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Donnerstag, 10. März 2016

Medjugorje und das Fasten

Seit dem 24. Juni 1981 berichten sechs junge Menschen, dass ihnen die Gottesmutter Maria erscheine, die sich „Königin des Friedens“ nenne. Seither ist das Dorf Medjugorje in Bosnien Herzegowina zu einem der größten Wallfahrtsorte Europas geworden. Im Januar war Kardinal  Schönborn aus Wien vor Ort, um Medjugorje „als Pilger“ zu erleben – immer wieder betont der Kardinal, dass viele Priesterberufungen in seiner Erzdiözese auf Medjugorje zurückgehen. Der Postulator des Seligsprechungsprozesses für Papst Johannes Paul II., Slawomir Oder, publizierte eine Aussage des 2005 verstorbenen Papstes, dessen Seligsprechung bevorsteht: „Wenn ich nicht in Rom wäre, würde ich bereits in Medjugorje beten.“
Noch steht das endgültige Wort der Kirche über die Echtheit der Erscheinungen aus. Wallfahrten nach Medjugorje sind jedoch erlaubt, und die Kirche bemüht sich, den Tausenden Pilgern seelsorgerisch beizustehen.

Aus dem neu erschienenen Medjugorje Kurzbericht, der den Wallfahrtsort und die Botschaften kurz vorstellt, zitieren wir einen Abschnitt zum Thema Fasten, das zum Kern der Botschaften gehört:

Fasten

Das Fasten hilft dem Menschen, durch bewussten Verzicht auf Konsumgüter, Gewohnheiten oder Aktivitäten sich seiner Abhängigkeiten bewusst zu werden und ein Stück mehr Freiheit zu gewinnen Es hilft ihm, sich auf seine Würde und Rolle zu besinnen und das Wesentliche zu erkennen, und es versetzt ihn in die Lage, sich wieder mehr Gott und seinen Mitmenschen zuzuwenden: „Auch heute lade ich euch zum Fasten und zur Entsagung ein. Meine lieben Kinder, entsagt dem, was euch hindert, Jesus näher zu sein“ (Botschaft vom 25. März 1998). Am 25. Juli 1991 sagte die Gospa: „In dieser Zeit ist der Friede auf besondere Weise bedroht, und ich erbitte von euch, dass ihr das Fasten und das Gebet in euren Familien erneuert. Liebe Kinder, ich wünsche, dass ihr den Ernst der Situation begreift und dass ihr begreift, dass viel von dem, was geschehen wird, von eurem Gebet abhängt.“ Immer wieder wird deutlich, wie sehr der Glaube, Gebet und Fasten den Frieden und unsere Zukunft beeinflussen: „Nur durch Gebet und Fasten kann der Krieg aufgehalten werden“ (Botschaft vom 25. April 1992). Indem wir uns durch Fasten und Entsagung von der Welt des Materiellen zurückziehen, werden wir offener für die Welt des Spirituellen, diese gewinnt mehr Anteil an uns. Und wenn wir als gläubige Christen mit dem Herzen fasten, in den Anliegen der Gospa, so können wir wiederum Einfluss nehmen auf den Plan Gottes: „Vor allem fastet, denn durch das Fasten werdet ihr erreichen, dass der gesamte Plan Gottes, den Gott hier in Medjugorje vorhat, verwirklicht wird ...“ (Botschaft vom 26. September 1985).
Die Gospa legte auch nahe, für die Bekehrung der Sünder zu beten und zu fasten. Dies ist ein weiterer Aspekt des Fastens: das Aufopfern. Auch dazu ruft die Gospa auf. Als die Seherin Vicka für längere Zeit unter Krankheiten – auch eine Art des Fastens durch Verzicht auf Gesundheit – zu leiden hatte, ermunterte die Gospa sie dazu, all ihre Schwierigkeiten Jesus für die Bekehrung der Sünder darzubringen. So verzichtete Vicka darauf, die Gospa um Heilung zu bitten.
Wie soll man fasten? Vicka sagt in einem Gespräch mit Pater Bubalo: „Wir haben sie gefragt, wie man fasten müsse, und sie sagte: bei Brot und Wasser ...Wer fastet, tut Gutes, wer aber nicht fastet, sündigt bestimmt nicht. Es sei denn, dass er dasjenige Fasten nicht hält, das die Kirche anordnet ... Das Wichtigste ist, dass man fastet, jeder so, wie er kann.“
Heute ist die Praxis des Fastens am Mittwoch und Freitag fest mit Medjugorje verbunden.

Mittwoch, 6. Mai 2015

DIE TUGENDEN MARIENS

Vor beinahe 400 Jahren schrieb die spanische Äbtissin Maria von Agreda ihre Offenbarungen über das Leben der Gottesmutter nieder. Dieses Werk beruht auf Visionen und beschreibt das Leben Mariens von ihrer Empfängnis bis zum Tod, wobei besonderes Gewicht darauf gelegt wird, wie sie durch ihre Tugenden Gott verherrlichte.
Dieses Werk, aus dem untenstehendes Zitat stammt, kann Laien und Ordensleuten Impulse für eine vertiefte Spiritualität schenken, um nach Mariens Beispiel in den Tugenden zu wachsen. Für die Mystikerin Maria von Agreda, die 1665 im Ruf der Heiligkeit starb und deren Leib bis heute unverwest in einem Schrein in Agreda zu sehen ist, wurde aufgrund ihrer Tugenden ein Seligsprechungsprozess eingeleitet.


Die Tugend der Mäßigkeit

Sanftmut bezähmt den Zorn, Milde mäßigt die Strafe. Maria hatte keinen Zorn zu bezähmen. Diese natürliche Anlage gebrauchte sie nur in Starkmut gegen die Sünde und gegen den Satan. Sie verlangte nie, Menschen zu bestrafen. Kein Anlass erregte ihren Zorn. Immer blieb ihre innere und äußere Ruhe vollkommen sanft, unveränderlich und unnachahmlich. Bei ihr gab es keine Veränderung der Miene, in der Stimme oder in den Bewegungen, die Regungen des Zornes bekundet hätten. Der Herr benützte diese ihre Sanftmut und Milde als Werkzeug für Seine eigene und teilte durch sie alle Wohltaten und Wirkungen Seiner ewigen Erbarmungen aus.
Darum musste die Milde unserer lieben Frau im Verhältnis zur Milde unseres Herrn stehen (...) Um von den andern in der Mäßigung eingeschlossenen Tugenden würdig zu sprechen, namentlich von der Demut, Lebensstrenge und Armut der seligsten Jungfrau, bedürfte es Engelszungen und vieler Bücher. Von dem, was ich darüber zu sagen vermag, ist die ganze vorliegende Lebensgeschichte voll. Aus allen Handlungen Mariä leuchtet vor jeder anderen Tugend ihre unvergleichliche Demut hervor (...) Wunderbar war auch ihre Anmut und Lebensstrenge. Sie konnte über alle Geschöpfe als Herrin verfügen, aber sie verzichtete auf alles, was der Herr in ihre Hände gelegt hatte, um ihren heiligen Sohn nachzuahmen. Gleichwie der Vater seinem Sohn alles in die Hände gegeben hatte, so legte dieser alles in die Hände Seiner Mutter. Sie aber tat wie Er und verzichtete auf alles im Herzen und in der Tat zur Ehre Gottes.
Über ihre Sittsamkeit im Benehmen, ihre Sanftmut im Reden und ihr ganzes Äußeres genügt zu sagen, dass man sie wegen der unaussprechlichen Würde, die in alldem zutage trat, für ein übermenschliches Wesen hätte halten können, wenn der Glaube nicht gelehrt hätte, dass sie ein bloßes Geschöpf war.
 
(Aus: Maria von Agreda, Leben der jungfräulichen Gottesmutter Maria, Band 1, S. 424ff)

Samstag, 11. April 2015

Monatsbotschaft März 2015

Botschaft der Muttergottes von Medjugorje an Marija Pavlovic-Lunetti vom 25. März 2015


„Liebe Kinder!
Auch heute erlaubt mir der Allerhöchste, dass ich mit euch bin und dass ich euch auf dem Weg der Umkehr führe. Viele Herzen haben sich vor der Gnade verschlossen und sind für meinen Ruf taub geworden. Ihr, meine lieben Kinder, betet und kämpft gegen die Versuchungen und alle bösen Pläne, die euch der Teufel durch den Modernismus anbietet. Seid stark im Gebet und, mit dem Kreuz in den Händen, betet, dass das Böse euch nicht benutzt und nicht in euch siegt. Ich bin mit euch und bete für euch. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“


Hindernisse für Gottes Gnade

Gottes Gnade ist stets für uns da. Gott will uns immer helfen, doch wir sind nicht immer dafür offen. Viel Gutes unterbleibt, weil wir uns den Impulsen des Heiligen Geistes verschließen und taub für Gottes Ruf sind, weil uns das Internet, zuviel Konsum und weltliche Ablenkungen absorbieren. Das ist es, was Maria mit „Modernismus“ meint. Moderne Technik kann gut sein, doch viel zu oft versklavt uns das Handy. Oder wir füllen die Seele mit unguten Inhalten des Internets. Wir sind 24 Stunden für alle erreichbar – außer für Gott, denn zum Beten und Zuhören fehlt die Zeit.


Beten mit dem Kreuz in den Händen

Maria deutet an, dass das Böse uns benutzen oder gar in uns siegen kann. Wir meinen, auf dem guten Weg zu sein, ohne zu merken, dass wir uns doch vom Bösen haben benutzen lassen. Denn jedes Mal, wenn wir in Gedanken, Worten oder Werken gegen die Liebe verstoßen, siegt der Böse in uns.
Das Kreuz ist unser Wegweiser, es führt uns vor Augen, was auf ewig zählt: die Liebe. Die Kopten tätowieren sich ein Kreuz auf den Unterarm. So geben sie Zeugnis. Das Kreuz vor Augen, das Kreuz als Teil ihres Leibes, beten sie und bleiben Gott treu. Und wir?




Samstag, 18. Oktober 2014

100 Jahre Liebesbündnis

 Die internationale Schönstattbewegung feiert heute ihr 100jähriges Jubiläum. Begonnen hat alles 1914 in Vallendar bei Koblenz, als Pater Josef Kentenich und seine Studenten ein besonderes Liebesbündnis mit Maria, der dreimal wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt, schlossen. Heute hat sich die Gemeinschaft über die ganze Welt ausgebreitet.
Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen!



O meine Gebieterin, o meine Mutter, Dir bringe ich mich ganz dar. Und um Dir meine Hingabe zu bezeigen, weihe ich Dir heute meine Augen, meine Ohren, meinen Mund, mein Herz, mich selber ganz und gar. Und weil ich also Dir gehöre, o gute Mutter, so bewahre mich, beschütze mich als Dein Gut und Dein Eigentum.
Amen

Freitag, 10. Oktober 2014

100 Jahre Schönstatt

Noch 10 Tage, bis die internationale katholische Schönstattbewegung ihr 100jähriges Jubiläum feiert. Hier ein kleiner Beitrag zur Einstimmung:


Die offizielle Hymne, gesungen von argentinischen Marienschwestern.

Montag, 1. September 2014

Die Mutter Jesu - Worte Mariens

Die Mutter Gottes will uns wirklich eine Mutter sein, uns beistehen im täglichen Leben und uns zu Gott hin führen. Dies wird deutlich in den Worten, die der australische Mystiker Alan Ames (*1953) von der Gottesmutter Maria empfing. Im Folgenden zitieren wir einige davon:

Leiden lindern

Als Jesus als Baby in meinen Armen lag und in meine Augen schaute, spürte mein Herz, wie Seine Liebe mich berührte, und meine Seele spürte, wie Sein Geist den meinen erfüllte. Dann, als Er mir zulächelte, wusste ich, dass ich nie Seine Liebe verlassen wollte, dass ich nie von Ihm getrennt werden wollte. Ich wusste auch tief in meinem Herzen, dass ich Ihn eines Tages vor meinen Augen leiden und sterben sehen musste. Ich wusste um Seinen Schmerz, und doch erfüllte mich Seine Liebe und hob mich darüber hinweg. So kann es für jene sein, die heute leiden. Indem sie in Jesu liebevolle Augen blicken und sich im Herzen an Seinem gütigen Lächeln erfreuen, werden sie die Kraft finden, Ihm, der am Kreuz hängt, ihren Schmerz zu geben, und sie werden die Kraft finden, ihren Schmerz freudig und mit Liebe zu tragen.

Schwanger mit Jesus

Als ich Jesus in meinem Schoß trug, konnte ich Seine Liebe in meinem Innern wachsen fühlen. Jeder Augenblick war ein Augenblick der Glückseligkeit, ein Augenblick, der zu schätzen war, und ein Augenblick der Liebe. Alle Beschwerden waren gering, als ich den Sohn Gottes in mir trug. Aller Schmerz schien so klein, als Jesus mich mit Seiner Gegenwart erfüllte. Alles, was ich durchmachte, wurde zu wundervollen Gnaden, als der Heilige mich stärkte, während Er in meinem Schoß lag.
Bald erkannte ich, dass Jesus es war, der mich trug und jeden Augenblick zu einem Geschenk Seiner Liebe zu mir machte. Ich wusste, dass Jesus, sobald Er geboren war, vom ersten Augenblick an damit beginnen würde, die ganze Menschheit zu tragen als Sein Geschenk der Liebe an sie.

Zusammen feiern

Da war ein kleiner Junge, der eines Tages kam und sich auf meinen Schoß setzte. Er schaute mit großen, runden Augen zu mir auf und sagte: „Dein Jesus ist ein lieber Mann! Er kam und spielte mit mir.“ Während ich dieses Kind ansah, sagte ich sanft mit einem Lächeln: „Ja, Jesus ist lieb, und Er liebt es, mit Kleinen wie dir zu spielen.“ - „Er spielte lange Zeit, und es hat Spaß gemacht“, sagte der Junge ehrlich. Dann legte er seinen Kopf an meine Schulter und sagte: „Du bist auch lieb! Ich mag dich.“ Ich strich ihm übers Haar und sagte: „Ich hoffe, dass alle Jesus so sehen werden wie du.“ Der Junge schlief ein, als ich ihn sanft wiegte und ihm leise einen Psalm vorsang. Die Wärme und Liebe, die ich von diesem Kind ausgehen fühlte, erfüllten mein Herz mit Freude, und mit dem Singen des Psalms übergab ich diese Freude Gott. Ich sah dann, wie Jesus das Herz dieses Jungen auf eine Weise berührt hatte, die ihn zu mir führte, damit ich mich in Liebe mit dem Kind vereinen und unsere Liebe Gott übergeben konnte. Wie viele Menschen denken, dass ich es bin, die sie zu Gott bringt, und vergessen, dass es Gott ist, der sie zu mir bringt, damit wir zusammen die Barmherzigkeit Gottes feiern können!

 Aus "Worte Mariens" von Alan Ames

Im September 2014 besucht Alan Ames Österreich, Südtirol und die Schweiz. Genauere Infos finden Sie hier.

Dienstag, 22. Juli 2014

Medjugorje-Botschaft vom 2. Juni 2014

Privatbotschaft an Mirjana

„Liebe Kinder! Ich rufe euch alle und nehme euch als meine Kinder an. Ich bete, dass ihr mich annehmt und als Mutter liebt. Ich habe euch alle in meinem Herzen vereint, ich bin zu euch herabgestiegen und segne euch. Ich weiß, ihr wollt Trost und Hoffnung von mir, weil ich euch liebe und für euch fürspreche. Ich ersuche euch, dass ihr euch mit mir in meinem Sohn vereint und meine Apostel seid.
Damit ihr das könnt, rufe ich euch von Neuem auf, dass ihr liebt. Es gibt keine Liebe ohne Gebet – es gibt kein Gebet ohne Vergebung, denn die Liebe ist Gebet – Vergebung ist Liebe. Meine Kinder, Gott hat euch geschaffen, um zu lieben, ihr aber liebt, um zu vergeben. Jedes Gebet, das aus Liebe kommt,
vereint euch mit meinem Sohn und mit dem Heiligen Geist; der Heilige Geist aber erleuchtet euch und macht euch zu meinen Aposteln – Apostel, die alles, was sie tun, im Namen Gottes tun werden. Sie werden mit Werken beten und nicht nur mit Worten, weil sie meinen Sohn lieben und den Weg der Wahrheit begreifen, der ins ewige Leben führt. Betet für eure Hirten, damit sie euch immer reinen Herzens auf dem Weg der Wahrheit und Liebe führen können, dem Weg meines Sohnes. Ich danke euch.“

Mittwoch, 16. Juli 2014

Medjugorje Monatsbotschaft Juni 2014

Monatsbotschaft der Gottesmutter Maria, der „Königin des Friedens“ an die Seherin Marija Pavlović-Lunetti vom 25. Juni 2014


„Liebe Kinder! Der Allerhöchste gibt mir die Gnade, dass ich noch bei euch sein darf und euch im Gebet zum Weg des Friedens führe. Euer Herz und eure Seele dürsten nach dem Frieden und der Liebe, nach Gott und seiner Freude. Deshalb, meine lieben Kinder, betet, betet, betet, und im Gebet werdet ihr die Weisheit des Lebens entdecken. Ich segne euch alle und halte für jeden von euch Fürsprache vor meinem Sohn Jesus. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

Der Weg des Friedens

Am 24. Juni feiert die Kirche den Festtag der Geburt des hl. Johannes des Täufers, des Patrons der Pfarrkirche in Medjugorje. Gewiss ist es kein Zufall, dass die Gottesmutter am Tag darauf den Weg des Friedens erwähnt, auf den Zacharias nach der Geburt des Johannes im Lobgesang hinweist (Lk 1,78f): „Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um (...) unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.“ Wie Johannes will Maria den Weg bereiten für das Kommen des Herrn. Der Herr will und wird kommen, doch das ist kein Automatismus, sondern wir sind gerufen, unseren Teil beizutragen. Maria bereitet ihm den Weg, indem sie uns anleitet, durch das Gebet offen für ihn zu werden. Das Gebet ist der Weg zu Jesus, der unser Friede ist.

Was wirklich zählt

Mit Bestürzung hören wir von Menschen, die trotz Reichtum, Ruhm und Luxus am Leben zerbrechen. Sie haben alles und sind doch zutiefst unglücklich. An ihnen wird deutlich, dass „Herz und Seele nach Frieden, Liebe und nach Gott und seiner Freude dürsten“. Nur wer Gott hat, hat alles. Gott erst genügt ...

Die Weisheit des Lebens

Im Weisheitsbuch Sirach (1,20) lesen wir: „Wurzel der Weisheit ist die Gottesfurcht, ihre Zweige sind langes Leben.“ Maria sagt, dass wir im Gebet die Weisheit des Lebens entdecken werden. Gott ist das Leben. Seine Weisheit ist Liebe. Gottes Liebe hat einen Namen: Jesus Christus. Ewig wird leben, wer nur eine Furcht kennt: die Furcht, Jesus zu verlieren.

(Beatrix Zureich)
Auch erschienen im monatlichen "Echo von Medjugorje"

Dienstag, 24. Juni 2014

Das Bild des Herrn

2015 wird das berühmte Turiner Grabtuch wieder der Öffentlichkeit gezeigt. Trotz vieler Kontroversen weisen die Indizien darauf hin: Es ist das wahre Bild Christi, das schon die Apostel, die Gottesmutter und viele Urchristen betrachtet haben.
Eine Theorie besagt, ein starker, extrem kurzer Lichtblitz, ausgehend vom Körper des Toten bei der Auferstehung, habe Sein Abbild so fein, aber doch so klar in das antike Tuch „gebrannt“. Die Besonderheit des Bildes besteht darin, dass es ein Fotonegativ ist, d. h. erst die moderne Fotografie konnte im Jahr 1898 den plastischen „Abzug“ dieses Negativs liefern.


Lebendige Abbilder Jesu

Noch wertvoller als das Grabtuch als „Ikone Christi“ ist aber ein anderes Bild: Der Abdruck Jesu Christi in unserem Herzen, in unserer Seele. Jeder von uns sollte ein „Grabtuch“ sein – ein Abbild Jesu und ganz von Ihm geprägt: „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und Deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit!“ Dieses Gebet sprechen wir in jeder heiligen Messe. Es ist ein „Grabtuch-Gebet“, denn gleich diesem Tuch sind wir in dieser Welt eine Erinnerung an den Tod, die Auferstehung und die Wiederkunft Christi in Herrlichkeit.
Wie das Tuch den Leib des Erlösers umgab und durch die Kraft des Heiligen Geistes das Bild Jesu in der Welt lebendig gehalten hat, ist es unsere Berufung, unser Berührt-Sein von Jesus in die Welt zu strahlen. Wenn andere uns sehen oder begegnen und sich ein Bild von uns machen, so mögen sie nicht nur den schlichten Stoff sehen, aus dem wir gewoben sind, sondern einen Abzug des Antlitzes Jesu erkennen.

Maria – ein Abbild der Liebe Jesu

Versuchen wir, die Beziehung zwischen Maria und ihrem Sohn Jesus zu erfassen, können wir nur staunend sagen: „Mein Gott, wie sehr hat sie Dich geliebt!“ Wer sich umschaut und betrachtet, wie innig eine ganz gewöhnliche Mutter ihr Kind liebt, sich für es aufopfert, es liebevoll an sich drückt – von welcher Dimension muss dann die Liebe Marias zu Jesus gewesen sein: Schon bei der Verkündigung vom Heiligen Geist überschattet (vgl. Lk 1,35), muss sie Jesus nicht nur rein mütterlich, sondern aus der brennenden Liebe des Heiligen Geistes heraus geliebt haben. Und Er, Jesus, liebte Seine menschliche Mutter mit kindlicher und zugleich göttlicher Liebe ... welch ein Mysterium!
Doch seit den Worten des greisen Simeon im Tempel (vgl. Lk 2,35), die durch Jesu Ankündigung Seines Leidens und Sterbens (vgl. Lk 18,31ff) bestätigt wurden, wusste Maria, dass ihre Liebe auch Quelle ihres größten Leidens sein würde. Sie wusste, dass sie ihren Lebensinhalt, Jesus, loslassen musste. „Stark wie der Tod ist die Liebe“, singt das Hohelied (8,6). Wie sehr trifft das auf die Mutter unter dem Kreuz zu! Den Tod des geliebten Kindes vor Augen, prägt sich jedes seiner Worte, jede Geste durch den Laserstrahl der leidenden Liebe ins Herz ein. Maria konnte nicht anders als vor Ort sein an jenem Karfreitag, an dem Jesus sich hingab. Ihr Leben lang würde sie diesen Tag nicht mehr vergessen und selbst vom Kreuz geprägt sein, bis in Ewigkeit ...
Als die Gottesmutter Jahrhunderte später, im Jahr 1858, der hl. Bernadette in Lourdes erschien, gab Maria dem Mädchen eine Kurzkatechese über das Kreuzzeichen. Zeugen berichteten, dass Bernadette seit der Begegnung mit Maria das Kreuzzeichen mit besonderer Andacht machte. Später fragte eine Ordensfrau die Heilige: „Was muss man tun, um ganz sicher in den Himmel zu kommen?“ Bernadette antwortete ohne zu zögern: „Wenn man das Kreuzzeichen richtig macht, ist schon vieles gewonnen!“ Für Bernadette, aber auch für die Heiligen aller Jahrhunderte (z.B. Benedikt, Franziskus, Teresa von Avila) war das Kreuz zeichen ein lebendiges Bild der Liebe Jesu zu uns. Auch wir sind eingeladen, uns beim Kreuzzeichen im Geiste neben Maria zu stellen und es wie sie betend zu erleben.
Was muss im Herzen der Mutter vorgehen, wenn sie das Zeichen des Kreuzes mit der Hand über Kopf, Brust und Schultern zeichnet? Gewiss steigen Bilder auf, wie Jesus sie vom Kreuz herab ansah – die Qual in Seinen Augen, gleichzeitig Seine unsterbliche Liebe ...

Mutter Maria, dir war Jesus aus dem Gesicht geschnitten. Seit Seinem Tod bis heute sind die Worte, das Leiden und die Verherrlichung Jesu in dein Herz und in deine Seele eingeprägt. Hilf uns beten und leben wie du – mit einem Echo Seiner Stimme im Herzen, mit einer überirdischen Sehnsucht, auf ewig bei Ihm zu sein! Wenn du Psalmen gebetet hast, sprach dein Mund die Worte aus, die du so oft aus dem Mund Jesu hörtest, und beim Vaterunser war deine Stimme ein Echo Seiner Worte ... Vor deiner Seele standen unzählige Erinnerungen daran, wie Er dieses Gebet zum Vater rief, in Seinem unvergesslichen Tonfall und Seinen Handbewegungen, mit der barmherzigen Liebe in Seinen Augen... Mutter Maria, führe uns und bete mit uns, damit wir am Ende unseres irdischen Lebens vor den Vater im Himmel treten und Er in uns ein wahres Abbild Jesu erkenne.
Amen

von Beatrix Zureich

Zuerst erschienen in "MARIA - Das Zeichen der Zeit" (MZZ) Nr. 140

Samstag, 31. Mai 2014

Medjugorje - Botschaft vom 2. Mai 2014

Privatbotschaft der Muttergottes vom 2. 5. 2014 an die Seherin Mirjana

 

„Liebe Kinder! Ich, eure Mutter, bin wegen eures Wohlergehens bei euch, wegen eurer Bedürfnisse und wegen eurer persönlichen Erkenntnis.Der himmlische Vater hat euch die Freiheit gegeben, dass ihr allein entscheidet und allein erkennt. Ich möchte euch helfen. Ich möchte eure Mutter sein, die Lehrerin der Wahrheit, damit ihr in Einfachheit mit offenem Herzen die unermessliche Reinheit erkennt und das Licht, das aus ihr hervorgeht und die Dunkelheit bricht – das Licht, das Hoffnung bringt.
Ich, meine Kinder, verstehe eure Schmerzen und Leiden. Wer kann euch besser verstehen als die Mutter? Und ihr, meine Kinder? Klein ist die Zahl derer, die mich verstehen und mir folgen. Groß ist die Zahl der Verlorenen, derjenigen, die in meinem Sohn noch nicht die Wahrheit erkannt haben.
Deshalb, meine Apostel, betet und wirkt! Bringt das Licht und verliert die Hoffnung nicht! Ich bin mit euch. In besonderer Weise bin ich mit euren Hirten. Mit mütterlichem Herzen liebe und schütze ich sie, denn sie führen euch zum Himmel, den euch mein Sohn versprochen hat. Ich danke euch!“

Zuerst erschienen im ECHO von Medjugorje

Montag, 26. Mai 2014

Befehlsverweigerung

Auf einem amerikanischen Kriegsschiff fiel einem Matrosen seine Jacke ins Meer. Er fragte einen Offizier, ob er ins Meer springen dürfe, um die Jacke wiederzuholen. Der Offizier sagte: „Nein“, denn das Schiff stand kurz vor dem Einsatz. Der Matrose sprang aber doch in das Meer, erwischte die Jacke und kam wieder auf das Schiff .
Als der Offizier das sah, ging er voll Zorn auf ihn zu und sagte: „Das ist Befehlsverweigerung. Sie kommen vor das Kriegsgericht!“ Und wirklich: Nach dem Einsatz kam der Matrose vor das Kriegsgericht und der Kapitän legte ihm eine schwere Strafe auf. Er fragte aber: „Nun sagen sie mir doch, warum haben Sie wegen dieser lumpigen Jacke den Befehl verweigert?“ Da zog der Matrose ein Bild aus der Jacke. Es war das Bild seiner Mutter und er sagte: „Wegen dieses Bildes habe ich es getan!“ Da war der Kapitän so gerührt, dass er sagte: „Ein Soldat, der so seine Mutter ehrt, den kann ich nicht bestrafen!“, und er nahm die Strafe zurück.
Wer eine Medaille bei sich trägt, trägt das Bild seiner himmlischen Mutter bei sich. Er ehrt dadurch seine himmlische Mutter und stellt sich unter ihren besonderen Schutz und Maria kann ihr Versprechen einlösen: „Wer eine geweihte Medaille trägt, wird große Gnaden erlangen!“

Karl M. Harrer
Zuerst erschienen in "Erlebnisse mit der Wunderbaren Medaille."

Montag, 12. Mai 2014

Marianische Heilige

Pfarrer Rudolf Keith, der in den Nachkriegsjahren im unterfränkischen Elsenfeld wirkte, verfasste das Buch Königin aller Heiligen. Für jeden Tag des Monats Mai stellt er zwei Heiligenportraits sowie passende Gebete vor. Dadurch bringt er uns nicht nur die Heiligen näher, sondern ermöglicht uns, jeden Tag ein Gebet von oder zu diesen Heiligen zu beten. Aus diesen Portraits stellen wir hier den deutschen Mystiker Heinrich Seuse vor:

Der selige Heinrich Seuse

Um 1300 wurde in Konstanz am Bodensee der selige Heinrich Seuse geboren. Mit dreizehn Jahren brachte ihn seine tiefgläubige Mutter in das Inselkloster des hl. Dominikus, wo er den größten Teil seines Lebens verbrachte. Schon als Kind brachte Heinrich der Gottesmutter Blumen zum Schmuck. Als er wieder einmal die Maienkönigin mit einem Kranz der ersten Blumen gekrönt hatte, erschien ihm die Gottesmutter. Heinrich sah die Engel auf und nieder steigen in lichtem Gewand. Er hörte einen himmlisch schönen Gesang zu Ehren Mariens. Die Königin selbst schwebte über dem himmlischen Heer in Würde und Herrlichkeit.

Heinrich wurde Dominikanermönch. Bis zum vierzigsten Lebensjahr übte er eine unglaubliche Buß-Strenge. Es folgte eine Schule des Leidens: Verlust seiner Ehre, Untreue der Freunde, ein Gefühl der Verlassenheit von Gott. Gelassen ertrug er alles und wurde dafür zuletzt mit einem tiefen Seelenfrieden beschenkt. Als Dominikaner stellte er sich ganz in den Dienst Mariens. Öfter besuchte sie ihren Diener in seiner Zelle. Heinrich wollte sein Glück als Marienverehrer mit allen teilen. Seinen Beichtkindern gab er den Rat, täglich neun Ave Maria zu beten. Das erste am Morgen kniend, um alle guten Werke der Himmelskönigin in die Hände zu legen, damit sie diese kostbar mache und dem himmlischen Vater darbringe. Sieben Ave sollten den Tag über gebetet werden, damit das reinste Herz Mariens die Sünder zu Gott bringe und allen eine gute Sterbestunde erbitte. Das letzte Ave betete er am Abend in dem Anliegen, dass Maria alles gut mache, was wir tagsüber versäumt haben. Doch Heinrich ehrte auch alle Frauen um der Gottesmutter willen. Als er wieder einmal unterwegs war, kam er zu einem schmalen Steg, der über eine große Pfütze führte. Da kam ihm eine arme Frau entgegen, und Heinrich verließ sogleich den Steg und trat in die Pfütze, um auszuweichen. Da fragte die Frau: „Ehrwürdiger Vater, wie kommt es, dass Ihr mir Platz macht, da ich doch gern Euch ausgewichen wäre?“ Heinrich antwortete: „Es ist meine Gewohnheit, allen Frauen Ehre zu erweisen um der zarten Gottesmutter willen.“

Auszug aus dem Buch Königin aller Heiligen von Rudolf Keith
Zuerst erschienen in MARIA - Das Zeichen der Zeit (MZZ) Nr 161. 2. Quartal 2014

Donnerstag, 8. Mai 2014

Das größere Wunder

Die Grottenzeitung von Lourdes berichtete um das Jahr 1960 von einem Wunder seelischer Art, das sich in einer französischen Stadt zugetragen hat:

Vor einigen Jahren lag in einem Krankenhaus ein Junge von zwölf Jahren, der über und über von Geschwülsten bedeckt war und sich kaum rühren konnte. Trotzdem war er immer fröhlich und dankbar für jeden Liebesdienst. Er hatte nur einen Wunsch: Er wollte nach Lourdes zur Grotte kommen, von der er so viel gehört hatte. Sein Vater jedoch war ein eingefleischter Kommunist, der auch die Mutter stark beeinflusste; er wollte die Reise nach Lourdes nicht erlauben. Weil er sah,
dass seine Weigerung dem kranken Sohn Kummer bereitete, gab er endlich doch nach, aber er verbat sich, dass man ihm von Lourdes Albernheiten erzählte.
Die Mutter reiste mit, denn der Kleine brauchte ständig Betreuung. In Lourdes kam man im Hospital bei der Grotte unter, und eine Krankenpflegerin dort nahm sich der beiden liebevoll an. Am dritten  Tag sagte die Mutter zu der Pflegerin: „Ich habe schon fünfundzwanzig Jahre nicht mehr gebeichtet. Glauben Sie, dass mein Sohn gesund wird, wenn ich die Sakramente empfange?“ Die Pflegerin antwortete, man könne das nicht voraussagen, aber dies sei gewiss, dass Gott ihren guten Willen sicher und reichlich belohnen werde, und zwar in der Weise, wie es für alle am besten ist. Am Tag darauf hatte die Frau gebeichtet und kommuniziert und war restlos glücklich darüber. Nur um eines bat sie: Man möge es ihrem Sohn ja nicht sagen, denn der Arzt hatte erklärt, die geringste Aufregung – auch eine freudige – könne seinen plötzlichen Tod verursachen. Die Pflegerin versprach zu schweigen.
Vor der Abreise der beiden fragte die Pflegerin den Kleinen: „Wie bist du zufrieden mit deiner Reise nach Lourdes?“ Der Junge antwortete: „Ich habe zur Mutter Gottes gesagt, dass mir viel lieber wäre, die Mutter würde sich bekehren, als dass ich selbst gesund würde.“ Und er weinte. Die Pflegerin sprach mit dem Arzt, ob sie den Jungen trösten dürfe mit der Mitteilung, dass die Mutter sich bereits bekehrt habe, und der Arzt erlaubte es. Sie fragte den Knaben: „Kannst du ein großes Geheimnis für dich behalten?“ – „Ja“, sagte er. – „Aber du darfst es auch deiner Mutter nicht sagen.“ Nach einigem Schwanken sagte er: „Ich verspreche es.“ – „Nun schau, mein Kleiner“, sagte die Pflegerin, „deine Mutter ist in Lourdes zur Beichte und Kommunion gegangen.“ Die Pflegerin bekam Angst. Denn aus  dem Knaben leuchtete eine Freude hervor, die ihn zu überwältigen drohte. Man musste an den Himmel denken. Endlich sagte er: „Jetzt kann ich ruhig sterben!“, und versuchte, seine geschwollenen Hände über der Brust zu kreuzen. Obwohl sich sein Zustand von Tag zu Tag verschlechterte, verminderte sich seine Heiterkeit nicht im Geringsten. Er lag in seinem Bettchen wie ein Engel. Er war schon wieder in das heimatliche Krankenhaus gebracht worden, da eröffnete er einer Schwester seinen Wunsch, zu Hause sterben zu können – bei Vater und Mutter. Man brachte ihn sogleich heim, denn es ging mit ihm zu Ende, und schon in der Nacht klingelte das Telefon, dass er zum lieben Gott gegangen sei.
Die Familie wohnte in der „roten“ Vorstadt, und die Pflegeschwester ging hinaus, um zu beten und den Kleinen nochmals zu sehen, der ihr ans Herz gewachsen war. Er lag so schön auf der Bahre, ein überirdisches Lächeln schien sein Gesicht zu umspiegeln. Diese Ruhe strahlte auch das Gesicht der Mutter aus. „Hören Sie“, sagte die Mutter, „es ist ein wahres Wunder geschehen in dieser Nacht. Kaum hatte unser Kleiner seinen letzten Atemzug getan, stand mein Mann auf und sagte zu mir: ‚Ich möchte ihn einmal wiedersehen!‘ Dann zögerte er einen Augenblick, nahm seinen ganzen Mut zusammen und sagte: ‚Bring mich morgen früh zu einem Priester ...‘“ –
Hätte die Mutter Gottes ein größeres Wunder vollbringen können?

Aus "Die schönsten Mariengeschichten" von Karl M. Harrer