob es vielleicht jemanden gäbe, dem sie böse wäre. Nach einem Augenblick des Schweigens sagte sie: „Ja, ich bin meinem Bruder böse. Er hat mir meinen Erbteil gestohlen, das werde ich ihm nie verzeihen!“
Der Priester erinnerte sie an die Warnung des Heilands: „Wenn ihr nicht vergebt, wird auch euer himmlischer Vater euch nicht vergeben.“ Die Antwort ließ nicht auf sich warten: „Ich weiß, dass Gott mir nicht vergeben wird, aber das ist mir egal.“ – „Also da riskieren Sie aber viel“, meinte der Priester. Die Frau antwortete kalt: „Ich weiß, dass ich verdammt werde, aber dann kann ich wenigstens die ganze Ewigkeit lang meinen Bruder hassen.“
Der Priester wusste nicht weiter. Er fiel schließlich auf die Knie und betete: „Heilige Maria, Mutter Gottes, jetzt, in der Stunde unseres Todes, bitte für uns!“ Da brach die Frau plötzlich in Tränen aus und rief: „Ich vergebe, ich vergebe! Herr, vergib auch mir!“ Mit einem Lächeln verstarb sie nach wenigen Minuten.
Aus "Kleine Geschichten - Große Wahrheiten (Band 3)" von P. Pierre Levebvre
Freitag, 15. August 2014
Das heilende Sakrament
Der irische Missionar P. Kevin Scallon berichtet von seinem ersten Erlebnis mit der Macht Jesu durch die Krankensalbung:
Mitte der sechziger Jahre weilte ich als junger Priester in Nigeria, wo ich Einkehrtage für die Pfarrei in einer sehr armen Gegend gehalten hatte. Eines Morgens stand ich nach der hl. Messe vor der kleinen Kirche und unterhielt mich mit den Menschen, als ein Mann zu mir trat, der einen in eine Decke gewickelten kleinen Jungen auf dem Arm trug. Der Reaktion der Umstehenden konnte ich entnehmen, dass der Junge sehr krank war, dem Tode nahe. Der Vater legte ihn sanft vor meinen Füßen auf den Boden und sagte: „Pater, bitten Sie doch Gott darum, meinen Sohn zu heilen!“
Noch nie im Leben hatte jemand so etwas zu mir gesagt, und ich wusste wirklich nicht, wie ich reagieren sollte. Plötzlich, wie inspiriert, dachte ich an die Krankensalbung. Ich holte mein Römisches Rituale hervor und begann, die lateinischen Gebete des „Sakraments der Letzten Ölung“ zu beten, wie es damals hieß. Ich salbte die Augen, Ohren, Nase, Lippen, Hände und Füße des Kindes. Als ich fertig war, bat ich die Menschen zu beten; nach einigen Minuten hob der Mann seinen Sohn vom Boden auf und ging heim.
Als an jenem Abend die hl. Messe begann, gab es eine große Aufregung in der Kirche, es wurde geklatscht, Gott gepriesen und die Trommeln geschlagen. Zuerst wusste ich nicht, was geschehen war, dann erkannte ich die Ursache: Derselbe Mann stand vor mir, mit einem großen, breiten Lächeln. Er sagte: „Schauen Sie, Pater, meinem Kind geht es besser. Sie haben meinen Sohn geheilt!“ Er sagte noch mehr, doch ich hörte nichts mehr. Ich war innerlich zutiefst bewegt durch dieses Zeichen, das Jesus diesen armen Menschen und einem jungen irischen Priester, der es so dringend brauchte, geschenkt hatte.
„Ich will selbst kommen und ihn gesund machen“ (Mt 8,7)
Aus dem Buch "Ich will selbst kommen" von P. Kevin Scallon
Dienstag, 29. Juli 2014
Vorsicht Falle!
Viele Christen mühen sich, ihre Pflichten in Familie und Beruf zu erfüllen. Sie unterstützen Arme und Bedürftige, beten und gehen zum Gottesdienst. Mit Überzeugung sagen sie: Ich bin ein guter Christ! – Es gibt jedoch einen Bereich in unserem Leben, über den wir uns selten Rechenschaft geben: Die Welt unserer Gedanken und Worte.
Jeden Tag navigieren wir durch eine Flut von Worten, von denen wir die meisten schnell vergessen. Und doch sind wir, aber auch unsere Mitmenschen, geprägt von eigenen und fremden Worten und den Gedanken, die die Wurzeln unserer Worte sind. Auch gute Christen sind nicht gefeit vor negativem Denken und Reden. Wie schnell geraten wir gerade durch unsere Zunge in die Negativ-Falle! Schon im Alten, aber auch im Neuen Testament wird die Gefahr, in die uns unsere Zunge bringt, oft thematisiert. Besonders deutliche Worte fand der Apostel Jakobus (Jak 1,26): „Wer meint, er diene Gott, aber seine Zunge nicht im Zaum hält, der betrügt sich selbst und sein Gottesdienst ist wertlos.“ Jakobus führt dies näher aus (Jak 3,5–6,9–10): „... wie klein kann ein Feuer sein, das einen großen Wald in Brand steckt! Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Die Zunge ist der Teil, der den ganzen Menschen verdirbt und das Rad des Lebens in Brand setzt; sie selbst aber ist von der Hölle in Brand gesetzt ... Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die als Abbild Gottes erschaffen sind. Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein!“
Wer Gutes über andere sagt, ist ein Segnender, denn segnen bedeutet „Gutes sagen“ (benedicere). Das Gegenteil drückt das lateinische Wort maledicere, „Böses sagen“, aus: lästern, schimpfen und verleumden. Die wenigsten Menschen sind sich der gravierenden Folgen ihrer Worte bewusst, die sogar zum Fluch werden können. So berichten die Medien oft von Kindern, die Selbstmord begehen, weil sie gemobbt werden – d.h. andere haben schlecht über sie geredet, und dies auch auf öffentlichen Plattformen wie Facebook, die „nichts vergessen“. Das Internet ist unbarmherzig, denn selbst wer Einträge löscht, weiß nicht, ob andere diese schon kopiert und weiterverbreitet haben. Was einmal ins weltweite Netz eingegeben wurde, ist kaum mehr zu eliminieren. Ähnlich verhält es sich auch mit unseren negativen Worten: Wir haben den Vorfall längst vergessen, aber in denen, die uns hörten, können diese Worte noch lange nachwirken. Wie oft sind z.B. Therapeuten mit Erwachsenen konfrontiert, deren Probleme in der Kindheit wurzeln, in Worten wie: „Du taugst nichts! Du bist an allem Schuld“ oder Schlimmerem.
uns hilft, denen zu vergeben, die an uns schuldig wurden, indem wir erst auf unsere eigene Sünde schauen und vor Gott um Vergebung bitten. Wer stets um eigene Verletzungen und die Sünden anderer kreist, riskiert, selbst zu sündigen, indem er nicht vergibt und zum „Ankläger unserer Brüder“ wird (vgl. Offb 12,10).
Der hl. Märtyrer Stephanus, der aufgrund von Verleumdung gesteinigt wurde, rief sterbend (Apg7,60): „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!“ Woher hatte er diese Kraft, Böses mit einem Fürbittgebet zu vergelten? Offensichtlich war es sein Verbundensein mit Jesus, sein Ausgerichtetsein auf den Himmel. Jesus, der selbst mit Worten der Vergebung starb, ist die Quelle dieser Liebe, die selbst beim Erleiden größten Unrechts nicht Rache, sondern Gutes für die Verfolger im Sinn hat.
Weg zu diesem Ziel zu helfen. Überwiegt aber unser negatives Denken und Reden, ist dies ein Anzeichen dafür, dass unser Ego stärker ist als unsere Nächstenliebe.Wie Jesus auf die Sünde seines besten Freundes reagierte, beschreibt Lukas (vgl. Lk 22,61): Petrus lässt Jesus im Stich, verleugnet ihn drei Mal. Jesus aber sieht Petrus nur an. Es muss ein Blick der Liebe gewesen sein, denn er führt zur tiefen Reue des Petrus. Jesus wird Petrus das Versagen nie vorhalten. Im Gegenteil, er vertraut ihm sogar seine Kirche an. Petrus schreibt später (1 Petr 4,8): „Vor allem haltet fest an der Liebe zueinander; denn die Liebe deckt viele Sünden zu.“ Petrus hatte es selbst erlebt, denn der
auferstandene Jesus hatte Petrus nach der dreifachen Verleugnung drei Mal gefragt (Joh 21,15–17): „Liebst du mich?“ Er gab Petrus die Chance, sein dreimaliges „Böses-Sagen“ umzukehren durch das dreimalige „Ich liebe dich “.
Immer, wenn wir negativ über andere sprechen oder denken, schaut uns Jesus mit demselben Blick an wie damals Petrus. Denn wir treffen Jesus, wenn wir andere vorschnell kritisieren, verleumden und ihnen gar jede gute Absicht absprechen. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“, sagt der Herr (Mt 25,40).
Bitten wir ihn um die Gnade, ganz frei zu werden vom Geist der Kritiksucht, und uns zu helfen, fortan ein Segen für jene zu sein, denen wir durch unser negatives Reden geschadet haben. Die Heiligen Stephanus, Petrus und Jakobus werden uns vom Himmel aus beistehen. Sie warten nur darauf, dass wir sie darum bitten.
Komm, Heiliger Geist, lenke unser Denken, Reden und Tun!
Beatrix Zureich
(Zuerst erschienen in "Maria - das Zeichen der Zeit" Nr. 156)
Jeden Tag navigieren wir durch eine Flut von Worten, von denen wir die meisten schnell vergessen. Und doch sind wir, aber auch unsere Mitmenschen, geprägt von eigenen und fremden Worten und den Gedanken, die die Wurzeln unserer Worte sind. Auch gute Christen sind nicht gefeit vor negativem Denken und Reden. Wie schnell geraten wir gerade durch unsere Zunge in die Negativ-Falle! Schon im Alten, aber auch im Neuen Testament wird die Gefahr, in die uns unsere Zunge bringt, oft thematisiert. Besonders deutliche Worte fand der Apostel Jakobus (Jak 1,26): „Wer meint, er diene Gott, aber seine Zunge nicht im Zaum hält, der betrügt sich selbst und sein Gottesdienst ist wertlos.“ Jakobus führt dies näher aus (Jak 3,5–6,9–10): „... wie klein kann ein Feuer sein, das einen großen Wald in Brand steckt! Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Die Zunge ist der Teil, der den ganzen Menschen verdirbt und das Rad des Lebens in Brand setzt; sie selbst aber ist von der Hölle in Brand gesetzt ... Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die als Abbild Gottes erschaffen sind. Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein!“
Wer Gutes über andere sagt, ist ein Segnender, denn segnen bedeutet „Gutes sagen“ (benedicere). Das Gegenteil drückt das lateinische Wort maledicere, „Böses sagen“, aus: lästern, schimpfen und verleumden. Die wenigsten Menschen sind sich der gravierenden Folgen ihrer Worte bewusst, die sogar zum Fluch werden können. So berichten die Medien oft von Kindern, die Selbstmord begehen, weil sie gemobbt werden – d.h. andere haben schlecht über sie geredet, und dies auch auf öffentlichen Plattformen wie Facebook, die „nichts vergessen“. Das Internet ist unbarmherzig, denn selbst wer Einträge löscht, weiß nicht, ob andere diese schon kopiert und weiterverbreitet haben. Was einmal ins weltweite Netz eingegeben wurde, ist kaum mehr zu eliminieren. Ähnlich verhält es sich auch mit unseren negativen Worten: Wir haben den Vorfall längst vergessen, aber in denen, die uns hörten, können diese Worte noch lange nachwirken. Wie oft sind z.B. Therapeuten mit Erwachsenen konfrontiert, deren Probleme in der Kindheit wurzeln, in Worten wie: „Du taugst nichts! Du bist an allem Schuld“ oder Schlimmerem.
Erneuerung des Denkens
Wer negativ denkt und spricht, ist meist selbst verletzt und teilt deswegen aus. Um aus diesem Kreislauf auszubrechen, bedarf es der Heilung. Hier ist das Sakrament der Beichte segensreich, dasuns hilft, denen zu vergeben, die an uns schuldig wurden, indem wir erst auf unsere eigene Sünde schauen und vor Gott um Vergebung bitten. Wer stets um eigene Verletzungen und die Sünden anderer kreist, riskiert, selbst zu sündigen, indem er nicht vergibt und zum „Ankläger unserer Brüder“ wird (vgl. Offb 12,10).
Der hl. Märtyrer Stephanus, der aufgrund von Verleumdung gesteinigt wurde, rief sterbend (Apg7,60): „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!“ Woher hatte er diese Kraft, Böses mit einem Fürbittgebet zu vergelten? Offensichtlich war es sein Verbundensein mit Jesus, sein Ausgerichtetsein auf den Himmel. Jesus, der selbst mit Worten der Vergebung starb, ist die Quelle dieser Liebe, die selbst beim Erleiden größten Unrechts nicht Rache, sondern Gutes für die Verfolger im Sinn hat.
Wider den Geist der Kritiksucht
Manchmal sind Christen nur darum bemüht, einmal selbst in den Himmel zu kommen. Das birgt die Gefahr eines „frommen Egoismus“, denn die beiden größten Gebote Jesu haben einen anderen Fokus: Gott und den Nächsten zu lieben (vgl. Mk 12,30f). Ein wahrer Christ will nicht „allein in den Himmel kommen“, sondern viele andere mitbringen. Wie ist das möglich? Indem wir so leben und handeln wie Jesus. Ein wichtiger Schritt dazu ist es, dem Geist der Kritiksucht zu widersagen. Oft meinen wir, anderen mit unserer Kritik zu „helfen“, doch selten genug ist unser Kritisieren konstruktiv. Könnten wir am Ende des Tages die Gedanken und Worte zählen, müssten wir womöglich mit Erschrecken feststellen, dass die positiven Worte und Gedanken in der Minderheit waren; dass wir mehr gemaßregelt und verurteilt haben als gedankt und gelobt ...Wer Jesus nachfolgen will, sollte sich den Blick Jesu zu eigen machen, der die Mitmenschen nicht auf ihr Sünder-Dasein reduziert, sondern ihr Potential zur Heiligkeit sieht – und alles tut, ihnen auf demWeg zu diesem Ziel zu helfen. Überwiegt aber unser negatives Denken und Reden, ist dies ein Anzeichen dafür, dass unser Ego stärker ist als unsere Nächstenliebe.Wie Jesus auf die Sünde seines besten Freundes reagierte, beschreibt Lukas (vgl. Lk 22,61): Petrus lässt Jesus im Stich, verleugnet ihn drei Mal. Jesus aber sieht Petrus nur an. Es muss ein Blick der Liebe gewesen sein, denn er führt zur tiefen Reue des Petrus. Jesus wird Petrus das Versagen nie vorhalten. Im Gegenteil, er vertraut ihm sogar seine Kirche an. Petrus schreibt später (1 Petr 4,8): „Vor allem haltet fest an der Liebe zueinander; denn die Liebe deckt viele Sünden zu.“ Petrus hatte es selbst erlebt, denn der
auferstandene Jesus hatte Petrus nach der dreifachen Verleugnung drei Mal gefragt (Joh 21,15–17): „Liebst du mich?“ Er gab Petrus die Chance, sein dreimaliges „Böses-Sagen“ umzukehren durch das dreimalige „Ich liebe dich “.
Immer, wenn wir negativ über andere sprechen oder denken, schaut uns Jesus mit demselben Blick an wie damals Petrus. Denn wir treffen Jesus, wenn wir andere vorschnell kritisieren, verleumden und ihnen gar jede gute Absicht absprechen. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“, sagt der Herr (Mt 25,40).
Bitten wir ihn um die Gnade, ganz frei zu werden vom Geist der Kritiksucht, und uns zu helfen, fortan ein Segen für jene zu sein, denen wir durch unser negatives Reden geschadet haben. Die Heiligen Stephanus, Petrus und Jakobus werden uns vom Himmel aus beistehen. Sie warten nur darauf, dass wir sie darum bitten.
Komm, Heiliger Geist, lenke unser Denken, Reden und Tun!
Beatrix Zureich
(Zuerst erschienen in "Maria - das Zeichen der Zeit" Nr. 156)
Mittwoch, 23. Juli 2014
Alan Ames in Österreich, Südtirol und Schweiz - September 2014
Im September wird der Australier Alan Ames insgesamt 13 Gebetstage mit Vortrag und Heilungsgebet im deutschsprachigen Raum halten. Nachdem im Mai vor allem Deutschland berücksichtigt wurde, wird dies im September vor allem Österreich sein, dazu kommen noch einige Orte in Südtirol/Italien und der Schweiz.
Nun stehen endlich die genauen Termine fest und können HIER abgerufen werden. In Kürze werden sie auch auf der offiziellen Homepage und hier auf dem Blog verfügbar sein.
Beim Miriam-Verlag gibt es Infoflyer und Programmzettel, die kostenlos bezogen werden können. Bitte laden Sie auch Freunde und Bekannte ein!
Alan Ames (*1953 in England) geriet durch Armut in ein Milieu der Gewalt und des Alkohols. Nach der Heirat zog er nach Australien. Er hat zwei Kinder, machte Karriere in der Pharma-Industrie sowie im Sport als Kapitän der australischen Aikido-Nationalmannschaft (WM 1992), vier Schwarze Gürtel. Im Jahr 1993 wird ihm eine unerwartete Gotteserfahrung zuteil. Bekehrung und Rückkehr zur Kirche, innere Heilung und Berufung zum Heilungsdienst folgen. Mit Erlaubnis seines Erzbischofs ist Alan seit 1996 weltweit unterwegs, um Zeugnis zu geben und für die Menschen zu beten. Durch Alans Gebetsdienst wirkt Gott viele Heilungen.
"Ich möchte Alan Ames als einen treuen Katholiken und als rechtschaffenen Mann empfehlen. Er ist weit gereist, sprach über seine Bekehrung und übte seinen Heilungsdienst aus, was sehr gute Aufnahme gefunden hat, wo er auch hingeht ... Was Herr Ames sagt und schreibt ist einfach, korrekt und widerspricht in keinerlei Weise der rechten Lehre der Kirche."
"Ich habe keinen Zweifel daran, daß die Ansprachen von Alan von großem Wert für jene sind, die ihn hören, und sein unerschütterlicher Gehorsam gegenüber seinem Erzbischof und dem Magisterium der Kirche ist heute besonders wertvoll"
Nun stehen endlich die genauen Termine fest und können HIER abgerufen werden. In Kürze werden sie auch auf der offiziellen Homepage und hier auf dem Blog verfügbar sein.Beim Miriam-Verlag gibt es Infoflyer und Programmzettel, die kostenlos bezogen werden können. Bitte laden Sie auch Freunde und Bekannte ein!
Alan Ames (*1953 in England) geriet durch Armut in ein Milieu der Gewalt und des Alkohols. Nach der Heirat zog er nach Australien. Er hat zwei Kinder, machte Karriere in der Pharma-Industrie sowie im Sport als Kapitän der australischen Aikido-Nationalmannschaft (WM 1992), vier Schwarze Gürtel. Im Jahr 1993 wird ihm eine unerwartete Gotteserfahrung zuteil. Bekehrung und Rückkehr zur Kirche, innere Heilung und Berufung zum Heilungsdienst folgen. Mit Erlaubnis seines Erzbischofs ist Alan seit 1996 weltweit unterwegs, um Zeugnis zu geben und für die Menschen zu beten. Durch Alans Gebetsdienst wirkt Gott viele Heilungen.
"Ich möchte Alan Ames als einen treuen Katholiken und als rechtschaffenen Mann empfehlen. Er ist weit gereist, sprach über seine Bekehrung und übte seinen Heilungsdienst aus, was sehr gute Aufnahme gefunden hat, wo er auch hingeht ... Was Herr Ames sagt und schreibt ist einfach, korrekt und widerspricht in keinerlei Weise der rechten Lehre der Kirche."
Barry James Hickey, Erzbischof von Perth
"Ich habe keinen Zweifel daran, daß die Ansprachen von Alan von großem Wert für jene sind, die ihn hören, und sein unerschütterlicher Gehorsam gegenüber seinem Erzbischof und dem Magisterium der Kirche ist heute besonders wertvoll"
Philip Matthew Hannan, emeritierter Erzbischof von New Orleans
Mittwoch, 25. Juni 2014
Verborgene Quellen für die Heilung
Sr. Usha SND aus Indien, seit Jahren engagiert im Heilungsdienst, beschrieb, wie der Friede in unsere Beziehungen kommen und verwundete Erinnerungen geheilt werden können. Dabei verknüpft sie Elemente aus der Psychotherapie wirkungsvoll mit den Heilungsgaben des Heiligen Geistes. Inzwischen liegt eine Neuauflage der Kleinschrift "Verborgene Quellen für die Heilung" vor. Eine Leseprobe:
Auf unserem Lebensweg sollten wir vor allem in der Kraft des Heiligen Geistes mit Jesus gehen. Unsere Heimat ist der Himmel, wo nichts Böses existiert. Oft ist unser Weg auf Erden sehr dunkel, und wenn wir durch dieses „finstere Tal“ gehen, stoßen wir zwangsläufig mit anderen zusammen und geraten in Konflikte. Oft werden wir von unserer Umgebung nicht verstanden. Wir geben uns ehrliche Mühe, mit unseren Mitmenschen zu reden, aber unsere sprachlichen und außersprachlichen Bemühungen halten andere auf Abstand. Wir reagieren mit Erstaunen und Verwirrung, und hierdurch wird wiederum die Verständigung gestört. Als Beispiel möchte ich eine persönliche Erfahrung weitergeben:
Eine Schwester sagte etwas, womit ich mich in Gedanken sehr beschäftigte. Ich war mir dessen nicht bewusst, bis jemand anderes mich fragte: „Was ist geschehen? Du siehst so besorgt aus?“ Ich antwortete: „Nein, ich bin überhaupt nicht besorgt.“ Aber der Fragende konnte die Irritation auf meinem Gesicht sehen. Dabei beruhte alles auf einem belanglosen Ereignis:Ich ging gerade durch den Haupteingang meines Konvents hinaus und sah, dass eine andere Schwester hereinkommen wollte. Deshalb ließ ich die Tür für sie offen. Eine andere Schwester hinter mir, die nicht sehen konnte, dass jemand herein wollte, platzte heraus: „Oh, du lässt immer die Tür offen!“ Ich versuchte, ihr den Grund zu erklären, aber sie antwortete schnell: „Das ist nur deine Ausrede!“ Ich erfuhr, dass ich einer einfachen Geste wegen von der einen Person für freundlich und aufmerksam gehalten wurde, von der anderen jedoch für gedankenlos und unverantwortlich. Und dieser Person muss ich vergeben, nur so kann meine Verletzung geheilt werden. Bedingungslos zu vergeben und Vergebung zu empfangen, ist der Schlüssel, der die Tür zum inneren Frieden öffnet.Kehren wir zu der Schwester zurück, die sich über mich geärgert hatte. Sie ist eine Perfektionistin. Für sie ist eine Regel eine Regel, und jede, die sie nicht einhält, ist ungehorsam. An diesem Tag kannte sie den Grund nicht, weshalb ich die Tür offengelassen hatte; sie war in dem Moment auch nicht bereit, meine Erklärung
anzuhören und sich daraufhin mit mir zu versöhnen.
Deshalb ist der beste und schnellste Weg meiner Versöhnung, dass ich mich mit ihr in der Gegenwart des Herrn in meinem Herzen versöhne: Ich beruhige mich, sehe diese Schwester in meiner Vorstellung vor mir und sage zu ihr: „Schwester, ich vergebe dir, dass du so mit mir gesprochen hast. Du hast nicht gesehen, weshalb ich die Tür offen ließ. Deshalb vergebe ich dir.“ Es ist nicht schwierig, sich die Antwort dieser Schwester vorzustellen: „Bitte vergib mir, Sr. Usha, dass ich dich auf diese Weise verletzt habe. Aber aufgrund der Umstände war mir in diesem Moment nicht bewusst, was ich zu dir gesagt habe.“
Als ich auf diese Weise vergeben und Vergebung empfangen hatte, war ich von den negativen Gefühlen befreit. Ich bat Jesus, mich und die andere Schwester mit seinem kostbaren Blut zu heilen und freizusetzen. Durch meinen Glauben weiß ich, dass ich geheilt und freigesetzt bin. Dafür danke ich Jesus!
aus: Sr. Usha: "Verborgene Quellen für die Heilung"
Innere Heilung
Auf unserem Lebensweg sollten wir vor allem in der Kraft des Heiligen Geistes mit Jesus gehen. Unsere Heimat ist der Himmel, wo nichts Böses existiert. Oft ist unser Weg auf Erden sehr dunkel, und wenn wir durch dieses „finstere Tal“ gehen, stoßen wir zwangsläufig mit anderen zusammen und geraten in Konflikte. Oft werden wir von unserer Umgebung nicht verstanden. Wir geben uns ehrliche Mühe, mit unseren Mitmenschen zu reden, aber unsere sprachlichen und außersprachlichen Bemühungen halten andere auf Abstand. Wir reagieren mit Erstaunen und Verwirrung, und hierdurch wird wiederum die Verständigung gestört. Als Beispiel möchte ich eine persönliche Erfahrung weitergeben:
Eine Schwester sagte etwas, womit ich mich in Gedanken sehr beschäftigte. Ich war mir dessen nicht bewusst, bis jemand anderes mich fragte: „Was ist geschehen? Du siehst so besorgt aus?“ Ich antwortete: „Nein, ich bin überhaupt nicht besorgt.“ Aber der Fragende konnte die Irritation auf meinem Gesicht sehen. Dabei beruhte alles auf einem belanglosen Ereignis:Ich ging gerade durch den Haupteingang meines Konvents hinaus und sah, dass eine andere Schwester hereinkommen wollte. Deshalb ließ ich die Tür für sie offen. Eine andere Schwester hinter mir, die nicht sehen konnte, dass jemand herein wollte, platzte heraus: „Oh, du lässt immer die Tür offen!“ Ich versuchte, ihr den Grund zu erklären, aber sie antwortete schnell: „Das ist nur deine Ausrede!“ Ich erfuhr, dass ich einer einfachen Geste wegen von der einen Person für freundlich und aufmerksam gehalten wurde, von der anderen jedoch für gedankenlos und unverantwortlich. Und dieser Person muss ich vergeben, nur so kann meine Verletzung geheilt werden. Bedingungslos zu vergeben und Vergebung zu empfangen, ist der Schlüssel, der die Tür zum inneren Frieden öffnet.Kehren wir zu der Schwester zurück, die sich über mich geärgert hatte. Sie ist eine Perfektionistin. Für sie ist eine Regel eine Regel, und jede, die sie nicht einhält, ist ungehorsam. An diesem Tag kannte sie den Grund nicht, weshalb ich die Tür offengelassen hatte; sie war in dem Moment auch nicht bereit, meine Erklärung
anzuhören und sich daraufhin mit mir zu versöhnen.
Deshalb ist der beste und schnellste Weg meiner Versöhnung, dass ich mich mit ihr in der Gegenwart des Herrn in meinem Herzen versöhne: Ich beruhige mich, sehe diese Schwester in meiner Vorstellung vor mir und sage zu ihr: „Schwester, ich vergebe dir, dass du so mit mir gesprochen hast. Du hast nicht gesehen, weshalb ich die Tür offen ließ. Deshalb vergebe ich dir.“ Es ist nicht schwierig, sich die Antwort dieser Schwester vorzustellen: „Bitte vergib mir, Sr. Usha, dass ich dich auf diese Weise verletzt habe. Aber aufgrund der Umstände war mir in diesem Moment nicht bewusst, was ich zu dir gesagt habe.“
Als ich auf diese Weise vergeben und Vergebung empfangen hatte, war ich von den negativen Gefühlen befreit. Ich bat Jesus, mich und die andere Schwester mit seinem kostbaren Blut zu heilen und freizusetzen. Durch meinen Glauben weiß ich, dass ich geheilt und freigesetzt bin. Dafür danke ich Jesus!
aus: Sr. Usha: "Verborgene Quellen für die Heilung"
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